Anm.: Dieser Beitrag wurde etwas abgeändert, da man inzwischen wesentlich “schlauer” ist, was die schlauen Bullenhaie betrifft 🙂 (vgl. Link zur Evolutionstheorie).

Von etwa 450 Haiarten greifen lediglich rund 5 Arten relativ selten Menschen an. Der Bullenhai (sog. Bull Shark) gehört zu diesen wenigen Haiarten, die dazu in der Lage sind. Er jagt bevorzugt Fische ufernah exakt dort, wo sich Surfer und Schwimmer zumeist aufhalten, die er in manchen Fällen wohl als “Störer” ansieht. Er ist auch einer der wenigen Haie, die ein örtliches Revier gegen unerwünschte „Eindringlinge“ verteidigen, so wie hier bei Jetskiern. Er schwimmt zudem einer Naturlogik zufolge in Flüsse und Seen, wo er gewöhnlich auf Land-Säugetiere als Beute trifft (Kadaver etc.). Er ist wohl deshalb auch naturgemäß derjenige Hai, der am häufigsten Menschen angreift (z.B. in Brasilien, Florida, La Réunion, Australien und südliches Afrika). Der Bullenhai ist aufgrund seiner besonderen Kieferstärke und seiner Gewandtheit im flachen Wasser selbst bei relativ kleinem Umfang in der Lage, Surfer und Schwimmer (sog. „fatal“) anzugreifen. In diesem Video kann man sehen, wie kräftig und extrem beweglich Bullenhaie agieren können, indem ein Exemplar sein Revier vor einem Fischerboot verteidigt und mehrmals in dessen Motor beißt. Dies entspricht einer ähnlichen Gebiss-Körper-Dynamik von Krokodilen, zu denen er entgegen des gefälschten Darwinismus in Wechselseitigkeiten steht (Aasregulierung an Küste sowie in Flüssen und Seen): Evolutionstheorie lebensfremd: Logik und nicht Zufall herrscht in der Natur – noch stärker verdeutlicht im wechselseitigen Verhältnis Hai und Krokodil als gemeinsame Gesundheitsapostel

Der Bullenhai “lost his mind”, heißt es im Video. Tatsächlich ist es so, dass sich der Bullenhai das zuvor überlegt hatte und diesen Entschluss fasste, wohl da er in seinem Revier nicht endlos viele Schiffe haben möchte, was verständlich ist aus Sicht des Haies. Schließlich hat dieser dort sein zuhause und muss sich von den Fischen ernähren. Mit Bullenhaien kann es jedoch auch auf andere Weise zu Konfliksituationen kommen. Insbesondere dann, wenn Menschen in Flussmündungen schwimmen oder surfen, die zu den „Hauptjagdgründen“ von Bullenhaien gehören. Beispiel Bali als beliebtes Urlaubsziel: 5 sog. „nicht-fatale“ Angriffe von (wohl recht jungen) Bullenhaien auf Surfer fanden dort seit 2010 statt; davor war es lange Zeit recht ruhig. All diese Unfälle geschahen an ein und derselben Flussmündung bei Balian, die zudem dafür bekannt sein soll, dass über diesen Fluss Tierkadaver in das Meer entsorgt werden.

Angesichts der hohen Anzahl von Menschen, die sich jeden Tag in den Meeren als Surfer, Schwimmer, Taucher, Schnorchler, Fischer oder Kanuten etc. weltweit aufhalten, müssen diese Angriffe jedoch als äußerst selten bezeichnet werden. Wenn ein erwachsener, d.h. erfahrener, Bullenhai sich allerdings dazu entscheidet, einen Menschen anzugreifen (was er sich zuvor wohl überlegt; s.u.), gibt es ohne schnelle Hilfe meist kein Entkommen. Während der Weiße Hai nach einem Biss zuweilen ablässt, da er überwiegend an fettreichen Flossenfüßern oder Thunfischen etc. und weniger an Menschen oder gar an schwer verdaulichen Plastikboards von Surfern interessiert ist, setzt der Bullenhai seinen Angriff gewöhnlich mit einer gekonnten Strategie, die oft der eigenen Vorsicht angepasst ist (erhöhte Intelligenz), bis zum bitteren Ende fort. In seinem natürlichen Lebensraum (Küsten, vor allem Flussmündungen, aber auch Flüsse und Seen in Afrika, Australien oder Südamerika etc.) muss er sich zwischen Krokodilen, Nilpferden oder Elefanten- und Büffelherden behaupten können. Das macht ihn zu einem äußerst selbstbewussten Hai.

In diesem Video, das bereits unter Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen näher beschrieben wurde, trifft ein Bullenhai auf eine Herde von Nilpferden, die ihm wohl bei der Jagd auf Fische im Weg stehen. Dabei kommt es zu keinem richtigen “Kampf“ oder gar zu Verletzungen, da sowohl die Nilpferde als auch der Bullenhai relativ besonnen agieren (Natur-Logik).

