Vorbem.: Die Überschrift zu diesem Beitrag wurde absichtlich drastisch verfasst, um auf die Doppelmoral „der Europäer“ hinzuweisen. Diese schieben die heutigen Umweltsünden, wie z.B. die industrielle Fischerei und das Töten von Delphinen, Haien etc., gerne anderen Nationen in die Schuhe. Auch, um dadurch politische Vorteile zu erzielen. Jedoch ist in Wahrheit der Kontinent Europa „Vorreiter“ der industriellen Umweltzerstörung und trägt dieses vom Steuerzahler subventionierte Modell zusätzlich in die Welt hinaus. In dem nächsten Link geht es primär um einen Finnwal, der leblos in der Bretagne gestrandet war. Man wollte recherchieren, was der Grund hierfür war. Dabei stieß man auf die offizielle Zahl von angeschwemmten Delphinen, was diesen Beitrag veranlasste. Am Ende wird noch kurz aufgezeigt, wie nah sich Mensch und Delphin doch sind. Und dass diese auch in Europa Begegnungen mit Menschen suchen. Daher sollten wir auf diese Rücksicht nehmen, was in Europa gegenwärtig nicht der Fall ist.

Im Jahr 2017 wurden allein in der Bretagne knapp 300 Delphine tot an die Strände geschwemmt (vgl. Video unter diesem Link). Man hat dieses unschöne Bild von toten Delphinen schon häufig mit eigenen Augen gesehen (vgl. Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen). Im Jahr 2018 sollen es – nach Aussage eines Bretonen – gar ca. 400 gewesen sein. Diese in vielen Fällen noch nicht ganz ausgewachsenen Tiere stammen aus dem Beifang der aus Brüssel subventionierten Fischerei. Wenn man diese Zahl auf ganz Europa hochrechnet, also auf das übrige Frankreich, Spanien, Portugal, Irland etc., dann dürften das Tausende von Delphinen sein, die jedes Jahr im europäischen Nordatlantik wegen der menschlichen Nachfrage an Fisch getötet werden. Und dies kommt einem Massenmord gleich (vgl. Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen).

Um so schöner sind daher Begegnungen mit lebendigen Delphinen, die man in Europa haben kann. In der Bretagne wurden solche Glücksmomente selbst erlebt. Und sogar in der deutschen Ostsee hat sich ein sog. Großer Tümmler blicken lassen. Dieser soll neben dem Boot eines Hafenarbeiters geschwommen und beim Abschied extra noch einmal aus dem Wasser gehüpft sein. Siehe hier.

Und dies geschieht in Europa. Und die Medien berichten nur über Delphinmord in anderen Teilen dieser Welt. In Reportagen spielen sich „die Medien“ als Gutmenschen auf, was die Zerstörung der Meere betrifft. Aber die wahren Ursachen, auch dass der Müll im Nordatlantik überwiegend auf die subventionierte Fischerei zurückzuführen ist, werden dabei verschwiegen. Und Haiflossen werden nicht nur im Pazifik gefischt, sondern auch in Europa aufgrund dieser Subventionen (vgl. Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen). Ein Drittel aller weltweit gehandelten Haiflossen stammt von Fischfangflotten der EU (Quelle: Sharkproject). Das entspricht ca. 25 Millionen Haien im Jahr, die wegen ihrer Flossen von Schiffen der EU – legalisiert durch EU-Verordnungen und subventioniert durch den europäischen Steuerzahler – gefischt werden (Quelle: Wild Aid Report 2014). Der Blauhai kann sich so gut wie nicht mehr fortpflanzen in Europa, da er dort in vielen Fällen die Geschlechtsreife nicht mehr erreicht. Und auch der sog. Riesenhai landet in Europa häufig in Netzen. Dieser orientiert sich am Plankton. Dieses dient auch als Nahrungsgrundlage für Fischschwärme. Und wenn diese vom Menschen „abgeerntet“ werden, zum Teil mit kilometerlangen Netzen, wird dabei auf andere Fische wie Riesenhaie oder auf Delphine und Seehunde keine Rücksicht genommen.

