Einige unter Ihnen werden sich vielleicht öfters fragen: Wo ist mein Platz in dieser Welt? Was ist meine Rolle? Und ist dieses Leben, was ich lebe, wirklich dasjenige, das ich leben wollte und von dem ich geträumt hatte, als ich noch ein Kind war? Und so wie Pflanzen und Blumen den Schutz und die Wärme von Wänden und Mauern suchen, um besser gedeihen zu können, so sollten auch wir uns auf die Suche nach einem Platz machen, an dem wir unsere innere Pracht, so wie die Blumen, entfalten können. Dabei sollten wir nicht vergessen, unsere Samen zu werfen, so wie es die Blumen ständig tun. Denn diese wissen nur zu gut, dass weder Wände noch Mauern noch alles andere, was aus Materie ist, Ewigkeit für sich in Anspruch nehmen kann. Sollte daher der gewohnte Schutz und die Wärme in sich zusammenstürzen. Die Blumen sind stets darauf vorbereitet und haben sich längst einen neuen Standort gesucht.

In diesem Sinne muss man zuweilen auch Wärme und Schutz aufgeben können, um an andere Ufer zu gelangen. Dies beherrschen Blumen und Pflanzen wie keine andere Spezies. Deren Samen ziehen weite Kreise um diese Welt.

Wir Menschen allerdings tun uns bisweilen schwer damit, Gewohnheiten aufzugeben, weil deren lähmende Ohnmacht uns alltäglich umgibt.

Wer aber nicht zufrieden ist mit seinem Leben und Neues sucht, der sollte sich Blumen und Pflanzen als Beispiel nehmen. Diese sind jederzeit bereit, ihren gewohnten Standort zu verlassen und neue zu besiedeln. Wir Menschen sehen darin ein großes Risiko. Wer jedoch dauerhaft in seinem sicheren Hafen verweilen möchte, der muss sich nicht wundern, wenn die Vorräte eines Tages verzehrt sind und das Leben im ummauerten Hafen einem einzigen Mangel gleicht.

Und wenn wir es tatsächlich schaffen, uns aus diesem leidvollen Zirkus der Narren, der keinem von uns gut tut, hinauszubegeben. Dann werden wir auch wieder einen intensiveren Blick für die wahren Kostbarkeiten dieser Erde übrig haben. Diese kosten nichts. Sie sind sozusagen gratis. Und so wie Blumen ihre Knospen öffnen, um diese Welt freundlicher und bunter zu gestalten, so sollten wir damit beginnen, unsere Herzen zu öffnen, um andere Menschen mit der wahren Freude am Leben anzustecken. Denn genau dies ist die wahre Kunst im Leben.

So oder so!

Es grüßt Philippi Langstrümpfchen.