Von etwa 450 Haiarten greifen lediglich rund 5 Arten relativ selten Menschen an. Dabei handelt es sich oft um ein Versehen. Der Bullenhai (sog. Bull Shark) gehört zu diesen wenigen Haiarten, die Menschen angreifen. Er ist ein sog. „Allesfresser“ und jagt ufernah exakt dort, wo sich Surfer und Schwimmer zumeist aufhalten. Er ist auch einer der wenigen Haie, die ein örtliches Revier gegen unerwünschte „Eindringlinge“ verteidigen, so wie hier bei Jetskiern. Er schwimmt zudem gerne in Flüsse und Seen, wo er gewöhnlich auf „Land-Säugetiere“ als Beute trifft. Er ist wohl deshalb auch naturgemäß derjenige Hai, der am häufigsten Menschen angreift (insbesondere in Australien, Florida und Südafrika). Angesichts der hohen Anzahl von Menschen, die sich jeden Tag in den Meeren als Surfer, Schwimmer, Taucher, Schnorchler, Fischer etc. weltweit befinden, müssen diese Angriffe jedoch als relativ selten bezeichnet werden. Wenn der Bull Shark angreift, dann gibt es jedoch meist kein Entkommen. Während der Weiße Hai nach einem Biss oft ablässt, da er an Robben und weniger an Menschen interessiert ist, setzt der Bull Shark seinen Angriff gewöhnlich bis zum bitteren Ende fort. Dabei ist er äußerst robust und stark. In seinem natürlichen Lebensraum (Küsten, vor allem Flussmündungen, aber auch Flüsse und Seen, in Afrika, Australien etc.) muss er sich zwischen Krokodilen, Nilpferden oder Elefanten- und Büffelherden behaupten können. Das macht ihn zum kühnen „Kämpfer“. Er soll auch über mehr Testosteron (Hormone des Mannes und von Angelodon) verfügen und schmerzunempfindlicher als andere Haiarten sein. So „dumm“, wie er klassifiziert wird, dürfte er hingegen nicht sein, wenn man sieht, wie er hier einem Angler-Pärchen gewieft und für dieses völlig unerwartet den (gepeinigten) Fisch kurz vor dem Ziel im Kescher direkt vor der Terrasse wegschnappt. Maßarbeit nach zuvor stillem Beobachten!

Und wohl ebenso zielgerichtet entschied sich ein Bull Shark in Florida einen 13-jährigen Jungen namens Jonathan bei einem Surfwettbewerb anzugreifen. Er erwischte diesen zunächst am Bein. Das machen Haie, wenn sie angreifen, gerne, um ihre Neugier ohne großes Risiko befriedigen bzw. die „Beute“ testen zu können und/oder danach zu warten, bis diese durch den ersten Biss schwächer geworden ist. Nach diesem ersten Biss tauchten jedoch umgehend Delphine auf. Auf dem obigen Bild kann man deutlich erkennen, dass ein Delphin schnurstracks den Hai vertreibt. Dieser taucht ab und verschwindet. Der Hai hätte wohl andernfalls nicht mehr abgelassen. Jonathan berichtete hinterher, dass drei Delphine so dicht an ihm dran gewesen wären, dass er sie hätte berühren können. Auf diese Weise schützen Delphine auch ihre eigenen Kinder vor Haien. Jonathans Verletzungen waren relativ geringfügig. Er überlebte fast unbeschadet. Die Delphine hatten ihn gerettet. Und dies ist kein Einzelfall (Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen).

 

Hier ist das Video dazu. Es zeigt kein Blut und auch nicht den Angriff selbst. Es zeigt jedoch, wie tapfer und mit welch kühlem Kopf sich Jonathan nach dem Angriff verhält. Und man sieht kurz die Flosse vom Delphin und wie der Bull Shark abtaucht, um die Bühne für das Zweite Leben von Jonathan zu verlassen.

 

Anhand der Kommentare bei youtube kann man übrigens gut erkennen, dass auch in diesen Bereichen die tägliche „Medien-Propaganda“ tief  bei den meisten Menschen ankommt bzw. sogar sitzt. Soweit nämlich auf das Töten von Delphinen abgestellt wird, fällt hierbei meist immer nur das Wort „Japan“. Dabei werden Delphine nahezu überall und vor allem in Europa getötet. Erstens, weil dort von Fischern gezielt auf sie geschossen wird, da sie zu viel Fisch essen würden (in der Bretagne meiden die Delphine wohl vor allem deshalb die Küste ganz massiv; bisher traf man diese dort nur abends an, wenn die Franzosen kollektiv zu Tisch sitzen). Zweitens, weil Mensch wohl nirgends in der Welt weniger Fisch für Delphine & Co. im Meer belässt. Drittens, da sich wohl nirgends in der Welt mehr Netze (Delphine als Beifang;), Chemie (PCB), Schweröl und Müll (darunter unzählige Nylonschnüre, Netzteile, Plastikköder und Haken von der Ficherrei und den Anglern) in den Meeren befinden als im sog. „umweltbewussten“ Europa, was „die Medien“ generell verschweigen, weil es nicht zum suggerierten „Heiligenschein“ von Europa passt. Ebensowenig zum Primat vorbildlicher Missionsarbeit weltweit. Und wer würde dann noch die Umweltverbände ernst nehmen oder Geld an Organisationen wie Greenpeace oder WWF spenden? Delphine und andere Meeressäuger haben in Europa keine „Lobby“. Nirgends in der Welt haben diese einen schwierigeren Stand. Und dies ist ein Armutszeugnis für „Umwelt-Europa“.

 

Genau diese Sorte von Tauchernangespornt durch die sensationslüsternen Berichterstattungen, ist mitverantwortlich für das vielerorts gesteigerte Interesse von Tigerhaien an Tauchern, Schnorchlern und Schwimmern. Und somit auch an den damit verbundenen Angriffen, die – wie z.B. hier auf den Kokosinseln – tödlich verlaufen können. Haifütterungen sind ein absolutes Tabu. Auch reine Sensationsgier bei ansonsten recht dürftiger bzw. einfältiger Berichterstattung, wie das auf SPIEGEL ON LINE regelmäßig der Fall ist. Mehr zu Haien unter

Der arme Weiße Hai aus dem Mittelmeer

Hat Steven Spielberg Angst vor dem Weißen Hai?

Zu dem oben verlinkten Haiangriff, dem wohl eine Kette von menschlichen Fehlern vorausging, hatten wir es hier:

Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen

 

Fazit: Lassen wir uns besser nicht von „den Medien“ oder sonstigen „Haien“ unter glitzernde Trance setzen!

 

Klick TV off (Kick off!)                            Deep Web Journalists

 

Was auch immer diese Gruppe von thailändischen Jugendfussballern mit ihrem Trainer am 23. Juni bewegt hatte, in der Regenzeit in dieses riesige Höhlensystem zu steigen. Nun sind sie dort vom Wasser gefangen. Und ausgerechnet 12 Jungs und 1 Trainer, worauf auch viele Medien ständig herumreiten. Aber darum soll es jetzt wirklich nicht gehen.

Die Jungs sollen nun samt Trainer nach heutigem Wissensstand den Ausweg über das geflutete Höhlensystem nehmen (siehe Grafik). Dabei sollen sie auf mehreren Strecken unter Wasser tauchen (ca. 1 km insgesamt, also eine lange Tauchstrecke). Inzwischen eingefunden haben sich dort spezielle Rettungstaucher aus Australien und Europa. Das sind sozusagen absolute Spitzentaucher, die auch ohne Sicht im Morast tauchen und „arbeiten“ können. Ein thailändischer Rettungstaucher kam gestern tragischerweise ums Leben. Er brachte Sauerstoff zu der „gefangenen“ Gruppe in die Höhle. Auf dem Rückweg soll er das Bewusstsein verloren haben. Es sei ihm die Luft ausgegangen oder seine Ausrüstung sei beschädigt worden. Wenn es stimmt, dass einzelne Passagen nur ca. 40 cm breit sein sollen, dann kann man sich dort natürlich – bei faktisch nicht vorhandener Sicht – leicht das Tauchequipment beschädigen, so dass es einem das Ventil der Flasche samt Luft „um die Ohren hauen“ kann. Denn dieser Taucher war ein ehemaliger Spezialist von den Navy Seals, und denen geht normalerweise nicht einfach die Luft unter Wasser aus, weil sie das stetig im Blick haben. Und damit wären wir schon beim großen Problem angekommen, nämlich dem des „im Blick haben“. In einer solchen Situation, in denen mehrere Kilometer in einem sich abwechselnd entweder teilweise oder ganz überfluteten Höhlenlabyrinth zurückzulegen sind, da fehlt – zumindest den zuerst am Ort anwesenden Tauchern – der „Überblick“. Gerade der Zeitfaktor „vorhandene Luft im Tank“ kann hierbei leicht unterschätzt bzw. einem zum Verhängnis werden. Oder es kommt auf der Strecke zu unvorhergesehenen Problemen, die mehr Zeit als geplant und damit auch mehr Luft benötigen. Denn wenn ein ehemaliger Profitaucher dort stirbt, dann ist das natürlich kein gutes Zeichen, zumal einige der Kinder nicht einmal schwimmen können. Und sie haben viel Kraft verloren. Sie wurden erst nach vielen Tagen von Tauchern gefunden. Nun werden sie aufgepäppelt und von den Rettungstauchern in die Aktion eingeweiht mit Tauchübungen etc. Dass bereits ein Rettungstaucher tödlich verunglückt ist, hat man ihnen offenbar aus psychologischen Gründen nicht gesagt. Das ist wohl auch gut so.

Das Zeitfenster für die Rettungsaktion soll knapper werden, da neue starke Regenfälle drohen. Und dieser Regen sickert durch den Kalkstein exakt in dieses Höhlensystem hinein. Es soll somit zusätzlich auch noch Zeitdruck bestehen. Bereits jetzt wird so viel Wasser aus dem Höhlensystem gepumpt, wie es möglich ist. Aber die Kinder und ihr Trainer sind sehr weit vom Eingangsbereich der Höhle entfernt. Man sagt, es seien ca. 4,5 Kilometer (siehe Grafik). Das ist eine enorme Strecke in einer halb überfluteten Höhle. Zwei der Jugendlichen sollen auch zu erschöpft sein für eine derartige Rettungsaktion. Wir wollen das allerbeste hoffen. Aber es wird extrem schwer werden. Das wissen nicht nur erfahrene Taucher, die das niemals freiwillig tun würden. Und wenn ein paar Kinder auf dem Weg Panik bekommen sollten, allein wegen Platzangst, dann ist die gesamte Gruppe samt Rettungskräften in Gefahr. Und weil die Gefahr so gewaltig groß ist, kamen diese erfahrenen Spezialtaucher aus der ganzen Welt, die ihr eigenes Leben riskieren. Einer der Taucher bezeichnete den engen und verwinkelten Schacht, der zu den Kindern führt, und das braune Wasser mit schlechter Sicht als äußerst klaustrophobisch.