Anm.: Auf seiner Suche nach Plankton unternimmt der Riesenhai lange Wege und nutzt dabei bestimmte Routen. Darunter nicht nur der Nordatlantik, sondern auch deutsche Gewässer wie z.B. das Gebiet um Helgoland. Wie man es an dem nachfolgenden Bild (und in dem noch folgenden Video) sehen kann, ernähren sich Delphine vor allem von Fischschwärmen. Delphine verfügen nicht über die Fettreserven von Walen oder großen Flossenfüßern. Sie haben einen hohen Energiebedarf und benötigen daher regelmäßig ausreichend Nahrung. Mit ihrer Vorgehensweise, in Gruppen zu jagen und dabei die Fische mit der Schwanzflosse zu betäuben, finden sie bei Fischschwärmen ausreichend Nahrung. Daher deren Vorliebe für Fischschwärme, die sie zum Überleben benötigen.

Somit wird von „den Medien“ ständig der böse Umgang mit den Meeren angesprochen. Vor allem in den Naturfilmen. Gleichzeitig dreht es sich in Reisereportagen über Küstenregionen um „zappelnde Fische und Krebse“ im Netz, die als sog. „Meeresfrüchte“ auf dem menschlichen Teller und schließlich in dessen Bauch landen. Und das würde gut schmecken. Und die meisten meinen, wenn sie Fisch aus dem Meer essen, tun sie etwas Gutes, da sie in diesem Augenblick kein Fleisch von geschundenen Säugetieren zu sich nehmen. Während somit die EU-Aristokratie ihre kapitalintensiven Fischfangflotten aus Brüssel subventionieren lässt, schreit der Verbraucher nach Fisch. Und mit diesen Fischen werden automatisch die Delphine getötet (und noch vieles andere als sog. Beifang). Und die Delphine können nur aufgrund ihrer hohen Intelligenz und übermenschlichen Gruppendynamik und Sozialität überleben (vgl. auch Dohlen – gelebte Soziologie / kleine Reise durch die Welt der Tiere), sonst wären diese wundervollen Tiere längst ausgestorben, während über Umweltschutz und Nachhaltigkeit gelabert wird.

Anm.: Dieser Beitrag reiht sich ein in die letzten. Daran sieht man nämlich deutlich, dass es nur zwei gleiche Seiten der Medaille gibt. Auf der einen Seite wird Umweltschutz und Nachhaltigkeit suggeriert und sogar subventioniert. Da wird durch Ökobürokratismus getäuscht, es gäbe eine nachhaltige Bewegung bzw. ein nachhaltiges Interesse, welches Wert darauf lege, die Umwelt zu bewahren. Und in der Praxis räubern exakt diese Kreise die Natur aus, da diese das hierzu notwendige Kapital besitzen (vgl. Uno moniert: 75 Prozent der Erdoberfläche verändert und 93 Prozent der Flussläufe umgebaut / Sog. „Klima“ samt Uno und Nordatlantik im Sturzflug).. Nicht nur durch die Fischerei. Denken wir dabei auch an die „Soja-Fürsten“ oder die „Palmöl-Fürsten“ oder die „Rindfleisch-Fürsten“, die weit in die Urwaldgebiete vorrücken und einen großen Anteil am Artensterben haben. Das sind aristokratische Familien, die dann auf der anderen Seite das Gutmenschentum stiften und die sog. NGOs finanzieren (siehe letzter Beitrag). Die Logen sollen daher nicht so auf „grün“ machen und die Bevölkerung täuschen.

Dieses Video wurde bereits auf diesem Blog gepostet. Das bei Minute 0:49 könnte sogar ein Blauhai gewesen sein. Schwer zu erkennen. Daran sieht man jedenfalls, wie wichtig derartige Fischschwärme im Meer als Hauptnahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Meeresbewohnern sind – darunter Delphine, Große Tümmler, Schwertwale und andere Zahnwale, aber auch Bartenwale oder Haie, Schwertfische, Seehunde, Seelöwen etc.. Und für Vögel. Aber gerade diese Fischschwärme werden im industriellen Stil „weggeerntet“ mit zum Teil kilometerlangen Netzen. Und man vermag sich vorstellen, was passiert, wenn gerade eine Schule vcn Delphinen dort zu Gange ist, um ihren täglichen Hunger zu stillen und die Kinder zu versorgen. Und genauso ergeht es anderen Tieren, die sich in diesen riesigen Netzen verfangen und keinen Ausweg finden können. Dieser sog. Beifang wird, sofern es für ihn keine Verwendung gibt, aus dem Netz geholt und über Bord geschmissen. Daher kann dieser an den Stränden landen (siehe oben). Aber dies dürfte nur ein Teil des Beifanges sein, da ein anderer Teil auf das offene Meer getrieben wird oder auf den Meeresgrund sinkt. Wohin auch immer.

