Als Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) zeichnet sich Herr Jochen Flasbarth für die im Internet unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3574.pdf veröffentlichte Stellungnahme „Chemtrails – Gefährliche Experimente mit der Atmosphäre oder bloße Fiktion?“ (Stand März 2011) verantwortlich.

Sämtliche Verbände, nahezu alle Parteien und Abgeordnete, die Ministerien, das Bundeskanzleramt und sogar auch Staatsanwaltschaften verweisen beim Thema „Chemtrails“ immer wieder gebetsmühlenartig auf die oben genannte Stellungnahme des UBA, die jedoch völlig veraltet, in weiten Teilen unsachgemäß und für den objektiven Leser in hohem Maße irreführend ist.

Die Stellungnahme des UBA erweckt beim objektiven Leser zunächst den Eindruck, dass sich die verschiedenen theoretischen Konzepte, zum Schutz des Klimas unterschiedliche Stoffe in die Atmosphäre einzubringen (zum Beispiel Aluminiumoxid, Aluminium, Ruß, Eisenverbindungen), nicht durchsetzen konnten – auch nicht im experimentellen Maßstab.

Diese Aussage ist nachweislich falsch und stellt eine Irreführung der angesprochenen Kreise dar, da sich gerade die Methode, unterschiedliche Stoffe in die Atmosphäre als so genannten „Sonnenschirm“ einzubringen, in der Fachwelt durchsetzen konnte und nach einhelliger Auffassung der entsprechenden Experten zugleich die einzige Maßnahme darstelle, die in der Praxis durchführbar sei und bereits kurz- bis mittelfristig „Erfolg“ verspreche.

Da das UBA kein Bedarf sieht, die Stellungnahme abzuändern, haben wir eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Präsidenten des UBA, Herrn Jochen Flasbarth, beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) eingereicht.

Dem Präsidenten des UBA soll im Wege der Dienst- und Fachaufsicht aufgegeben werden,

– die vom Umweltbundesamt veröffentlichte Stellungnahme „Chemtrails – Gefährliche Experimente mit der Atmosphäre oder bloße Fiktion?“ umgehend an die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse anzupassen. Dabei muss dem Leser insbesondere mitgeteilt werden, dass nach der herrschenden Meinung in der Wissenschaft ernsthaft in Erwägung gezogen werden soll, künstliche Partikel wie Metalloxide mithilfe von Flugzeugen in der Stratosphäre weiträumig zu verteilen, und dass sich genau diese Methode in der Fachwelt durchgesetzt hat,

– dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) aufzugeben, die entsprechenden Messungen, welche die Existenz von „Chemtrails“ angeblich widerlegen sollen, an das UBA herauszugeben,

– dem UBA aufzugeben, mit eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen der Frage nachzugehen, ob bereits chemische Wolken über Deutschland versprüht werden,

– und diese Untersuchungen öffentlich zugänglich zu machen.

Hier finden Sie die Dienstaufsichtsbeschwerde von Rechtsanwalt Dominik Storr im Wortlaut.

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