Die Geschichte der Welt

Ob Mensch, Tier, Land oder Fluss.
Für den Genius war dies nur ein einziger Kuss.
Lob über ihn und Dank sei ihm erbracht.
Denn er hat mehr als ausgiebig über seine Schöpfung gewacht.
Mit seinen treuen Dienern wollte er sie auch bewahren.

Doch mit dem Geschenk des freien Willens überfordert,
begehrten die Menschen stattdessen Opfer und scheußliche Plagen.
Ihr Leben den Schicksalsmächten übertragen,
um Körper, Geist und Seele auf Ewigkeit zu versklaven.
Denn die schlauen Retter wollten schon zu Lebzeiten wie Götter erscheinen.
Deshalb schufen sie einen wahnwitzigen Plan für diese Welt ohne gleichen.

Redlich nennt man, dies mit Abstand zu betrachten.
Unredlich sind diejenigen, die Widerstand wagen.
Und so schlossen schon viele Menschen ihre Augen
und öffneten sie nicht mehr.
Der Rest erstarrte zu Knechten in schier endlosen Geflechten.
Mit falscher Weisheit und Missetaten schmückten die Menschen ihre Ketten auch noch aus.

Darum freue sich,
wer noch lebendig ist und frei seinen Kopf zum Genius erheben kann.
Dem folgen Tränen der Demut und Liebe, einem Dammbruch gleichend,
schöner als Brillanten, reicher als alle verfluchten Schätze dieser Welt.
Mit jeder Träne wird die Erde besser und vollkommener werden.
Und wo die Tränen nicht hingekommen, bleibt die Qual.
Wir Menschen haben die Wahl.

 

Von Dominik Storr

Rechtsanwalt & Aktivist

Gründer der Bürgerinitiative Sauberer Himmel

Unredlich in mancher Augen, da er Widerstand wagte.