Ein König und dessen Fürsten fürchten eine Rebellion unter unzufriedenen Sklaven. Ein Teil der Sklaven akzeptiert die vorhandenen Sklaventreiber nicht mehr. Der König berät sich mit seinen Fürsten und kommt zu dem Schluss, dass er den unzufriedenen Sklaven einen neuen Sklaventreiber vorsetzen wird. Dabei suchen seine Fürsten einen Sklaventreiber aus, der scheinbar genau auf die Bedürfnisse der unzufriedenen Sklaven zugeschnitten ist. Die Strategie des Königs und dessen Fürsten geht voll auf: Der Teil der unzufriedenen Sklaven schließt sich diesem neuen Sklaventreiber an. Die Sklaventreiber haben wieder die vollständige Kontrolle über die Sklaven. Der König und seine Fürsten haben wieder ihre Ruhe.

Liebes „unzufriedenes Wahlvieh“, geht weiterhin schön brav zur Wahl, gebt dem König und dessen Fürsten, die euch längst den Krieg erklärt haben, weiterhin eure Stimme. Bildet euch ruhig weiterhin ein, dass ein neuer Sklaventreiber etwas an den gegenwärtigen Zuständen verändern könnte. Bildet euch das wirklich ein, denn dann werdet ihr auch künftig von den Königen und deren Fürsten regiert werden. Diese freuen sich wirklich jedes Mal aufs Neue, dass ihr – selbst nach den vielen schlechten Erfahrungen in den letzten Jahrhunderten – immer noch nichts dazugelernt habt. Stattdessen können die Könige und deren Fürsten behaupten: „Wir üben zu recht die Macht über euch aus, denn ihr wart wirklich so blöd und habt uns immer wieder gewählt, egal, was wir euch zugemutet und zugefügt haben. Ihr lernt einfach nicht dazu.“