Auch Umweltsünden in Übersee wie z.B. die  industrielle Fischerei oder Walfang, Regenwaldzerstörung, technikorientierte Flussausbauten, Megastaudämme, radikale Landnutzung etc. sind meist international bedingt. Diese finden unter dem Machtgerüst der westlichen Nationen statt. Damit sind noch viele andere Bereiche verbunden wie z.B. Maschinenbau, Hoch- und Tiefbau, Transportwesen und Logistik, Banken, Versicherungen und sonstige Dienstleister etc. Diese Bereiche profitieren ebenso davon. Ein selbst erlebter Fall des illegalen Walfangs in Indonesien fand unter Zeugnis einer weltbekannten und völlig emotionslosen Umweltorganisation statt. Diese drehte dort gerade einen Tierfilm und verweigerte jedwede Unterstützung der freiwilligen „Tauch-Aktivisten“ und Einheimischen, die etwas dagegen unternahmen. Dieser Gruppe schloss man sich als damaliger Taucher an (vgl. Warum trägt …). Und bei anderen Naturfreveln ist das ähnlich. Ob Weltbank-System oder Subventionen aus Brüssel. Für den Gewinn und Machterhalt wird die systemische Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen in Kauf genommen. Das Cover einer recht aktuellen Ausgabe des SPIEGEL zeigt jedoch – nach der vorherigen Finsternis nach Merkel – eine grüne bzw. nachhaltige Richtung an. Und wann wird damit begonnen? Muss es zuvor erst ganz „finster“ i.S. von SPIEGEL werden?

Haie sieht man am Nordatlantik selten als Beifang am Strand liegen. In einer TV-Dokumentation über Haie in Europa hieß es, für diese gäbe es dort keine Verwendung. Diese wichtigen Raubtiere seien Opfer der östlichen Scharlatan-Medizin etc. Die obigen Zahlen beweisen etwas ganz anderes. 25 Millionen Haie im Jahr, die wegen ihrer Flossen von Schiffen der EU gefischt werden. Und daran sieht man, dass über die Medien, aber auch Politik und Verbände, ganz bewusst wichtige Ursachenzusammenhänge verschwiegen und die Probleme nach Osten (China etc.) abgeschoben werden, um in Europa einen grünen Heiligenschein aufzubauen, den man jedoch in der Realität dort nur schwerlich finden bzw. wahrnehmen kann. Und die in der heutigen Zeit veröffentlichten Zahlen über das Artensterben und die Umweltzerstörung (siehe oben zum UN-Bericht) bestätigen leider exakt das, was hier geschrieben wird. Es wird über die Ursachen der heutigen Probleme getäuscht (in diesem Beispiel betrifft dies das Thema Meer), damit diese Missstände von den Bevölkerungen nicht bewältigt werden können. Und zudem, damit sich die Verantwortlichen, die jene Zerstörung zum Teil industriell betreiben (s.o.), d.h. sich dabei enorm bereichern, aus der Verantwortung stehlen können.

In den Häfen kann man sehen, dass das relativ wenige (symbolträchtige) Firmen sind, die eine Flotte von großen Schiffen mit riesigen Netzrollen besitzen. Im Meer gibt es weder Regeln, was die Fischerei betrifft, noch gibt es für diese Grenzen. Die bretonischen Fischer ärgern sich über Flotten aus Spanien oder Portugal, die in den Gewässern der Bretagne auftauchen. Und die bretonischen Flotten treibt es hoch in den Norden bis nach Island, um mit vollen Netzen zurückzukommen. Dabei stoßen diese bestimmt auf die Flotten des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirlands. Und die Flotten der Isländer und Skandinavier mischen oben im Norden auch noch mit. Es ist daher nahezu ein Wunder, dass es im europäischen Nordatlantik noch lebendige Delphine gibt.

