Radio Lippewelle hat gestern über Chemtrails berichtet. Der Dipl.-Meteorologe Thomas Becker machte sich beinahe schon in Kachelmann-Manier über das Thema lustig und verlieh den Chemtrails das Siegel „Verschwörungstheorie“. Es seien mehr Flugzeuge unterwegs als früher, deshalb wären mehr Streifen zu sehen. Außerdem wäre das Sprühen ja viel zu teuer.

Diese Argumente des Dipl.-Meteorologen Thomas Becker haben kurze Beine und halten einer Überprüfung nicht ansatzweise stand; aber leider spiegelt dieser Beitrag das gegenwärtige Niveau des deutschen „Qualitäts“journalismus bei unserem Thema wider:

Die vielen Streifen resultieren aus dem erhöhten Flugverkehr – Von wegen, sagen die Zahlen und die Logik

Chemtrailing ließe sich in der Praxis nicht durchführen – Von wegen, sagt ein Forscher, der aus dem Nähkästchen plaudert

Chemtrailing wäre viel zu teuer – Von wegen, beweist eine universitäre Studie!

Nachforschungen ergaben, dass für diesen Beitrag nicht der Regionalsender, sondern die Radio NRW GmbH verantwortlich war. Hieran sieht man, wie derartige Meldungen von oben nach unten weitergegeben werden, um das Volk in jedem Winkel der Republik zu verdummen.

Aber: Die Aufklärung bei unserem Thema scheint gut voranzugehen. Andernfalls würden sich ein Herr Thomas Becker nicht genötigt sehen, derartigen Stuss von sich zu geben.

In einer Mail dürfte sich der Wettermann geoutet haben. Dort benutzte er den Begriff „eingefleischte Chemtrail-Gläubige“. Diesen Begriff benutzen in der Regel nur eingefleischte Chemtrail-Debunker wie Lorenz, Kachelmann & Co.

Unter T.Becker@radionrw.de können Sie sich bei Herrn Becker über diesen grottenschlechten Beitrag beschweren. Aber wie immer nett und sachlich bleiben. Fragen Sie ihn doch z.B., ob er als Meteorologe nicht weiß, dass es dort oben viel zu trocken für diese Phänomene ist (siehe „Warum die vielen Streifen am Himmel keine gewöhnlichen Kondensstreifen sind„). Bei dieser Fragestellung kann er sich nur blamieren…