Wir drücken jedenfalls die Daumen und freuen uns, dass da wirklich gut geholfen wird und dass Australien und Europa seine besten Taucher geschickt hat, um die Thailänder zu unterstützen. Wenn die es nicht schaffen sollten, dann hätten es wohl auch keine anderen geschafft. Die Retter sind da! Es kommt somit auf die Jungs an, ob sie ihre Nerven auf dem langen Weg behalten. Es kommt auf ihre Nerven an. Also Daumen drücken!

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Sofern die Jugendlichen samt Trainer wirklich diesen Weg aus der Höhle nehmen müssen, dann wird das wohl wie folgt ablaufen. Es wird mit einem langen Seil operiert. An dieses Seil werden sich die Rettungstaucher und die Jugendlichen nacheinander ketten. Die Rettungstaucher sind im Rahmen dieser Kette auf ganz vorne und hinten und zwischen den Jugendlichen verteilt. Diese werden wohl nicht selbstständig tauchen. Man wird ihnen die Luft mit der Hand reichen, so dass diese unter Wasser „nur“ atmen und in der Kette bleiben müssen. Unter Umständen wird die Gruppe bei dieser Aktion aufgeteilt oder auch mit den Kindern jeweils einzeln getaucht. Das kann man nur vor Ort einschätzen. Je größer die Gruppe ist , desto mehr Probleme gibt es in der Regel auch. Bei den Engstellen wird es sehr kritisch werden, allein wegen des Staus und Platzangst. Aber auch wegen der dort vorhandenen Strömungen. An diesen Stellen muss äußerst sorgfältig vorgegangen werden. Und darauf werden sich die Rettungstaucher bereits jetzt speziell vorbereiten. Bei den Strecken, bei denen nicht getaucht werden muss, könnten sich die Kinder etwas erholen und gebrieft werden für die noch folgenden Tauchpassagen. Mit dieser Strategie könnte es theoretisch funktionieren, solange keine Panik unter den Kindern ausbricht oder andere (unerwartete) Dinge geschehen wie Einsturz von Höhlenwänden etc..

Das Tauchen in Höhlensystemen stellt generell die höchsten Ansprüche an Taucher. Zum einen kann dort die Sicht auf „Null“ reduziert sein. Zudem sind die Örtlichkeiten oft sehr beengend und die Hindernisse meist kantig und unregelmäßig vorhanden. Man kann sich dort auch verirren. Zudem ist es schwer, im engen und wechselnden Raum die eigene Tiefe einzuschätzen bzw. zu regulieren. Bei Problemen kann nicht so einfach aufgetaucht werden. Höhlentauchen ist daher immer gefährlich, selbst wenn das Wasser glasklar sein sollte, wie es in Höhlensystemen in Mexiko bei Yucatan der Fall ist. Aber auch dort wird mit Seilen auf meist vorgegebenen Routen operiert und nur erfahrene Taucher sollten dies machen. Viele der tödlichen Tauchunfälle geschehen nicht umsonst an schrägen Steilwänden von Seen, wo es ähnliche Probleme geben kann.

Der „Weiße Hai“ ist hiergegen und generell relativ harmlos:

Der arme Weiße Hai aus dem Mittelmeer

Hat Steven Spielberg Angst vor dem Weißen Hai?

Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen

Update vom 7.7.2018:

Erfahrene Taucher haben, ob in Deutschland oder den USA, massive Bedenken an einer derartigen Rettungsaktion geäußert. Diese teilen wir. Denn wenn es zu Panikanfällen bei Kindern kommt, dann wird das unweigerlich schief gehen. Und die Retter sind dann ebenso in Gefahr. Menschen, die beim Tauchen Panik bekommen, schlagen in der Regel wild um sich – und dies in engen Schächten. Dies könnte auch passieren, wenn man mit den Kindern einzeln taucht und sie an der Hand nimmt. Daher ist die Entscheidung wohl auch noch nicht gefallen. Man ist sich unsicher, weil man das Verhalten der Kinder auf dem Weg nicht vorhersehen kann, selbst wenn sich die Rettungstaucher optimal verhalten sollten. Um diese Situation bestehen zu können, müssten sich somit Retter und Kinder nahezu optimal verhalten – und dies bei diesen extremen Bedingungen.

Update vom 8.7.2018:

Offiziellen Angaben zufolge soll die Rettung begonnen haben. Man habe sich entschieden, mit jedem Jugendlichen einzeln zu tauchen. Dabei werden diese jeweils von zwei Rettungstauchern begleitet. Dies ist eine gute Entscheidung, denn wenn ein Kind Panik bekommen sollte, dann kann es andere Kinder nicht gefährden. Zwei Taucher, einer vorne und einer hinten, könnten unter Umständen ein panisches Kind stabilisieren und wieder zum Atmen bringen. Es wird somit der „sicherste“ Weg der „Tauchalternative“ gewählt. Die Kinder werden wohl nicht selbstständig tauchen. Man wird ihnen die Luft mit der Hand reichen. Im Optimalfall sollten sich diese ganz ruhig verhalten und einfach „nur“ durch das Gerät atmen. Alles andere erledigen die Taucher, die den Weg inzwischen gut kennen bzw. studiert und ihre speziellen Erfahrungen auf dieser Strecke ausgetauscht haben. Knapp 20 Taucher beteiligen sich an der Rettung. Drücken wir die Daumen, da es aufgrund der langen Distanz, die getaucht werden muss (siehe Grafik), schwer werden wird.

Ein bekannter Höhlentaucher und -forscher meinte, diese Sache hätte, egal wie sie ausginge, schon ganz besondere „Helden“, nämlich die ersten beiden Taucher, laut BBC spezialisierte Höhlentaucher aus England, welche die Kinder fanden. Und in der Tat waren diese in den beengensten Verhältnissen, die man sich vorstellen kann, in einer Höhle, die gar keine „normale“ Tauchhöhle ist, sondern eine trockene, die überflutet wurde, in das stockfinstere und ungewisse Nichts getaucht, um zu suchen (siehe auch diese Grafik). Und sie haben die Kinder gefunden (und auch extrem beruhigen können), und sogar den Rückweg überlebt. Er wies zudem zurecht darauf hin, dass in solchen Situationen nur die „Ruhe“ zähle. Die Militärs, welche die dortige Führung besäßen, würden hingegen zu „Hau-Ruck-Aktionen“ neigen. Er sprach daher auch als Option an, die Regenzeit abzuwarten und ein Konzept zu entwickeln, die Kinder in dieser Zeit bei Laune zu halten. Aber nun hat die extrem schwierige Rettung begonnen. Und jeder Taucher, der es schafft, ein Kind bei diesen Verhältnissen herauszuholen, ist ebenso ein „Held“.

Diese Grafik lässt einen noch etwas skeptischer werden, sofern diese stimmen sollte. Denn zunächst war die Rede davon, dass es zwischendurch Stellen gäbe, an denen nicht getaucht werden müsste. Nach dieser Grafik schaut es jedoch so aus, als wäre dies ein durchgehendes Stück. Und dieses ist sehr lang und hat zahlreiche „Schikanen“ bzw. Hindernisse parat, wie man es auf dieser Grafik sehen kann. Allerdings steht auf der Grafik selbst dazu „mehrheitlich geflutet“. Die Taucher werden es wissen und das Risiko bewertet haben. Sie trauen es sich offenbar zu, sonst würden sie es nicht tun.

Update vom 8.7.2018:

Vier Jungs sollen es schon geschafft haben, heißt es ganz aktuell. Es sollen die Schwächsten in der Gruppe gewesen sein. Gut, dass man mit diesen gestartet ist. Das bedeutet, die Taucher haben es offenbar im Griff.

Update vom 8.7.2018:

Für heute bleibt es dabei: Vier Jungs haben es schon geschafft. Die Rettung wurde unterbrochen, um sich auf die Bergung der übrigen Kinder optimal vorbereiten zu können. Einzelheiten wurden ganz aktuell bekannt. Die Jungs wurden medizinisch betäubt, damit sie nicht in Panik geraten. Dies sagte ein dänischer Taucher, der in Thailand eine Tauchschule besitzt und sich als geübter Höhlentaucher dem Team von Rettungstauchern freiwillig angeschlossen hatte. Die Kinder seien jedoch nicht vollständig anästhesiert gewesen, sondern nur soweit, dass sie nicht in Panik geraten konnten. Dies ist genau das, was wir oben geschrieben hatten. Nur die absolute Ruhe kann die Kinder retten. Die Taucher erledigen alles für die Kinder. Panik auf der Strecke wäre eine Katastrophe für alle Beteiligten und würde auch die Taucher in Gefahr bringen. Diesem Risiko konnte durch die „Betäubung“, so krass wie das für manche klingen mag, begegnet werden. Wir wollten oben schon schreiben, dass eine hohe Dosis Baldrian für die Kinder eine gute Vorbereitung wäre. Die Retter haben somit bisher alles prima gemacht – und die vier Kinder auch. Hoffen wir, dass es so bleibt.

Update vom 9.7.2018:

Nach aktuellen Angaben von CNN sollen Augenzeugenberichten zufolge vier weitere Jungs gerettet worden sein. Das ist noch nicht amtlich. Wenn das stimmen sollte, dann haben die Taucher das im Griff. Aber noch sind nicht alle draußen.

Eine Mischung aus Militärtauchern der Thai NavySeals, Rettungstauchern aus Australien, britischen Höhlentauchern und anderen Spezialtauchern insbesondere aus Kanada, Dänemark und Finnland bahnt sich den Weg durch das enge, stockfinstere und überflutete „Gesteins-Wirrwarr“ zu den Kindern. Auf diesem Bild kann man gut das bereits oben angesprochene Seil erkennen, das „installiert“ wurde und aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse, der starken Strömungen und der sonstigen vielen Gefahren, die dort auf dieser langen Strecke warten, nicht nur den Kindern, sondern auch den Rettungstauchern als Orientierung und zur Unterstützung dient. Man sieht zudem recht deutlich, dass das Equipment auf das nötigste beschränkt bzw. „schmal“ gehalten ist – wohl wegen der besonders beengenden Örtlichkeiten und Engpässe. Ein beteiligter Taucher sprach im Vorfeld davon, dass man an mindestens einer Stelle sogar den Tank abschnallen müsste, um durchzukommen. Die Körpersprache dieser beiden Taucher, so unterschiedlich sie ist, dürfte zeigen, dass diese wissen, dass sie eine schwierige Mission zu erfüllen haben.

Update vom 9.7.2018:

Nun ist es offiziell. Acht Kinder wurden bisher gerettet. Ob dies nun die schwächsten oder stärksten der Jungs waren, wie sich die Medien widersprechen, spielt dabei keine Rolle. Auch dürften es keine „140 Taucher“ sein, wie Medien berichten. Vermutlich beläuft sich die Anzahl der Rettungskräfte in der Höhle auf diese Zahl. Die Taucher legen nach ihrem zweiten großen Erfolg erneut eine (ebenso verdiente) Pause ein, um sich und die Strecke optimal auf den letzten Einsatz vorzubereiten. Unter den extra aus Australien eingeflogenen Rettungstauchern befindet sich übrigens auch ein Notfall-Arzt, der sofort „Erste Hilfe“ leisten könnte. Die denken an alles! Hut ab vor diesen Tauchern und den Kindern.