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Das nachfolgende Video wurde schon unter Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen gepostet und beschrieben. Es zeigt, dass bereits eine einzige Nylonschnur das Leben eines Delphins ernsthaft bedrohen kann. Dieser Delphin aus den Gewässern Hawaiis sucht dort in der Nacht eine Gruppe von Tauchern auf, damit diese ihn von der Schnur befreien. Schließlich verfügen Delphine über keine Hände. Und selbst mit bloßen Händen tut man sich mit solch scharfen Schnüren schwer. Der Taucher löst dies auf vorbildliche Weise, indem er dies sehr einfühlsam erledigt, ohne dem bereits geschwächten Delphin unnötige Kräfte durch Stresserzeugung abzuverlangen:

Dieses Video wurde aktuell hierzu gefunden. Es soll zeigen, wie Delphin und Taucher sich nach fünf Jahren wiedergetroffen haben. Somit hat der Delphin überlebt, was sich wohl alle gewünscht hatten, die dieses Video sahen. Und er konnte sich auch noch nach Jahren an seinen Retter erinnern:

Das ist plausibel. Zum einen ist dies ein erfahrener Taucher, der gelernt hat, Tiere zu unterscheiden. Zum anderen tragen Delphine markante Erkennungszeichen (Flecken, Narben etc.). Außerdem verfügen diese über individuelle Aussehens- und Verhaltensweisen. Delphine besitzen zudem ein hohes Erinnerungsvermögen. Dieses ist Voraussetzung für deren übermäßig schnelles Lernverhalten. Und bei ihren Spielchen haben diese es sogar auf unsere vierbeinigen Freunde abgesehen:

Nicht nur bei Minute 0:40 hat der Hund leichte Orientierungsprobleme. Das machen Delphine gerne, d.h. kurz abtauchen, um an einer anderen Stelle wieder überraschend aufzutauchen. Hier um „Katz und Maus“ mit dem Hund zu spielen. Um diesen bei Laune zu halten, streift der Delphin immer wieder recht knapp an ihm vorbei, was der Hund meist mit einem Bellen quittiert und ihn dazu veranlasst, weiterhin im Kreis zu schwimmen. Für diese zwischenzeitliche „Dressur-Einlage“ benötigt der Delphin weder einen leckeren „Köder“ noch einen verlockenden Ball oder gar einen bedrohlichen Stab. Das ist schlicht eine hohe Form von Bewegungsverhalten, für die es auch keiner Töne bedarf (vgl. hierzu mit Blick auf die enormen gruppendynamischen Effekte solcher Fähigkeiten von sozialorientierten Tieren wie Delphinen, Dohlen oder Pavianen: Dohlen – gelebte Soziologie / kleine Reise durch die Welt der Tiere).

Zwar stehen Delphine, vor allem deren Jungtiere, durchaus auf der „Speisekarte“ großer Haiarten. Jedoch verhält es sich bei Delphinen ähnlich wie mit Dohlen und deren Fressfeinden. Wenn Delphine die Haie im Blick haben, also nicht von diesen überrascht werden, dann haben jene diese normalerweise „im Griff“ aufgrund ihres überlegenen Bewegungsverhaltens. Dabei können Delphine, gerade wenn mehrere Tiere zusammenwirken, höchst dominant werden, ohne dabei „angreifen“ zu müssen. Selbst sog. Bullenhaie verschwinden dann meist lieber freiwillig, so dass Delphine diese Fähigkeiten auch nutzen, um Menschen das Leben zu retten: Das Zweite Leben von Jonathan. Jonathan berichtete hinterher, dass drei Delphine so dicht an ihm dran gewesen wären, dass er sie hätte berühren können. Auf diese Weise schützen Delphine auch ihre eigenen Kinder vor Haien. Und dies war gewiss kein Einzelfall, wie es eine unüberschaubare Anzahl von Erfahrungsberichten von Surfern oder Schwimmern zeigt.

Im nachfolgenden Video macht ein aufgeweckter Hund sein Herrchen auf ein in der recht harschen Brandung gestrandetes Delphinbaby aufmerksam. Dieses konnte dadurch mit der gemeinsamen Hilfe von Mensch und Hund in das Wasser zurückfinden. Das Delphinbaby schien noch recht fidel zu sein. Bleibt zu wünschen, dass die Delphin-Mutter ihr Baby wieder gefunden hat. Verwaiste Delphinkinder werden jedoch auch von anderen Delphin-Gruppen aufgenommen und versorgt.

Der zweibeinige Retter taufte das Delphinbaby auf den Namen „Buddy“. „Leila“, so der Name des vierbeinigen Helfers. Daran sieht man jedenfalls, wie „nah“ sich Menschen, Hunde und Delphine sind bzw. sein können. Sollten wir daher nicht mehr Rücksicht auf diese flippigen Zeitgenossen nehmen?

