In Anbetracht derartiger Bilder hat eine besorgte Mitstreiterin eine Anfrage an das Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung e. V. wegen der vielen Kondensstreifen am Himmel gestartet:

Sehr geehrter Dr. Macke,

am 21.09.2012 hatte ich Ihnen eine Mail geschickt. Ich fragte nach Ihrer Erklärung bezüglich der Streifen am Himmel. Ich wüsste gerne, ob Sie auch diese Veränderung wahrgenommen haben und ob Sie das erforschen. Früher verschwanden die Kondensstreifen nach wenigen Sekunden, heute gibt es Tage, da breiten sie sich aus und bilden eine milchige Wand, sodass die Sonne nicht mehr gelb, sondern kaltweiß aussieht und einen großem Hof hat. Das gefällt mir nicht. Ich liebe einen klaren Himmel. Was ist die Ursache? Ist das Flugzeugbenzin anders zusammengesetzt? Hat sich in der Atmosphäre etwas verändert?

In Erwartung Ihrer Antwort

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Hier die Antwort des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung e. V.:

Sehr geehrte Frau …………………,

Kondensstreifen sind ja nach Luftfeuchte in der oberen Troposphäre mehr oder weniger langlebig und können sich bei entsprechendem Feuchteangebot zu weiträumigen Cirruswolken entwicklen. Tatsächlich beobachtet man vom Satelliten aus eine leichte Zunahme von Kondenstreifen und aus ihnen entstehenden Cirruswolken über Gesamteuropa von etwa 2 – 3% pro Dekade, bedingt durch den zunehmenden Luftverkehr. Das ist nicht sehr viel. Aber auch heute gibt es bei trockenen Wetterlagen wie früher auch die kurzlebigen Kondenstreifen, die nach wenigen Sekunden wieder verschwinden. Wir haben selber über Leipzig keine Untersuchungen zur Änderung der Lebensdauer von Kondenstreifen vorliegen. In Deutschland wird diese Thematik vorrangig vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR in Oberpfaffenhofen bei München bearbeitet. Das Flugbenzin ist in den letzten Jahren aufgrund von Umweltschutzbestimmungen eher sauberer geworden und produziert bei der Verbrennung weniger Partikel als früher. Ich empfehle, Ihre Anfrage an die Pressestelle des DLR zu stellen. Ansonsten kann man sich auf http://polly.tropos.de/martha/quicklook.php das Archiv unserer Lidarmessungen anschauen und sich ein Bild über die Häufigkeit von hohen Eiswolken über Leipzig machen, die als rote vertikale oder senkrechte Streifen in Höhen oberhalb von etwa 8-9 km zu erkennen sind. In tieferen Höhen handelt es sich meist um Mischphasenwolken oder Warmfronten (Landregen-Wolken).

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen und verbleiben

mit freundlichen Grüßen,

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Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e. V.
Permoserstraße 15
04318 Leipzig
Tel.: 0341/235-2320
Fax: 0341/235-2139
URL: http://www.tropos.de

Fazit:

„Kondensstreifen sind ja nach Luftfeuchte in der oberen Troposphäre mehr oder weniger langlebig“, heißt es in der Antwort. Dies stimmt. Nur wenn man sich mit der Feuchte in der oberen Troposphäre intensiver auseinandersetzt, gelangt man zu dem Ergebnis, dass die relative Luftfeuchte dort in den meisten Fällen nicht ausreicht, damit sich langlebige Kondensstreifen bilden und zu breitflächigen Wolken ausbreiten können (lesen Sie hierzu bitte: Warum die vielen Streifen am Himmel keine Kondensstreifen sind).

Dann spricht das Institut davon, dass der Flugverkehr zugenommen habe. Das soll die vielen Streifen am Himmel rechtfertigen. Dass dies eine (die übliche) Mär ist, können Sie dem Beitrag „Die vielen Streifen am Himmel resultieren aus dem erhöhten Flugverkehr – Von wegen, sagen die Zahlen und die Logik!“ entnehmen.

Ach ja, und dann gibt das Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung e. V. zu, dass es keine eigenen Untersuchungen hinsichtlich der sonderbaren Phänomene rund um die vielen Kondensstreifen am Himmel vornimmt und verweist – wie alle anderen Institutionen und Behörden auch – ausgerechnet auf das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).

Wir erinnern uns:

Das DLR hat angeblich Messungen durchgeführt, auf die auch das Umweltbundesamt verweist. Das DLR möchte uns aber die Ergebnisse dieser Messungen nicht mitteilen (siehe hierzu die Rubrik „Vertuschungssystem„). Es liegen zudem wesentliche Gründe vor, die an der Unparteilichkeit des DLR erhebliche Zweifel aufkommen lassen. Das DLR gehört zur Gemeinschaft der Helmholtz-Institute. Eines dieser Helmholtz-Institute, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, wird unter anderem von der Bill und Melinda Gates-Stiftung gesponsert. Diese Stiftung investiert wiederum nachweislich auch in Projekte der künstlichen Wolkenerzeugung. Die Helmholtz-Institute könnten daher ein großes Interesse daran haben, dass das klammheimliche Versprühen von künstlichen Wolken nicht in die Öffentlichkeit gelangt.