Update vom 10.7.2018:

Die Rettung geht in ihre letzte Phase. Taucher, die an der Rettung beteiligt sind, beschreiben tückische Bedingungen, wobei sich schnell fließendes Flachwasser durch sehr enge Passagen bewege:

Das ist die härteste Mission, die wir je gemacht haben. Je niedriger das Wasser wird, desto stärker ist die Strömung. Es ist jetzt stärker. Jeder Schritt der Raumgewinnung ist riskant“, sagte Narongsuk Keasub, ein Taucher für die Electricity Generating Authority of Thailand. Er gehört zu einer Gruppe von Tauchern, deren Aufgabe es ist, Lufttanks für die Rettungstaucher in die Tunnel zu transportieren. Er sagte dies ganz aktuell gegenüber CNN. Die Rettungstaucher seien jedenfalls konfrontiert mit einer Reihe von großen Herausforderungen.

Update vom 10.7.2018:

Ganz aktuell wurde bekannt, dass die beiden britischen Höhlentaucher, welche die Kinder gefunden hatten (siehe oben), die schwierige Tauchaktion leiten würden. Dies bedeutet, dass die Thai NavySeal, d.h. das Militär, die Führung abgegeben haben. Es handelt sich um die britischen Profi-Höhlentaucher Richard Stanton und John Volanthen. Diese hätten die australischen Spezialtaucher, allen voran den Arzt Richard Harris, mit ins Team geholt. Es bestätigt sich somit, was wir geschrieben hatten. Es wurden für diese Aktion passend die besten Taucher geholt. Nur so ist diese Rettung auch möglich (CNN: „World’s leading cave divers came together to save trapped Thai boys“). Diese Gruppe von Spezialtauchern wird auch unter Wasser die zur Rettung der Kinder notwendigen Schritte unternehmen. Die übrigen Taucher werden dabei unterstützend tätig („Sicherungen“ einbauen, Logistik bereit halten etc.). Da man diesen Kern von Tauchern nicht „ersetzen“ kann, waren wohl auch die Pausen notwendig, die zunächst Raum für Spekulationen gegeben hatten.

 

Update vom 10.7.2018:

Es ist geschafft! Alle sind draußen, meldete die Thai NavySeal gerade eben. Das „Wunder“ von Thailand ist damit vollbracht. Die „Geretteten“ waren tapfer. Die Retter waren grandios. Aber wer schon einmal spezielle Rettungstaucher unter Wasser (bei einer Übung) erlebt hat, weiß, dass diese dort mit ihrer einmaligen Ruhe (siehe dazu auch noch unten) „Wunder“ vollbringen können. Diese Ruhe strahlt auch aus und wirkt auf andere extrem beruhigend, was bestimmt auch die geretteten Kinder bestätigen werden können. Jeder Fehler kann unter derartigen Bedingungen tödlich sein, und manchmal wünscht man sich, dass Menschen über Wasser sich auch so verhalten würden. Dort kann man sich aber alles erlauben. Daher auch die „Bewunderung“ dieser Extremtaucher, die hier durch diese Zeilen drang und – neben dem damals noch ungewissen Schicksal der Kinder – auch zu diesem Beitrag ermutigte. Und diese Taucher retten faktisch – wie hier – in schier aussichtslosen Situationen Menschenleben und tauchen nicht nur zum Vergnügen und aus Eigensucht, wie es die meisten anderen Taucher tun. 

Und so hart, wie es klingen mag, hat der Tod des thailändischen Tauchers (siehe auch ganz unten) den Kindern, aber auch anderen Tauchern, vielleicht das Leben gerettet. Ohne diese Tragik hätte das Militär die Führung vermutlich nicht abgegeben an diese Spezialtaucher. Und diese haben es ohne einen einzigen Verlust unter Rettern und/oder Geretteten geschafft! Wer weiß, was alles schief gelaufen wäre, wenn die Militärtaucher die unmittelbare Führung über das Tauchen gehabt hätten. Mit einer anderen Sichtweise müsste dessen Tod als überflüssig bezeichnet werden (siehe ganz unten).

Diese Rettung lief auch derart optimal ab, dass nahezu alle im Vorfeld geäußerten Bedenken ausgeräumt werden konnten. Kritisiert wurde von erfahrenen Höhlentauchern, dass die beiden britischen Höhlentaucher, welche die Kinder gefunden hätten, vom Militär zurückgedrängt würden und dieses zu „Hau-Ruck-Aktionen“ neigen würde. Man hat jedoch exakt diesen beiden britischen Höhlentauchern das Kommando übergeben, zumindest internationalen Medienberichten zufolge, und ist mit den Kindern jeweils in kleinen Gruppen bzw. einzeln getaucht, und man hat sie – ebenfalls Medienberichten zufolge – zumindest teilweise betäubt, damit keine Panik ausbrechen konnte, was die größten Bedenken beseitigen bzw. eindämmen konnte. Zugleich wussten diese Rettungstaucher, dass die gesamte Rettung von ihnen abhing und dass, wenn etwas schief gegangen wäre, es kaum eine Chance auf eigene Rettung gegeben hätte.

Hier sehen Sie ein Bild der beiden britischen Höhlentaucher, die auch die Kinder fanden, und zuvor schon andere Leben in schier aussichtslosen Situationen gerettet hatten. Beim Taucher, der sich auf diesem Bild im Vordergrund befindet, sieht man recht deutlich, dass dieser gedanklich schon in die Rettung „versunken“ bzw. bereits in sein „Wahlelement“, sozusagen seine Wahlheimat, „abgetaucht“ ist. Ohne diese „Heimatgefühle“ in diesen verwegenen Gefilden wären solche Leistungen von Menschen auch nicht zu vollbringen.

Traf der Film „Im Rausch der Tiefe“ (The Big Blue) bestimmt viele Klischees, so hat er dennoch aufgezeigt, wie sehr diese Extremtaucher, gleich ob diejenigen mit Gerät oder ohne, das Element Wasser „lieben“ und sich mit diesem quasi verbinden und fast alles andere für diese nebensächlich ist.

Und dennoch sind auch diese Menschen keine Fische und müssen – ähnlich wie Delphine – sehr achtsam sein und gut auf sich aufpassen. Diese „Freediver“, die ohne Gerät beim sog. „Apnoetauchen“ Tiefen-Weltrekorden hinterherjagen, suchen regelrecht ein tragisches Ende (es verunglücken viele unter den besten, siehe auch hier), wohingegen diese Rettungstaucher mit Gerät ihr Überleben unter Wasser niemals an Rekorden festmachen oder von Zufällen abhängig machen würden. Dass unter Wasser, so wie auch darüber, immer etwas schief gehen kann, darüber sind sich diese Extremtaucher bewusst. Durch ihre äußerste Gelassenheit unter Wasser und gute Planung bereits zu Land versuchen sie dieses Risiko zu minimieren.

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Der Autor dieses Beitrags, Dominik Storr, war selbst Tauchleiter und hat Höhlensysteme in Mexiko, die Cenoten von Yucatan u.a., betaucht. In einigen Bereichen dieser Höhlen „mischt“ sich das dort vorhandene Süßwasser mit dem Salzwasser der nahegelegenen Küste (siehe Grafik). Das besondere daran ist, dass dies zwei eigenständige Schichten bildet, da sich das Süßwasser auf dem Salzwasser „ablagert“ (sog. „Süßwasserlinse“). Dieses unterirdische Süßwasservorkommen, das eine gigantische Kulisse ist, sollen bereits die Maya als Brunnen benutzt haben. Cenote bedeutet „Heilige Quelle“. Dieses Süßwasser soll auch der Grund dafür gewesen sein, dass Yucatan in der Vergangenheit stets stark bewaldet war. Viele Teile dieser Höhlensystem sind noch quasi unerforscht. Erst jüngst soll dort eine Gruppe von Tauchern eine neue knapp 350 Kilometer lange Unterwasserhöhle entdeckt haben, berichtet der „Guardian“. Spezielle Taucherfahrungen erwarb der Autor zudem in Südafrika, wo er als Tauchleiter tätig war, und zuvor in Indonesien, wo er an den Drop-offs der Vulkaninseln zeitweise sehr tief getaucht ist, was eine gute Planung und ein besonders vernunftbasiertes Handeln unter Wasser voraussetzt. Da beim „tieferen Tauchen“ im Zuge des Aufstiegs mehrere sog. Dekompressionsstopps akribisch eingehalten werden müssen, sollten Tauchanfänger keine „Tieftauchgänge“ absolvieren.

Beim Tauchen ist Ruhe die erste Pflicht

Beim Tauchen ist eines das allerwichtigste. Die Ruhe. Wer seine Nerven unter Wasser verliert, ist stets in großer Gefahr. Gerade spezielle Rettungstaucher zeichnet aus, dass sie unter Wasser nichts aus der Ruhe bringen kann. Solange man ruhig ist und durch das Gerät atmen kann, kann einem auch nichts passieren. Und gerade, wenn es dunkel ist und man als Taucher nichts sehen kann, ist noch mehr Ruhe angesagt. Denn mit jeder hastigen Bewegung können in Höhlen – aber auch sonst wo – Körper oder Tauchequipment Schaden nehmen. Je ruhiger man ist, desto weniger Atemluft benötigt man aus dem Tank. Dadurch kann man auch länger tauchen. Menschen, die auf leichte Weise Platzangst verspüren können, sollten nicht tauchen. Denn jede Form von Tauchen kann Platzangst erzeugen, da man von der äußeren Luft abgeschnitten und in einem neuen Element beheimatet ist. Gerade beim Höhlentauchen ist Sicherheit und Ruhe höchste Pflicht. Manchen Tauchern macht es Spaß, wenn es richtig eng wird. Man kuschelt sich ja auch zu hause gerne in seiner Höhle unter die Decke. Andere Taucher bekommen bei derartig beengenden Situationen Platzangst. Es kommt somit auf den Taucher an. Spezielle Rettungstaucher, die selbst in Sümpfen oder eingestürzten Bohrinseln oder Gruben oder in gefluteten Kabinen von in Seenot geratenen Schiffen oder unter welchen „schrägen“ Bedingungen auch immer tauchen müssen, zeichnet aus, dass sie keine Platzangst verspüren. Sonst wären Rettungen, wie die in Thailand, auch nicht möglich. Und vermutlich können nur erfahrene Taucher erahnen, welche unglaubliche Leistung diese Rettungstaucher vollbringen. Viele der erfahrenen Taucher, die im Vorfeld vor dieser Rettungsvariante „warnten“, taten dies wohl zu recht deshalb, weil sie sich selbst nicht sicher wären, ob sie es schaffen würden. Dafür gibt es jedoch diese speziellen Rettungstaucher (und auch Höhlentaucher), die eine ganz andere Liga als „normale“ Taucher sind. Für diese gehören „Notsituationen“ zum Alltag. Es ist ihr Beruf, wohingegen „normale“ Taucher relativ selten „Notfälle“ haben (was positiv ist). Aber erst bei einem „Notfall“ bzw. absoluten „Extrembedingungen“ zeigt es sich , ob ein sog. „erfahrener“ Taucher auch wirklich „gut“ ist. Und diese Rettungstaucher, wie auch die Höhlentaucher, die dort bei der Rettung tätig sind, sind extrem „gute“ Taucher.

