Immer wieder hört man, Geo-Engineering sei nur ein Ansatz, eine Theorie, eine kritisch erwogene Möglichkeit, um gezielt in das Erdklima einzugreifen.

Es wird immer deutlicher, dass sich diese „kritisch erwogene Möglichkeit“ realer darstellt, als viele das zu glauben annehmen möchten. So veröffentlichte vor kurzem der Council on Foreign Relations (CFR) auf seiner Diskussionsplattform Foreign Affaris „Die Wahrheit über Geo-Engineering“ und erklärte darin, dass die Erde noch viel sensibler auf die Erderwärmung reagiere, als lange angenommen. Leidtragende seien dabei nicht nur natürliche Ökosysteme, sondern unmittelbar auch die Menschen und die nationale Sicherheit. Der CFR endet seinen Artikel mit dem bezeichnenden Satz: „it’s not so crazy to imagine that some nation will launch an emergency geoengineering scheme, perhaps before its viability and consequences are understood…“

Ist das wohl die Wahrheit über Geo-Engineering?

Gar nicht so verrückt: Einzelne Nationen setzen Geo-Engineering als Notfallstrategie ein, bevor die Durchführbarkeit und Folgen tatsächlich verstanden sind.

Genau in dieser Situation befinden wir uns. In der Öffentlichkeit wird noch über Möglichkeiten und Risiken diskutiert, während die Praxis schon längst auf dem Weg ist.