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Dass auch die europäischen Delphine dem Menschen gegenüber zutraulich sein können, zeigt die eingangs erwähnte Begegnung eines Bootsmannes mit einem Großen Tümmler in der Lübecker Bucht. Oder Bilder wie dieses aus der Bretagne. Gelegentlich kommen dort Delphine in die Häfen ganz nah an die Menschen heran. In diesem Fall in dem Küstenstädtchen Audierne in der West-Bretagne. 2015 hatte dort ein einzelner Delphin eine unter zahlreichen Zuschauern stattfindende Schiffsvorführung bis an das Dock heran begleitet.

Immer wieder tauchten einzelne Große Tümmler in der Bretagne über längere Zeiträume auf, um Begegnungen mit den Menschen zu suchen (siehe Bild). Diese reisten zum Teil von weit an, um diese beeindruckenden Tiere in freier Wildbahn derart nah erleben zu können. Dies zeigt, dass diese Tiere auch in Europa durchaus Vertrauen in den Menschen schöpfen könnten, ähnlich wie das heute bereits in anderen Gebieten dieser Welt üblich ist (Florida, Australien, Südafrika etc.). In Südafrika konnte erlebt werden, dass die Delphine zu speziellen Zeiten an spezielle Orte kamen. Vor allem am frühen Vormittag, um sich in der Morgensonne im flachen Wasser zu wärmen oder in den Wellen auf die ersten Surfer zu warten. Nicht umsonst wurde dieser Abschnitt der Küste in Kwazulu Natal offiziell „Dolphin Coast“ benannt.

Es war auch in Südafrika, wo man selbst zum ersten Mal erfuhr, dass es diese Großen Tümmler gibt, die in der Bretagne gelegentlich an die Küste kommen, um die Menschen zu verwundern (s.o.). In einem Buch, das von außergewöhnlichen Begegnungen zwischen Menschen und Tieren handelte. Dieses lag in einem Backpacker in Südafrika für die Reisenden aus. In Deutschland oder in der Bretagne selbst hatte man davon weder etwas gehört noch gelesen. Man hatte jedoch auch nicht darauf geachtet, da man sich dies bis dahin noch gar nicht dort vorstellen konnte.

Das nebenstehende Bild zeigt eine Begegnung zwischen einem Menschen und einem jungen Wal an jener „Delphin-Küste“ in Südafrika. Wenn man dort mit dem Schlauchboot zu den Tauchgründen gebracht wird, sieht die Begleitung meist so wie hier aus. Auch die Wale kommen dort sehr nah ans Boot. An jener Küste hatte man sich nach dem Studium bei einem etwas längeren Aufenthalt einen Kindheitswunsch erfüllt, nämlich Delphinen und Walen auch einmal ganz nahe sein zu dürfen (und um ausgiebig zu tauchen und dabei auf dem Meer sein zu können). Und dies ereignete sich inzwischen auch in Europa. In der zuvor abgebildeten Bucht mit den beiden Tauchern und dem Großen Tümmler an der bretonischen Pointe du Raz hatte man selbst ein intensives Erlebnis mit Delphinen. Und dies völlig unerwartet, auch da man dies dort zuvor noch nicht so erlebt hatte, gleich mit einer ganzen Schule von Delphinen, die ihre Babys – ähnlich wie dieses oben im Video – ganz nah bei sich hatten. Dies geschah in der Abenddämmerung. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit verließ die Delphinschule geschlossen die Bucht und schwamm bzw. hüpfte auf das offene Meer hinaus – dem gen Westen noch leuchtenden Abendhimmel entgegen.

Dieses Bild zeigt die Landschaft an jenem Westkap der Bretagne. In dem Moment, als diese Aufnahme entstand, fielen plötzlich zwei Lichtkegel vom ansonsten recht betrübten Himmel. Der eine traf die Mitte der Bucht an der Pointe du Raz. Der andere, dem man im Hintergrund noch leicht erkennen kann, erhellte die Insel Île de Sein.