Die zweite Pflicht beim Tauchen ist das „Double“

Denn man sollte niemals alleine tauchen. Immer nur mit einem sog. „Buddy“. Selbst wenn einem die Luft ausgehen sollte, warum auch immer, könnte man dann zusammen mit dem Buddy, der über zwei Atemgeräte verfügt, einen sog. „kontrollierten Notaufstieg“ machen. In einer Höhle ist das natürlich viel schwieriger. Dennoch fragt man sich, wo bei dem in Thailand am 6. Juli verunglückten Rettungstaucher der Buddy war. Was ist genau passiert? War er gar alleine unterwegs, was bei einer derartigen Situation und langen Strecke tödlich enden kann? Man hat es nicht erfahren. Vielleicht neigen Taucher von den Thai NavySeals zu einem höheren Risiko. Er war auch ein Veteran und meldete sich freiwillig. Vielleicht war er übermotiviert oder erlitt einen Bewusstseinsschock. Seitdem spezielle Rettungstaucher vor Ort sind, hat es offenbar keine Probleme mehr beim Tauchen gegeben. Diese setzen auch primär auf Sicherheit und Teamwork, da dies der feste bzw. beste Anker für eine effektive Rettung ist.

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Um noch einmal nachträglich auf dieses Bild zurückzukommen, das die Taucher offenbar bei Beginn ihres Einsatzes zeigt. Der Taucher ganz vorne im Bild, wohl ein relativ junger Thai-Taucher von den NavySeals (auch diese können – quasi halb im oder unter Wasser aufgewachsen – sehr gut tauchen), scheint noch zu „beten“. Der Taucher davor kann es kaum erwarten, endlich unter dem Wasser zu sein. Und so blöd, wie das für einige klingen mag, so ist dann der Stress erst einmal vorbei. Man hört nur noch das beruhigende Geräusch des Luftholens durch das Gerät und man weiß, dass nun alle Taucher hochkonzentriert sind und die Hektik und das „Gelabere“ unter den vielen Helfern außerhalb des Wassers vorbei sind. Nun hat man „seine Ruhe“ sozusagen gefunden und man ist sich sicher, dass man von absoluten Spitzentauchern umgeben ist, die in diesem Moment das gleiche schwierige Schicksal teilen.

PS: Hier auf diesem Bild kann man drei weitere der Spezialtaucher vor Ort sehen. Es handelt sich um die Dänen Ivan Karadzic und Claus Rasmussen sowie den Kanadier Erik Brown, den man an seinen langen Haaren rechts auf dem Bild erkennen kann. Er schrieb auf Facebook: „9 days, 7 missions and 63 hours inside“ (siehe Presseartikel). Erik Brown ist spezialisiert in Sidemount Diving (auf diesem Bild zu sehen zusammen mit einem Schüler), das man gerade auch in Höhlen benötigt, um durch flache Passagen gelangen zu können und das Equipment nicht zu beschädigen, und erkundet zudem weltweit neue Tieftauchgründe und Schiffwracks. Der bereits oben im Text erwähnte Däne Ivan Karadzic soll in Thailand eine Tauchschule besitzen und auf Höhlentauchen spezialisiert sein. Claus Rasmussen bildet sog. DDI-Instructor aus, also Tauchlehrer, die mit Menschen mit körperlichen Behinderungen tauchen gehen (Disabled Divers). All diese Taucher meldeten sich freiwillig. Auch der Finne Mikko Paasi, der nicht nur unter Wasser trotz Spezialequipment und Extrembedingungen quasi wie ein Vogel „fliegen“ kann (hier abgebildet), sondern auch extra aus Malta eingeflogen war und u.a. auf  Tauchen in tiefgelegenen Schiffwracks spezialisiert ist. Auch ein deutscher Taucher aus Bad Tölz soll beteiligt gewesen sein. Und auf diesem Bild kann man sehen, dass das „Freaks“ sind. Dem Taucher im Vordergrund ist es völlig egal, ob seine Tasche voller Schlamm ist, was „normale“ Tauchtouristen bereits zum Aufgeben veranlassen könnte. Hauptsache, es geht zum Tauchen, um Menschen zu retten. Diese Extremtaucher freuen sich einerseits auf den Einsatz. Auf der anderen Seite sieht man ihnen auch an, dass sie es sehr ernst nehmen, weil es schwierig ist und vor allem auch weil ein Taucher auf der Strecke tödlich verunglückte.

Der Finne Mikko Paasi, der auf dem rechts geposteten Bild in der Mitte nach erfolgreicher Rettung zu sehen ist, sagte zur Presse, dass der Tod des SEAL-Tauchers der Gruppe bewusst gemacht hätte, wie gefährlich die Mission ist. Dass ausgerechnet kurz nach der erfolgreichen Rettung der Vater des Rettungstauchers bzw. Arztes Richard Harris in Australien verstarb, ist wohl ein Schicksal, das kaum zu fassen ist. Ein besonderes bzw. zusätzliches Problem soll gewesen sein, die Kinder vor der Unterkühlung zu bewahren. Die Aktion geleitet hätten, wie oben bereits erwähnt, die britischen Profi-Höhlentaucher Richard Stanton und John Volanthen, die noch thailändische und australische Spezialtaucher mit ins Team nahmen. Nicht zu vergessen sollen aber auch die übrigen Taucher und vielen Helfer sein, ohne die eine derartige Rettung ebenso nicht funktioniert hätte.

Beim Tauchen gibt es eine besondere Zeichensprache, da man sich unter Wasser nicht unterhalten kann. Wenn man den Daumen nach oben streckt, dann bedeutet dies jedoch nicht, wie über Wasser, dass alles okay bzw. gut ist, sondern dass man an die Wasseroberfläche aufsteigen möchte. Wenn unter Wasser alles „okay“ ist, dann macht man das „o“ mit den Fingern. Das verwechseln viele Anfänger in der Situation und dann weiß man als Tauchleiter zunächst nicht, ob sie aufsteigen müssen oder ob es ihnen gut geht. Aber meistens sieht man dies an dem Zustand des Tauchers recht deutlich.

 

Wir haben für Sie eine Reportage entdeckt, die gut zu unseren letzten Beiträgen über das Meer und die Bretagne, aber auch über „Entfremdung“ und Herrschaft passt. Tahiti ist natürlich ein wahres Paradies auf der einen Seite. Eine der abgelegensten Inseln, die es weltweit gibt. Und dennoch hat der westliche „Fortschritt“ die Insel bereits vor langer Zeit erfasst. Nun wird von einigen naturnahen Menschen dort „Entfremdung“, vor allem mit Blick auf die kulturellen Werte, aber auch eine fehlende Nachhaltigkeit beim Umgang mit Natur und Meer beklagt. Genau davon hatten wir es jüngst in Bezug auf Europa. Als Ansprechpartner für das TV dienten weitgehend Abkömmlinge der Aristokratie (Radiomoderatorin etc.), die es überall in der Welt gibt und jeweils ihr Volk im Auftrag der NWO unter Kuratel hält. Auch davon hatten wir es erst. Die bekannteste Band dort, auch Aristokratie, die den von naturnahen Einwohnern kritisierten „Fortschritt“ NWO-freundlich als „Wende in der Tradition“ bezeichnet, muss sich natürlich als „Bad Boy“ der gesamten Insel präsentieren. Man könnte ja auch einmal einen „Good Boy“ für das Volk spielen. Auch dieser kommt jedoch vor, gleichwohl dieser Naturbursche Fisch isst bzw. angelt (Stichwort: „Beifang“ wie Delphine) . Aber „nur“ (das reicht eben schon für einen Delphin) mit einer Leine in seinem kleinen Segelboot. Und bei Minute 31 sagt er doch glatt gegenüber dem deutschen TV, dass er vermutet, dass die „Welt“ zusammenbrechen wird, und die Menschen dort dann wieder das Segeln lernen müssten (sie müssten auch wieder mit dem Meer verbunden werden, was bei uns ja auch ein aktuelles Thema ist), was sie wegen Benzinbooten etc. verlernt hätten. Von möglicherweise „strudeligen Zeiten“, die dieser Naturbursche anspricht (der – wie Sauberer Himmel – noch die Natur beobachtet, also dies nicht verlernt hat durch den „Fortschritt“ bzw. „Wende in der Tradition“), hatten wir es im letzten Beitrag ganz am Ende auch. Also diese Doku passt wirklich gut. Und am allerschönsten ist, dass bei diesem großen Ruderwettbewerb, der übrigens nicht nur in der Südsee live im TV übertragen wird, sondern auch in Australien, Neuseeland und Frankreich etc., nicht das TOP-Team samt Sponsoren gewonnen hat, sondern ein unbekanntes Team aufgrund des Kampfgeistes und Teamwork. Und die Franzosen, die teilnahmen, waren hilflos überfordert. Hatten wir es nicht jüngst erst von der Degeneration der Europäer im Vergleich mit den Ureinwohnern von Feuerland? Also auch das passt. Alles passt. Hier das Video. Viel Spaß!

Apropos Bretagne und Tahiti. Der bekannte Maler Gauguin entfloh ja damals dem „Fortschritt“ in Paris und zog in die Bretagne. Die war ihm dann wohl nicht abgelegen genug, oder etwas zu kühl oder die Frauen nicht schön genug. Denn dann zog es ihn nach Tahiti, wo er vor allem auch Bilder von Frauen malte (so sind die älteren Männer eben). Dort war es ihm aber offenbar auch zu unruhig, und er soll sich dort ferner verstritten haben mit den lokalen Menschen, so dass er auf eine Nachbarinsel verzog, die etwas ruhiger war. Es ist manchmal auch wirklich schwer, Ruhe zu finden, weil der „Fortschritt“ sehr laut und aufdringlich ist und sich überall breitmacht – offenbar auch damals schon. Dieser „Fortschritt“ kann ja überall in der Welt „bewundert“ werden. Dieser hat zum Beispiel dazu geführt, dass man in weiten Teilen Südamerikas nur noch Zuckerwasser aus der Dose, gleich ob braunes oder weißes, finden kann. Die tropischen Früchte fallen dort vielerorts von den Bäumen und verwesen. Fisch wird aber überall gefangen und gegrillt – als gäbe es nur diesen zu essen. Und wenn dann Dokus gedreht werden, dreht sich eben dabei oft vieles um das „Fischessen“ bzw. die „Meeresfrüchte“. Warum „vergreift“ man sich eigentlich nicht an den echten “ Früchten“ – die von den Bäumen und Sträuchern, die vor allem in den Tropen hervorragend schmecken. Ein wahrer Genuss. Ganz ohne Hacken, Leinen und Netze.

Symbiosis

 

Und weiter geht es mit den Haien. Mit seinem Film „Der Weiße Hai“ hat es der Regisseur Steven Spielberg nicht nur geschafft, dass Generationen von Menschen Angst haben vor dem Meer und Wasser, das uns und unserer Gesundheit so guttun würde. Mit seinem Film hat er es zudem vollbracht, dass Millionen von Weißen Haien (und anderen Haien) abgeschlachtet wurden und deren Zähne und Kiefer bis heute gewinnbringend als Trophäen gehandelt werden. Auch der jüngst im Mittelmeer gefangene Weiße Hai wurde von den Fischern sofort verkauft. Seit Spielbergs Film bringen (getötete) Weiße Haie eine Menge Kohle.