Der Bullenhai soll zudem schmerzunempfindlicher als andere Haiarten sein. Gerade in Flüssen, in denen viel Betrieb durch Menschen stattfindet, verhalten sich Bullenhaie jedoch häufig recht unauffällig, vielleicht um auf diese Weise geschützter zu sein. So “darwinistisch-dumm”, wie er im Allgemeinen klassifiziert wird, ist er deshalb nicht. Auch wenn man sieht, wie er hier einem Angler-Pärchen gewieft und für dieses völlig unerwartet den (gepeinigten) Fisch kurz vor dem Ziel im Kescher direkt vor der Terrasse wegschnappt. Maßarbeit nach zuvor stillem Beobachten! Und dieses vorherige unbemerkte Beobachten der möglichen Beute und der Situation, das gerade Bullenhaie und Weiße Haie auszeichnet, kann durchaus als eine Form von Intelligenz betrachtet werden. In diesem Video kann man sehen, wie ein Weißer Hai – ebenso unerwartet für die Angler – den Fisch erhascht.

Und wohl ebenso zielgerichtet entschied sich ein Bullenhai in Florida einen 13-jährigen Jungen namens Jonathan bei einem Surfwettbewerb anzugreifen. Er erwischte diesen zunächst am Bein. Das machen Haie, wenn sie angreifen, gerne, um ihre Neugier ohne großes Risiko befriedigen bzw. die „Beute“ testen zu können und/oder danach zu warten, bis diese durch den ersten Biss schwächer geworden ist. Nach diesem ersten Biss tauchten jedoch umgehend Delphine auf. Auf dem obigen Bild kann man deutlich erkennen, dass ein Delphin schnurstracks den Hai vertreibt. Dieser taucht ab und verschwindet. Der Hai hätte wohl andernfalls nicht mehr abgelassen. Jonathan berichtete hinterher, dass drei Delphine so dicht an ihm dran gewesen wären, dass er sie hätte berühren können. Auf diese Weise schützen Delphine auch ihre eigenen Kinder vor Haien. Jonathans Verletzungen waren relativ geringfügig. Er überlebte fast unbeschadet. Die Delphine hatten ihn gerettet. Und dies ist kein Einzelfall (Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen).

 

Hier ist das Video dazu. Es zeigt kein Blut und auch nicht den Angriff selbst. Es zeigt jedoch, wie tapfer und mit welch kühlem Kopf sich Jonathan nach dem Angriff verhält. Und man sieht kurz die Flosse vom Delphin und wie der Bullhai abtaucht, um die Bühne für das Zweite Leben von Jonathan zu verlassen.

 

 

 


 

 

Vielleicht interessiert Sie auch mein Kommentar zum Höhlendrama in Thailand aus Sicht eines ehemaligen Tauchers.

 

 

Noch mehr über Wasser und Tauchen, aber auch Delphine & Co., finden Sie hier: Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen. 

 

 

In diesem Beitrag geht es um die individuellen und kollektiven Verhaltensweisen der unbedingt erhaltenswerten Dohlen, die in einer Gesamtschau in der Tierwelt nahezu einzigartig sein dürften. Dabei wird auf andere sozialdynamische Lebensformen wie Delphine, Papageien, Stare oder Affen Bezug genommen. Eigene, den Autor sehr berührende Erlebnisse mit Pavianen werden geschildert, deren “Ruf” eine “Beleidigung” für diese Tiere ist. Generell wird daher auch das “große Vermächtnis” von Charles Darwin etwas näher unter die Lupe genommen. Dazwischen kommen viele andere Tierarten vor, selbst Leoparden, Tiger und Löwen, aber auch die „Vergrämung“ des Autors aus seiner vertrauten „Dohlen-Nachbarschaft“. Also nicht nur Dohlen und Delphine werden in Europa „vergrämt“, sondern auch noch andere sog. “trotzende Lebensformen” wie z.B. Menschen. Könnten die – stets geselligen und gut gelaunten – “Dohlen in Gemeinschaft” den Menschen gar Ansatzpunkte aufzeigen, wie diese friedlich in größerer Anzahl miteinander umgehen und sogar leben könnten? Nahezu offensichtlich dürfte die Dohle in den Blickpunkt militärischer und industrieller Interessen gerückt sein (Flugtechnik, Gruppendynamik, Kommunikation etc.). Selbst die Hollywood-Flmindustrie hatte der Dohle Beachtung geschenkt. Dabei könnte die papageienähnliche Dohle auch außerhalb dieser Kreise ihren Stellenwert erhalten, den sie verdient. Dieser Beitrag war nicht geplant (eigentlich nur das obige Bild) und wurde nachträglich immer länger. Bitte über diese „Schnittfehler” etc. hinwegseen. Lesen Sie mehr hier.

 

Erfahrungen mit einer Rippströmung

Brandungsrückströme (sog. Rippströmungen), wie links und unten im Bild abgebildet, verursachen nahezu 85 Prozent aller Ertrinkungsfälle an Stränden. In diesem Fall kam extrem erschwerend hinzu, dass die Hauptwellen zum Strand wegen einer abschüssigen Sandbank seitlich Richtung Rippströmung und Klippen abknickten bzw. abbogen.

Mehr hier.