Die Bretagne verfügt somit noch über keine offizielle „Delphin-Küste“, aber immerhin über eine inoffizielle „Delphin-Bucht“. Delphine mögen dieses Gewässer, da es reich an Felseninseln ist, die sich wie ein Band zwischen dem hier im Hintergrund abgebildeten Festland und der Insel erstrecken. Die meisten Schiffe umfahren diese strömungs- und hindernisreiche Meerenge am äußersten Westzipfel von Frankreich. Diese hatte bereits früh in der Geschichte der Seefahrt als sog. „Seemannsgrab“ Beachtung gefunden. Wenn man die Felsen vom Schiff aus sähe, sei es für Ortsunkundige („Fremde“) zu spät, sagt man. Piraten sollen dort auf in Not geratene Handelsschiffe gewartet und diese bei Dunkelheit sogar mit schaukelnden Lichtquellen irritiert haben, wie z.B. mit Petroliumlampen, die dafür um den Hals von umherlaufenden Kühen gebunden wurden. Der nächstgelegene Strand am Festland, heute ein recht bekannter Surfspot, wurde deshalb La baie des Trépassés, also „Bucht der Verschiedenen“, benannt. Und so gefährlich derart knapp über und unter der Wasseroberfläche liegende Felsformationen für die Schifffahrt sind, können sich die Delphine zwischen den vielen Felsen zurückziehen und schützen (ebenso Seehunde nutzen dort solche Felsengruppen). Um die Felsen herum finden diese bestimmt auch kleinere Schwärme von Fischen, die von der industriellen Fischerei wegen der vielen Felsenhindernisse nicht „abgeerntet“ werden können, womit wir wieder am Anfang dieses Beitrags angelangt wären.

Nicht etwa „die Menschen“ oder gar Politik oder NGOs schützen den europäischen Nordatlantik und dessen Meeressäuger. Stattdessen örtliche Begebenheiten wie zum Beispiel Felsengruppen, die den subventionierten Kommerz bzw. Raubbau am EU-Meer aus technisch bedingten Gründen bremsen. Und diese hierbei zum Ausdruck kommende mentale Einstellung „der Europäer“ gegenüber den eigenen Meeren und dessen Bewohnern wie Delphinen könnte bzw. sollte sich ändern. Und hierzu müssen auch unangenehme Fakten, wie die eingangs bei Delphinen und Haien geschildert, bekannt werden, da diese zum besseren Verständnis der heutigen Lage benötigt werden. Auch um zu erkennen, auf welche Weise man besser mit den Meeren umgehen könnte.

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Ein Großteil des Mülls im Nordatlantik stammt von der Fischerei (siehe Bilder). Im Mittelmeer dürfte dies nicht viel anders sein. Darunter endlos Schnüre, Leinen und Netze. Aber auch Plastikgegenstände wie Behältnisse etc. und der Alltagsmüll, der auf Schiffen anfällt (Verpackungen, Labellos, Einwegrasierklingen etc.). Plastik wird über die Zeit spröde und zerfällt in unzählige Einzelteile mit recht scharfen Kanten. Das Schweröl an der bretonischen Küste ist chonisch veranlagt, d.h. Standard. Dieses landet schließlich an den Felsen, die deshalb stellenweise schwarz gefärbt sind. Hinzu kommen in Europa Chemikalien im Meer wie das inzwischen verbotene PCB (polychlorierte Biphenyle). Dieses fände über die europäischen Müllkippen den Weg dorthin. Darunter sollen vor allem die Meeressäuger leiden, da diese viel Fisch konsumieren, der damit angereichert ist. PCB soll zu deren Unfruchtbarkeit beitragen. Tatsächlich gibt es keine einzige Schwertwal-Schule (Orcas) mehr, die ganzjährig in der Nordsee lebt, und nur noch wenige Individuen sollen vor der Westküste Englands leben. Diese hätten erhebliche Fortpflanzungsprobleme. Im Fett und in der Haut von Delphinen, die im Ärmelkanal leben, wurden ebenso hohe Schadstoffgehalte festgestellt. Zwar ist es heute generell „schick“, das Thema „Müll im Meer“ zu diskutieren und damit in der Öffentlichkeit Sympathie-Punkte i.S. einer rein formellen „Werteskala“ zu sammeln. Staaten, Politik und NGOs gehen dieses Problem jedoch nicht an und täuschen stattdessen bei der Ursachenforschung (s.o.). Vor allem mit Blick auf die europäischen Meere gilt das, die kommerzbedingt in einem hohen Maße vom Kontinent Europa verschmutzt und abgefischt werden. Von jedweder Hilfe alleine gelassen, formieren sich daher – wie hier in der Bretagne – kleine Gruppen von Einheimischen, welche die Strände säubern. Das sind Menschen, die nicht dabei zusehen wollen, wie ihre Strände vermüllen. Diese packen vor Ort an, während viele andere nur darüber reden, ohne dabei die wahren Ursachen dieser Verschmutzung zu benennen.