Steven Spielberg ist daher aus unserer Sicht einer der größten „Tierquäler“ der gesamten Menschheitsgeschichte. Durch seinen Film und die dadurch bedingte Verfolgung bzw. Ausrottung des Weißen Haies (und anderer Haiarten) dürfte es auch zu Entartungen innerhalb dieser Spezies gekommen sein, die für den Tod von Schwimmern etc. verantwortlich ist. Bei jedem Haiangriff müsste daher automatisch gegen Steven Spielberg ermittelt werden. Und wir persönlich empfehlen Herrn Spielberg im Meer vorsichtig zu sein. Denn auch Wasser und Tiere haben eine Erinnerung.

Wenn jemand durch einen Film, der nicht auf wahren Tatsachen beruht, eine gesamte Tierart zum Abschuss bzw. Massaker freigibt, auch noch für die „wildesten“ und „brutalsten“ Männergelüste und -phantasien, die es überhaupt gibt, der muss mit dieser Kritik leben können.

Um zumindest unseren Leserinnen und Lesern die Angst vor dem Weißen Hai zu nehmen, haben wir dieses Video für Sie entdeckt. Denn auch Weiße Haie waren einmal Babys. Weiße Haie tragen ihren Nachwuchs ca. ein Jahr aus und gebären dann völlig selbstständige „Weiße Hai-Babys“. Ein solches Baby fingen Fischer im Mittelmeer ein. Das Positive ist, dass sie dieses Tier wieder freiließen. Natürlich taugte es auch als Trophäe noch nicht. Der junge Hai war somit noch nicht „erntereif“. Damit wollen wir aber nicht schlecht über diese Fischer reden. Denn immerhin haben sie diesen kleinen Weißen Hai wieder freigelassen.

Und bitte denken Sie daran. Es sterben jedes Jahr wesentlich mehr Menschen an Quallen als an Haien. Auch Autofahren ist viel gefährlicher und – statistisch gesehen – sogar das Baden in der Badewanne. Und obwohl Wassersportarten wie Surfen (also Robbe, d.h. Beute von Haien, direkt am Ufer „spielen“) etc. und die Nutzung der Meere enorm zugenommen haben, halten sich die Angriffe von Haien – trotz Steven Spielbergs Film – absolut in Grenzen, was fast schon ein Wunder ist und beweisen dürfte, über welch guten Geruchssinn Haie verfügen. Aber die Menschen haben eben vor allem wegen Steven Spielberg Angst vor Haien. Und zum Dank legen diese dann Steven Spielberg den roten Teppich aus und schauen sich dessen teilweise völlig entarteten Filme an.

Aber gib dem Volk Angst, Brot und Spiele (und natürlich auch Zwietracht untereinander).

Und Herr Spielberg? Haben Sie seit Ihrem Film auch Angst vor Haien?

Wir hatten danach Angst! – und wir waren damals sogar noch Kinder bzw. Jugendliche. Und die Poster vom sog. „Menschenfresser“ hingen damals überall. Jeder musste diese sehen. Auch Kindern Angst machen!? Was fällt Ihnen eigentlich ein?

Der Weiße Hai fällt übrigens im Mittelmeer kaum auf. Dieser ernährt sich dort vor allem von Thun- und Schwertfischen – und diese halten sich gewöhnlich in Bereichen auf, in denen das Wasser tiefer ist. Die Wassertemperaturen im Mittelmeer sind zudem an der Oberfläche für diese Haigattung vor allem zur „Badesaison“ zu warm. Diese mögen Wassertemperaturen über 15 Grad nicht sonderlich und halten sich daher im Mittelmeer oft in einer gewissen Tiefe (ca. in oder ab 40 –50 Metern), in der es wesentlich kühler ist, auf. Und dort sieht man sie eben nicht oder kaum. Es sind daher meist auch nur Taucher oder Fischer, die den Weißen Hai im Mittelmeer sehen (bei den Fischern hängt er dann meist als lukrativer „Beifang“ – so wie der eine oder andere Delphin auch – tot im Netz).

Da die Fischer bzw. unsere „Essgewohnheiten“ aber kaum noch Thunfische und Schwertfische im Mittelmeer übrig lassen, ist der Weiße Hai dort natürlich akut vom Aussterben bedroht – also nicht nur wegen Spielberg.

Die einzige Überlebenschance für den Weißen Hai im Mittelmeer dürfte sein, wenn es zu einem Austausch mit den Haien aus dem Atlantik kommt, was die Wissenschaftler jedoch nicht wissen. Diese wissen praktisch so gut wie nichts über Haie. Dies teilen diese mit Spielberg.

Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen

„Understanding“ – Mensch und Meer

Der arme Weiße Hai aus dem Mittelmeer

„Gesunde“ Haie essen von Natur aus keine Menschen. Dies hat einen einfachen Grund. Diese nähren den Hai nicht sonderlich und kommen auch nicht auf natürliche Weise im Meer vor. Robben, aber auch Thunfische etc., haben einen hohen Fett- und Eiweißanteil bzw. sind sehr nahrhaft für den Hai. Diese Kalorien benötigt der Hai auch unbedingt. Dass sich der Weiße Hai inzwischen vor allem auch an Seeschildkröten vergreift, ist wohl ein deutliches Zeichen, dass er kaum noch Nahrung findet. Denn Schildkröten nähren ihn nicht besonders gut. Es ist wohl blanker Hunger und schiere Verzweiflung, weil wir Menschen den Haien alles „wegfressen“ und dabei auch noch die Delphine (und alles andere auch) in den Netzen töten. So viel zur „Kost“ aus dem Meer.

Wie die Delphine auch, haben es die Weißen Haie vor allem in Europa schwer. Sie sind ja nun auch regelmäßig vor England im Atlantik aufgetaucht. Einer der ersten Fischer, der darüber berichtete oder sogar damals ein Video vom Weißen Hai auf youtube postete, bekam große Probleme. Denn welche Kommune möchte schon in der Badesaison einen Weißen Hai an ihrer Küste haben. Die Touristen bleiben dann – aus Angst – sofort aus. Und dies zeigt auch ein weiteres Problem auf, denn viele Weiße Haie werden wohl von Fischern still und heimlich getötet und entsorgt im Auftrag der „Tourismus-Lobby“.

Weiße Haie „lieben“ übrigens – wie die Meeressäuger bis hin zu den Walen ja auch – Tangwälder in kühleren Gewässern. Diese Tangwälder, in denen sich Tiere auch gut verstecken können, gibt es nicht überall. Sie kommen vor in Südafrika, Kalifornien und dem europäischen Nordatlantik, vor allem in der Bretagne. Daran sieht man, dass gerade der europäische Nordatlantik ein absolut geeigneter Lebensraum für Weiße Haie wäre. Dass diese dort selten sind, liegt daran, dass wir Menschen es doch glatt geschafft hatten, die Seehunde in Europa fast vollständig auszurotten – auch die Thunfische. Dadurch ist natürlich auch der Weiße Hai „verschwunden“. Siedeln sich die Robben hingegen wieder (etwas) an, dann kommt auch wieder der Weiße Hai zurück, weil Robben seine „beste Nahrung“ darstellen. Der europäische Nordatlantik ist daher normalerweise Teil seiner Heimat. Das wissen die wenigsten. Viele Engländer waren auch von den Haisichtungen überrascht, weil ihnen das Wissen fehlt. Als (ehemaliger) Taucher weiß man allerdings, dass es vor Kapstadt unter Wasser mit den Felsen und Tangwäldern (bei vergleichbar kalten Wassertemperaturen) so ähnlich ausschaut wie vor der Bretagne oder Irland bzw. sogar identisch.  Das ist exakt ihr Lebensraum, weil dort auch (normalerweise) die Seehunde zuhause sind. Nur finden die Haie in Südafrika und Kalifornien viel mehr Beute, und natürlich haben diese dort auch viel mehr Raum etc. Daher gibt es dort auch größere Populationen. Und wenn in Südafrika oder Australien ein Weißer Hai an einem Strand auftaucht, weil er Hunger hat und nach Beute Ausschau hält, dann wird dieser Strand eben geschlossen bzw. mit Hinweisschildern versehen. In Europa werden die Haie wohl eher heimlich entsorgt oder vertrieben etc. Und was bei Recherchen auffällt, ist, dass in Australien und Südafrika vor allem Schwimmer angegriffen wurden, die trotz dieser vorübergehenden Verbote und sogar trotz persönlicher Warnungen des „Sicherheitspersonals“ genau dort geschwommen sind. Und einer soll seinen Freunden zuvor noch gesagt haben, wenn er Weiße Haie anziehen sollte, dann wäre es sein eigener Fehler. Nun ist er aufgrund seines eigenen Fehlers tot – und der Weiße Hai, der auch wegen der Überfischung der Meere direkt an die Küste kommt (also nicht nur wegen der Robben, er würde zur Abwechslung auch gerne Thunfisch essen, der nicht unbedingt in unmittelbarer Strandnähe vorkommt), ist wieder einmal der „Böse“. 

Was allerdings in erfreulicher Weise aufgefallen ist, dass gerade das dafür zuständige „Sicherheitspersonal“ in den USA, Australien oder Südafrika gut mit diesen Konfliktsituationen umgeht, die Strände oft rechtzeitig schließt, also gut beobachtet, und auf eine Tötung der Haie nach Angriffen, die meist „nur“ ein Versehen sind, in der Regel oder sogar immer verzichtet, obwohl sie dies in manchen Fällen leicht könnten (vom Hubschrauber aus etc.).

 

Fazit: Bisher nur – mit erfreulichen Ausnahmen – ganz wenig „understanding“, was Meer und dessen natürlichen Bewohner betrifft, wie es durch unsere Kette von Beiträgen hoffentlich deutlich geworden ist – auch was Plastik und Öl im Meer angeht. Das Meer spült dies natürlich früher oder später an die Strände (würden wir auch so machen, wenn wir Meer wären). Fast alle Felsen sind vom Schweröl schwarz und fast niemand nimmt es wahr. Die Muscheln sitzen und leben auf dem Öl. Der Mensch isst dann diese Muscheln. Muscheln „helfen“ übrigens auch dem Meer, indem diese „Schadstoffe“ (wie z.B. Schwermetalle etc.) herausfiltern, ähnlich wie Schilfrohr das in Seen, Flüssen und natürlichen Kläranlagen tut.

Und „ausgerechnet“ in Europa gibt es am allerwenigsten „understanding“, vor allem auch, was die Delphine betrifft – und das ist bezeichnend. Nirgends wird auch mehr gelogen und verschwiegen als in Europa.

Und damit nicht herauskommt, dass Europa nicht „Opfer“, sondern „Täter“ ist (praktisch auf allen Gebieten), braucht es doch Snowden & Co.

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PS: Ein häufiges Problem bei Haiangriffen ist, dass diese meist an der Wasseroberfläche stattfinden. Dort sieht der Betroffene so gut wie nichts vom Hai. Durch den „Schock“ bzw. „Überraschung“ aufgrund des auftauchenden Haies wird dann meist „panisch“ reagiert, was als Schwimmer oder Surfer völlig logisch ist. Dies steigert jedoch zumeist das Interesse des Haies, indem man einen stark verletzten Eindruck dabei macht (verletzte Robbe etc.). Wenn man an der Wasseroberfläche dann gar nichts tut, ist es jedoch ähnlich (gesunde Robben etc.versuchen meist, zu verschwinden). Beim Tauchen kann man einen Hai normalerweise beobachten. Man sieht dann in der Regel auch, ob er hungrig ist. Dann ist die Situation natürlich gefährlicher. Wenn er auf einen zuschwimmt bzw. taucht und dabei anfängt, heftig mit der Schwanzflosse zu beschleunigen, dann kommt meist ein Angriff oder er dreht kurz vorher ab und verschwindet (weil Haie in der Regel scheu sind, vor allem wollen sie beim Beute machen – wie jedes andere Raubtier in der Regel auch – möglichst unverletzt bleiben, der Tigerhai ist da manchmal ein bisschen anders, das ist eben auch ein „Krieger“ und muss daher auch damit leben können, wenn er ab und zu von den Orcas in seine Schranken verwiesen wird). Die meisten Taucher erwischt es jedoch wegen Fütterung oder panischen Auftauchens zum Boot oder eben generell im Bereich des Bootes im Wasser, wie wir es ja schon in den anderen Beiträgen erwähnt hatten. Wenn man sich als Schwimmer, Schnorchler oder Surfer sicher ist, dass man schneller aus dem Wasser aussteigen – als der Hai einen erreichen – kann, dann ist das vielleicht der Weg. Wenn man den Hai mit Maske unter Wasser beobachten kann, ist das immer gut. Als Schnorchler gibt es daher oft auch noch andere Wege, einem Konflikt mit dem Hai aus dem Weg zu gehen, zumindest wenn man den Hai rechtzeitig sehen kann, was jedoch z.B. in „Tangwäldern“ nicht immer gelingen dürfte. Da gibt es Filme, da drücken Taucher einen Tangbaum weg bzw. zur Seite und dahinter befand sich dann unverhofft ein großer Wal – also von Angesicht zu Angesicht. In Kalifornien und Südafrika kann man dies durchaus erleben. Allerdings darf man dort dann auch nicht überrascht sein, wenn man einem Weißen Hai begegnet – obgleich diese Tiere sehr scheu sind (daher müssen diese ja auch meist mit Futter angelockt werden, um ihnen künstlich „begegnen“ zu können; auch für Dokumentarfilme, was die Surfer dann zusätzlich in Gefahr bringt). Der Verfasser dieses Beitrags ist beim Tauchem nahezu allen Haiarten begegnet – außer dem Weißen Hai (es lockte auch nicht. Im Gegenteil. Aber wo es viel Plankton und Meeressäuger und kleine und große Fische und Fischschwärme in allen Varianten gibt – also wo es vielfältiges und fantastisches Leben im Wasser gibt – da sind eben auch meist die Haie zu Hause). Und dies, obwohl er monatelang jeden Tag an der Ostküste von Südafrika in einem Verbreitungsgebiet von Weißen Haien getaucht ist. Das obige Bild zeigt einen Surfer und einen Weißen Hai an der Ostküste von Südafrika. Der Surfer überlebte unverletzt. Der Weiße Hai verwechselte ihn wohl mit einer Robbe (damit müssen Surfer leben, tun sie dort auch, wobei um Durban herum auch viele „Hainetze“ gespannt sind; und Netze unter Wasser führen immer zu Verlusten unter Tieren, auch den harmlosen).

Für Taucheinsteiger (oder auch für beginnende Surfer) sollte gelten, damit nicht unbedingt in Südafrika um Durban herum zu beginnen, auch wenn dort die Meeressäuger locken. Es macht einen großen Unterschied, ob man in Thailand auf Ko Samui taucht oder bei Durban. Dort fährt man meist auch nicht mit dem Boot auf angenehm stillem Wasser zum Riff hinaus. Vielmehr muss sich der Skipper meist mit seinem Schlauchboot zunächst durch die Brandung und meterhohen Wellen „kämpfen“ bzw. einen schlauen Weg hinaus auf das Meer finden. Die Taucher müssen zunächst helfen, das Boot durch die Wellen zu führen, bis sie nicht mehr stehen können oder bereits zu viel Salzwasser geschluckt haben (oder ein Bull Shark freundlicherweise zunächst seine Flosse gezeigt hat; vor allem wegen der vielen Flüsse kommen diese dort direkt an die Strände; insbesondere deshalb auch stellenweise die „Hainetze“, wo die Surfer sind, die mit ihrem Brett für diese Haie eben wie Robben etc. wirken, da selbst der so gefürchtete Bull Shark normalerweise keine Menschen isst; speziell diese Haiart scheint jedoch manchmal etwas gesteigert aggressiv zu sein, wohl weil man vor allem diesem Hai seinen Lebensraum an der Küste wegnimmt, auch durch bauliche Veränderungen von Flussmündungen und Häfen etc., und diesem auch äußerst brutal nachstellt, auch in den Flüssen). Erst gehen die Frauen und Kinder an Bord, zuletzt die Männer (gestaffelt nach Größe). Und dann sollte man seine Füße schnell anschnallen, bevor der Skipper Vollgas gibt und die ersten Delphine auftauchen, um mit dem Boot ein „Rennen“ zu fahren (sog. „Dolphins Coast“). Offenbar gibt es dort so viel Nahrung für Delphine, dass diese den halben Tag Scherze und Spaß machen können.

Fazit: Weiße Haie sind – so wie die meisten anderen Haiarten auch – scheu und gehen normalerweise den Menschen aus dem Weg. Die meisten Haie haben Angst vor dem Menschen (da wir sie erbarmungslos töten). Die allermeisten Unfälle mit Weißen Haien betrafen Surfer, leichtsinnige bzw. unbelehrbare Schwimmer oder hatten mit Fütterungen zu tun, die man unbedingt unterlassen sollte. Man sollte sich daher die Freude am Meer oder im Wasser nicht von Steven Spielberg oder den reißerischen Medien zerstören lassen. Die wollen uns doch nur die „wahre Freude“ nehmen, im Kleinen wie im Großen.

 

Vielleicht können sich noch einige erinnern. Als wir hier auf Sauberer Himmel das erste Mal die begradigten und zumeist biber- und otterlosen Flüsse zum Gegenstand machten, postete SPIEGEL ONLINE kurz danach eine Reportage über die bedrohten Flüsse in Deutschland.

Kurz nachdem wir nun das erste Mal über Haie berichtet hatten, „jagt“ doch glatt eine Meldung in Deutschland hoch und runter – nämlich, dass ein großer „Weißer Hai“ als Beifang in einem Netz im Mittelmeer vor Tunesien gelandet ist – und auf diese Weise getötet wurde. Auch um diese Netze ging es gerade bei uns. Und um Beifang wie Delphine, aber auch Haie. Und auch die Seepferdchen landen übrigens in diesen gemeinen „Fallen“und alles andere auch. Und dann ging es sogar bei uns auch ganz speziell um „Haie“, auch um den „Weißen“:

Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen

„Understanding“ – Mensch und Meer

Daran dürfte man erneut sehen, wie „up-to-date“ Sauberer Himmel ist. Das ist das Gegenteil von „reaktionär“, was für uns natürlich sehr problematisch ist, weil man mehr Unterstützerinnen und Unterstützer finden würde, wenn man „reaktionär“ wäre, und alles nur abkupfern würde. Aber das wollen die meisten eben so haben.

Jedenfalls sieht man daran, dass es natürlich auch im Mittelmeer „Weiße Haie“ gibt, was kaum jemand weiß. Aber weil es dort eben kaum Meeressäuger wie Robben etc. gibt, verwechseln dort die „Weißen Haie“ eben auch die Menschen nicht damit. Im Mittelmeer essen diese wohl mehr Fische etc., und verwechseln daher auch uns Menschen nicht mit Fischen. Daher merkt fast niemand, dass die scheuen „Weißen Haie“ selbstverständlich auch im Mittelmeer zuhause sind – und vor Wales (und damit wohl auch vor der Bretagne). Selbst die geldgierigen Fischer waren offenbar überrascht. Wie soll auch ein so großer Fisch so lange zwischen all diesen Netzen im (fast leer gefischten) Mittelmeer überleben können? Vor allem diese Frage werden sich diese Fischer, die für unsere tägliche „Fischkost“ sorgen, gestellt haben.

Und so stört es auch praktisch niemanden, dass dieser Hai, der wohl keinem Menschen irgendetwas getan hatte, wegen Fisch“kost“ und Geldgier brutal getötet wurde. Gleichwohl spricht man im selben Zuge, wie die „Langnasen“ eben sind, von einem „Haischutz“, weil der „Weiße Hai“ natürlich vom Aussterben bedroht ist. Überall wird er entweder verscheucht oder abgeschlachtet.

Auch deswegen ist er so scheu, und muss für die Sensationsgier einiger Touristen meistens mit Futter angelockt werden (Südafrika etc.). Auch bzw. erst recht für Dokumentarfilme. Für diese Filme, die wir uns ansehen, müssen offenbar sogar junge Surfer sterben, weil das Futter die Haie eben an die Küste lockt.

Filmemacher lockte Haie mit tonnenweise Fisch an

So eine Ausnahmelizenz zum Füttern erhält man übrigens mit Sicherheit nur dann, wenn man selbst eine verwinkelte „Langnase“ ist.

Aber all solche Dinge geschehen eben in dieser „komischen Welt“ in nahezu allen Bereichen – praktisch fast ohne Ausnahmen (man muss eben nur etwas näher hinsehen). Und auf Sauberer Himmel können Sie genau lesen, warum das alles so „quer“ läuft – egal was es ist und auf welchem Gebiet…

 

Dieser Beifang im Mittelmeer namens „Weißer Hai“ wird vor allem deshalb von den Medien so „gepuscht“, damit wir Menschen Angst haben – Angst vor Haien und Angst vor dem Urlaub am Mittelmeer. Am besten, wir haben vor allen Dingen Angst. Denn nur „Angstmenschen“ lassen sich steuern und regieren.

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An dieser Stelle, wo dieser junge Surfer gestorben ist, sollen kurz vorher etwa 30 Delphine vorbeigeschwommen sein, berichteten Zeugen. Ich kenne diese Stelle gut (es ist eine der schönsten, und das Wasser ist dort deutlich wärmer als in Kapstadt, auch wenn man dort meist ganz alleine ist). Ich hatte dort auch jedes Mal Delphine gesehen – aber nie einen „Weißen Hai“, obgleich diese dort – wegen der Robben und Pinguine – natürlich vorkommen. Als der Unfall mit dem Surfer geschah, sollen dort – und auch noch woanders an dieser Küste – jedoch gleich mehrere Haie aufgetaucht sein. Ich vermute daher auch sehr stark, dass dieser tragische Angriff etwas mit diesen Fütterungen im Zuge des Dokumentarfilms zu tun hatte. Als der Hai bemerkt hatte, dass er in einen Menschen biss, ist er sogleich davon geschwommen. Für den jungen Surfer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er ist sofort verblutet und durch den Schock (Ohnmacht) ertrunken.

Wir haben uns – auch zum Gedenken an diesen Jungen – erlaubt ein Bild zu „stehlen“. Wir hoffen, es wird uns dort unten am Cap verziehen. Von Cap zu Cap sozusagen. Es zeigt den „Abschied“ bzw. sogar die „Beerdigung“ (Asche) dieses Surfers. Da sind viele dabei, die halten zusammen – nicht nur beim Surfen. Sie sehen Blumen und Farben – und viele junge Menschen. Vielleicht verstehen Sie jetzt besser, warum ich im vorletzten Beitrag über das im Vergleich hierzu etwas „leblose“ und „graue“ Europa geschrieben hatte – worunter übrigens nicht nur die euopäischen Delphine, sondern auch wir Menschen zu „leiden“ haben.

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Der oben zusammen mit dem Weißen Hai abgebildete Surfer (Ostküste von Südafrika) meint übrigens, dass seine Tritte ihm das Leben gerettet hätten (wobei er gleichzeitig dachte, dass der Hai zubeißt). Ich meine, diese Aussage entspricht der Überheblichkeit von diesen „Red Bull-Weltklassesurfern“, die ja oft von den zumeist überdrehten, d.h. überforderten, „Red Bull-Jetskiern“ vor dem Wasser gerettet werden müssen. Ich denke nämlich, es lief anders: Nachdem der Hai Bekanntschaft mit den Schnüren, in denen er sich zunächst verfing, und dem Brett selbst gemacht hatte, wie es der Surfer selbst beschrieb, ließ der Hai ab, weil er bemerkte, dass es nicht seine „Beute“ ist. In solchen Situationen, also wenn der Großhai wirklich angreift, kann einen wohl nur das „Schicksal“ retten, denke ich. Dennoch liest man in solchen – sogar offiziellen – Kreisen, dass man dem Hai in die Augen stechen oder auf die Nase schlagen sollte. Viel Spaß dabei zwischen meterhohen Wellen, unter einem halben „Schock“ und mit einem – wenn überhaupt – nur halb sichtbaren Hai (meist von hinten und unten), der mindestens doppelt so groß und etwa 20 mal so schnell ist wie man selbst. Natürlich kann es sein, dass ein Hai durch einen Tritt verschwindet (diese sind „ängstlicher“ bzw. vorsichtiger als wir alle zusammen denken, deswegen beißen sie ja auch zunächst meist „nur“ „feige“ von hinten ins Bein, um kein großes Risiko einzugehen). Und panisch treten würde wohl jeder, der beim Surfen oder Schwimmen einen (für ihn quasi unsichtbaren) Hai an seinen Beinen spürt. Aber das sind dann wohl nur Reflexe des Menschen in einer absoluten „Notsituation“. Allein schon, weil alles so schnell geht. Beißt der Hai beim ersten Mal ins Brett oder in die Schnüre, kann es eben gut gehen, da der Hai das „Missverständnis“ schnell bemerkt.  Beißt er zuerst in das Bein, wird es hingegen dramatisch bzw. fatal. Und mit dieser „Gefahr“ müssen eben vor allem die Surfer leben. Auch deshalb wollte ich niemals surfen. Hai und Mensch bilden nicht unbedingt eine Symbiose. Man sollte Haie nicht künstlich anziehen, weder mit Futter noch mit Brett und Geplantsche. Und dass einem derartiges nicht nur in Südafrika, sondern auch in Wales passieren könnte, beweist eben dieses Foto. Auch wenn es dort natürlich weniger Weiße Haie geben dürfte als in Südafrika, wo es von Robben, Pinguinen etc. nur so wimmelt – und wo das Meer auch nicht so stark befischt wird wie in Europa. Dort leben ja auch weniger Menschen. Die Tierwelt hat dort mehr Raum. Der Mensch auch. Dafür gibt es aber eben auch mehr „Gefahren“ in der Natur. Für mich engten diese den großen Raum auch wieder ein, d.h. z.B. die Gefahr, direkt am Strand einem Bull Shark oder Weißen Hai begegnen zu können. Zu Land geht in Südafrika wohl die größte „Gefahr“ von den Nilpferden aus, wenn diese durch Menschen zufällig vom Wasser getrennt werden. Dann rennen diese auf dem Weg dortin alles um (Angst vor Menschen). Und dann die Leoparden und Paviane, die man nicht provozieren sollte. Leoparden kommen dort am Cap sogar nachts von den Bergen an die Strände wegen der Robben, Pinguine etc. Wobei die Leoparden am Cap in der Regel sehr scheu sind. Anders schaut dies manchmal in den großen „Wildparks“ nördlicher gelegen aus, wo Touristen von Leoparden oder anderen Großkatzen manchmal getötet werden, weil diese „verbotswidrig“ aus ihrem Auto aussteigen. Und man merkt dort in Afrika generell recht deutlich, wie schwer sich viele Europäer mit bzw. in der Natur tun. Das hat wohl etwas mit „Degeneration“ zu tun, die uns natürlich alle betrifft. Feuerland heißt nämlich deshalb Feuerland, weil die dort zunächst heimischen und dann von uns gnadenlos ausgerotteten Menschen in den Nächten Feuer an den Küsten machten, um sich etwas zu wärmen. Sie lebten nahezu nackt in dieser sturmreichen (Eises)Kälte, und trugen auch keine künstlichen Häute von anderen Lebewesen etc.. Das hatten die nicht nötig. Ich hatte hier in der Bretagne viel üben müssen, um dem Wind ohne Funktionskleidung aus Plastik, die ich nicht mag, standhalten zu können. Die Bretonen gehen ja generell dem Wind eher aus dem Weg. Ich verstand das zunächst nicht ganz, nun aber wohl. Wind kann fast genauso „heftig“ wie das Wasser sein. Einmal hatte ich mich vor lauter Wind auf den Boden gelegt, um zu protestieren. Ein anderes Mal wollte ich auf einen Felsen springen und bin fast wie ein Vogel über ihn hinweggeflogen (manchmal braucht es bei starkem Wind auch etwas „Glück“). Man sieht dann auch fast nichts mehr, weil die Augen nur noch tränen. Zudem schwankt man teilweise wirklich recht stark – und die Wege sind schmal und die Klippen relativ hoch. Und so freut man sich dann tasächlich – so wie die Bretonen eben auch – über jeden windfreien Tag. Ich kenne hier ein Paar aus Korsika, die leben seit Jahren berufsbedingt hier am Cap und waren noch nie am Strand. Zitat: „It´s just Ocean“. Und Feuerland ist noch wesentlich härter.

PS: Ich möchte übrigens niemanden abschrecken, in der Bretagne Urlaub zu machen. Zum einen ist das Cap eben das Cap, und es gibt ja auch viel zurückgezogenere Stellen an der bretonischen Küste. Hier am schmalen Cap ist man praktisch auf See. Zum anderen kann man auch hier karibische Stimmung erleben – mit türkisblauem Wasser und weißen Stränden. Das Wasser ist sogar ganzjährig etwas wärmer als in Kapstadt, was allerdings keine große Kunst ist (da es dort meist direkt aus der Antarktis kommt), aber natürlich viel kälter als in der Karibik. Das Wetter ist hier insgesamt deutlich schlechter geworden, sowohl im Sommer als auch im Winter (früher gab es hier hin und wieder auch mal 18 Grad mit blauem Himmel im ozeanischen Januar, wenn in Deutschland Dauerfrost war), und das Meer ist stürmischer. Die „Schäden“ an den Küsten nehmen – auch lokalen Medienberichten zufolge – drastisch zu. Man sieht es überall. Darüber hatten wir ja schon ausführlich berichtet.

 

Abschied kann schwer sein. Aber es war soweit. Meine Fundtaube ist wieder frei. Heute ist sie in ihr Leben davongeflogen.

Ich hatte sie vor rund vier Wochen fast auf einer Straße überfahren, weil sie nicht mehr fliegen konnte. Ein Flügel war verletzt. Sie kam nicht einmal mehr über den Bordstein hinweg. So fing ich sie ein und brachte sie nach Hause.

Dies hier hatte ich bereits dazu geschrieben.

Man ist sich ja dann nie ganz sicher, wann es soweit ist. Im Internet kann man lesen alles zwischen 2 Wochen und niemals. Also es gibt auch Flügelverletzungen, die nicht mehr heilen wollen. Manchmal geht es schnell und zuweilen dauert es sehr lange. Und bevor man sich da große Gedanken macht, sollte man sich besser an der „Sprache“ bzw. den Zeichen des Tieres orientieren. Und die Taube hatte mir heute früh ganz klar signalisiert, dass es soweit ist. Ich habe ihr dann gesagt, dass sie noch etwas trinken und essen soll für ihren ersten anstrengenden Tag da draußen. Dies hat sie sofort getan vor meinen Augen. Normal wollte sie dies nur tun, wenn ich nicht anwesend war.

Und dann sieht man auf dem obigen Bild links unten, dass sie mich anschließend fordernd angeschaut hat. So habe ich dann das Fenster geöffnet. Und sie ist sofort an mir vorbei nach draußen geflogen, dieser „Bengel“. Und zwar kein Absturz in den Vorgarten, sondern hoch über alle Dächer hinweg – wie eine absolute Nr. 1 unter den Tauben. Der Flügel ist somit offenbar sehr gut geheilt, was mich natürlich freut. Und die Taube ist nun wieder frei.

Fais-le bien, ma petite chérie

Do it well, my little sweetheart.

Und pass bitte gut auf dich auf, oder?

 

PS: Ich hatte die Taube übrigens – bis auf das Einfangen – kein einziges Mal berührt. Dies war nicht nötig. Sie wollte es auch nicht. Jeder Griff nach einem Vogel ist ein Schock für diesen. Und so sollte man Vögel wirklich nur anfassen, wenn es absolut notwendig ist. Meine Orientierung für ihr Wohlbefinden waren ihre Laute und Bewegungen und vor allem ihre Positionen. Je besser es ihr ging, desto höher rückte sie mit ihren Plätzen. Erst war sie ganz unten und am Ende ganz oben. Und in den letzten Tagen hatte sie mich plötzlich jeden früh um ca. 5.30 Uhr mit ihrer Taubenflöte, die von Tag zu Tag heller und lauter wurde, geweckt. Heute sogar um 5.00 Uhr schon. So wusste ich, da auch die Sonne schien, es war so weit! Sie wird wohl auch ihre Familie wieder finden (diese Tauben leben meist in kleinen Gruppen), weil ich sie ganz in der Nähe einfing.

Die Scheu der Tauben hier in der Bretagne ist absolut verständlich. Hier geht es nur um Taubenschlegel und Taubenbrust – und das kostenlos und pünktlich am Sonntag zur Mittagskost. Die Bretonen sind auch nicht gerade bekannt dafür, mit Tieren gerecht umzugehen (aber welches Land oder welche Region ist das schon). Auch bei den Delphinen merkt man das überdeutlich. In Südafrika kommen diese fast jeden Tag an den Strand, um in den Wellen bei den Surfern zu sein (exakt solche Bilder – hier klicken – sieht man in Südafrika frühmorgens, wenn die Surfer noch schlafen; da warten die Delphine schon längst), Und hier in der Bretagne meiden sie in der Regel die unmittelbare Küste, was auch verständlich ist. Bei den Franzosen dreht sich eben nahezu alles ums Essen (und natürlich um das Flüssige). Und wenn die Delphine dann gelegentlich auftauchen, oder gar ein Großer Tümmler, werden die Fischer und Angler gleich nervös. Das ist dann Nahrungskonkurrenz. Und die meisten haben Gewehre auf ihren Booten – genau deshalb. Deswegen bin ich auch froh, dass die Delphine hier vorsichtig sind.

Letztendlich schaden wir Menschen uns dadurch doch selbst, da Delphine – und natürlich auch andere Tiere – uns große Freude bereiten könnten. Für die Touristen hier wäre es eine große Attraktion, wenn die Delphine näherkämen. Aber gegen diese „Fresslobby“ könnte sich selbst eine wollende „Tourismuslobby“ wohl kaum durchsetzen. Letztere zeigt zwar ständig Bilder von Delphinen in Hochglanz-Broschüren für die Touristen. Einen Schutz gewährt sie diesen Tieren allerdings nicht, zumal viele Touristen beinahe nur wegen des Meeresgetier-Essen hierher kommen. Und so sehen dann die meisten Touristen eben auch nur unlebendige Delphine als Opfer der „Fresslobby“ an den Stränden liegen (ich habe in Südafrika in knapp einem Jahr keinen einzigen toten Delphin am Strand gesehen, hier nahezu wöchentlich). Die werden dann schnell weggeräumt, weil sie dem „Tourismus“ schaden könnten und eben das Gegenteil von den Broschüren zeigen. Auch daran sieht man recht deutlich, dass der auf diesem Bild verwendete Begriff „Biodiversity“ nur eine komplett leere Worthülse von Politik und Schein“verbänden ist. Man kann es gar nicht anders sagen. Viel wichtiger ist daher der Begriff „Understandig“ für uns alle, der ebenfalls in dem Bild auftaucht. Und ich denke, es sollte eine Zeit geben, in der wir Menschen als Mehrheit endlich damit beginnen, Tiere verstehen zu lernen. Gleich ob Taube oder Delphin. 

Daran erkennt man übrigens auch gut, dass die „Kost“ aus dem Meer erhebliche „Nebenwirkungen“ hat. Also so ökologisch, wie viele meinen, ist das ganz gewiss nicht (auch wegen der Schwermetalle, unter denen vor allem die Meeressäuger in Europa als sog. „letztes Glied“ der verseuchten Nahrungskette stark zu leiden haben, auch weil es die Geburtenraten dieser Tiere nahezu minimiert). Aber man muss wohl selbst vor Ort sein, um so etwas derart deutlich sehen zu können. Und ich frage mich hier oft: Essen uns etwa die Delphine auch unsere Äpfel vom Baum weg, und töten uns sogar dabei auf heimtückische Weise (Netze und Kugeln)?

Auch hier lügen die Umweltverbände, da es selbstverständlich jede Form von Netz ist und nicht „nur“ die sog. Schleppnetze oder Treibnetze, in denen sich diese Tiere – insbesondere deren noch unerfahrenen Kinder – täglich verfangen (müssen). Man sieht und hört diese heutigen High-TechnologyNetze so gut wie nicht (die Schleppnetze können Delphine sogar hören und manchmal noch rechtzeitig reagieren). Außerdem ist nahezu jedes Netz automatisch ein Treibnetz, sonst könnte man ja auch kein Fische damit fangen, oder höchstens zwei oder drei. Und man geht mit diesen Netzen und mit High-Technology-Solar jeden Tag exakt dorthin, wo die Fischschwärme sind, also die tägliche Nahrungsgrundlage der Delphinschulen und Tümmler (daher die zahllosen unlebendigen Delphine am Strand, vor allem Jungtiere, brutal aus den Netzen geschnitten) – nur damit u.a. auch die „Greenpeaceler“ in der sterilen Kantine jeden Tag Fisch „fressen“ können.

Stattdessen könnte es hier am europäischen Atlantik stets so aussehen, d.h. wenn eine Delphinschule auf einen Fischschwarm ohne Netze trifft:

So schaut der Alltag einer Delphinschule aus. Das sind nicht nur Streicheltiere. Die haben auch Hunger und müssen etwas essen. Und man sieht auch, dass die Delphine diesen Vögeln (Basstölpeln), die ebenfalls sehr beeindruckend sind, nichts neiden. Es ist für alle da. Das ist sogar Symbiose, da beide Arten voneinander profitieren. Man sieht sie auch in solchen Situationen, wo größere Fischschwärme beteiligt sind, stets zusammen. Die Delphine wissen dank dieser Vögel auch, wo die Fischschwärme sind. Es sind ihre Späher zu Luft. Genauso zeigen mir den Weg zu den Seehunden oft die Möwen, die sich hysterisch und laut darüber freuen, was der Seehund alles aus der für sie verborgenen Tiefe zum Frühstück oder Abendessen an die Wasseroberfläche bringt. Diese stellen sich dann manchmal auf den Kopf und schlagen mit ihrer Schwanzflosse um sich, weil sie etwas genervt sind von dem vielen Geschrei. Auf der anderen Seite lassen die Möwen in ihren „Luftgefechten“ untereinander oder mit den Kolkraben, wenn es um „Futterneid“ und „Stehlen“ geht, auch oft etwas fallen, was der Seehund dann gerne isst als lachender Dritter.

Nun kann man sich somit leicht ausmalen, was passiert, wenn in einer solchen Situation Netze anwesend sind. Da landen auch die Vögel drinnen und natürlich die Fische – und alles andere auch. Keine Regeln gibt es dort. Das sagen die Fischer selbst. Darauf sind sie stolz. Wären die Delphine nicht so intelligent, würden noch viel mehr sterben. Die meisten Fischer hier hassen diese als Konkurrenten. Oder sie sind ihnen völlig egal. Es geht nur um Knete. Ich wurde ausgelacht, als ich nach einem Schutz für Delphine gefragt hatte. Der eine Fischer wurde sogar aggressiv mir gegenüber, natürlich auch, weil er zu viel gesoffen hatte. Wenn man in Südafrika einen Delphin erschießen würde, könnte man sich nie wieder am Strand blicken lassen. Und hier ist es beinahe umgekehrt (die Ausnahme hiervon kommt ganz am Ende dieses Beitrags).

Mir tut dies alles Leid, weil die Küste hier am Cap Sizun ist wie geschaffen für Delphine. Und jede Begegnung mit einem freien Delphin, vor allem im Wasser selbst, ist ein Höhepunkt im Leben. Und dies bestätigt ein jeder, der Delphine schätzt und dies erlebt hat.

Ein Nebeneinander von Mensch und Delphin muss doch möglich sein, oder? Auch in Europa! Ebenso mit dem Seehund. Aber auch diese werden hier beschossen. Und sie wehren sich. Mir ist ein Fall bekannt, da hat ein großer Seehund (hier gibt es ausgesprochen große Seehunde als Einzeltiere) einen Bretonen im Niedrigwasser gepackt und ins tiefere Wasser verfrachtet. Dann hat er ihn in Ruhe gelassen. Es war wohl nur ein Denkzettel. Diese Tiere könnten uns im Wasser leicht töten, tun es jedoch nicht. Aber wir tun es…

Diese beiden Taucher im obigen Video, so schön es auch ist, machen übrigens fast alles falsch, was man falsch machen kann, und dennoch hat sich der Delphin ihnen gewidmet. Man langt wilden Meeressäugern selbstverständlich niemals in die Schnauze oder hält ihnen den Finger dort hin als wäre es ein Fisch. Man sollte auch nicht ständig mit Geräten in ihren Gesichtern herumfuchteln, insbesondere nicht vor ihren Augen und empfindlichen Schnauzen. Man sollte auch nicht ständig in alle Richtungen strampeln. Ab Minute 1:37 wird es daher – trotz der angenehmen Musik – etwas angespannt. Das ist fast schon ein „Angriff“ vom Delphin. Ein solcher zweiter nach einer kurzen Bedenkzeit und Abstand des Delphins in Minute 1:48. Wenn er wollte, könnte er mit einem solchen Stoß – ähnlich wie bei Haien – das Leben des Tauchers beenden. An mir, vielleicht um mir einen Scherz zu bereiten, tauchte einmal in Südafrika ein Delphin so schnell vorbei, dass ich nur die Druckwelle spüren und ganz kurz seine Laute vernehmen konnte (sie mögen auch die echten Taucher mit den Tankflaschen, wie ich dort gerade unterwegs war, nicht; daher mache ich das auch nicht mehr). So ähnlich dürfte es auch unvorbereiteten Haien ergehen. Delphine mögen diese nicht, da diese natürlich eine Gefahr für ihre Kinder darstellen.

Delphine können somit nicht nur überdurchschnittlich liebevoll, sondern auch äußerst streng und hart sein. Sie sind blitzschnell und enorm stark. Und diese beiden Taucher im obigen Video tanzen diesem Delphin eine Weile auf der Nase herum. Man sieht am Ende auch ganz deutlich, dass der Delphin von diesen beiden Menschen enttäuscht ist. Auch wenn man so viel zusätzliches Gewicht am Gürtel benötigt, dann sollte man vielleicht nicht unter Wasser gehen (ich benutze hier nur zwei, drei kleine abgerundete bzw. flache Steine, die ich mit in den Neoprenanzug packe, den man hier leider benötigt, da das Wasser bei längeren Aufenthalten recht kalt ist). Was man vor allem überhaupt nicht tut, dass man unter Wasser alles anlangt, wie es am Anfang zu sehen ist. Das ist zum einen gefährlich und zum anderen völlig rücksichtslos, eben kein „understanding“. Wenn man z.B. mit Japanern taucht, und da gibt es leider fast keine Ausnahmen, dann muss man erleben, dass diese für ihre hysterischen „Familien–Fotoshootings“ unter Wasser die hochsensiblen und brüchigen Korallenriffe als Leitern, Bühnenboden oder gar Trampoline verwenden. Ich habe noch nie ein Foto unter Wasser gemacht. Ist doch viel schöner, dass alles mit den eigenen Augen anzusehen und nicht nur via Pixel, oder?

Und jetzt müssen wir hier doch noch etwas nachträglich einfügen, da es uns so kitzelt. Sehen Sie sich doch noch einmal das Video genau an, den Einspieler, das Boot, die Flagge, die teuren und schicken Tauchanzüge, den hohen Technikeinsatz, die Respektlosigkeit und Überheblichkeit bei gleichzeitigem Dilettantismus, und dann können Sie fast schon erahnen, aus welchen Kreisen diese Taucher kommen, was in Frankreich sogar auch noch die Regel bei Männern ist. Vor allem auch unter denen, die sich eigene Boote für die Freizeit leisten können. Und nachdem der Delphin ausgiebig an den Fingern des einen Tauchers gerochen hatte (ab Minute 1.30), hatte er sich entschieden, ihnen einen Denkzettel zu verpassen. Er hat den Charakter dieser Taucher gerochen. Tiere haben Spürsinn. Vor allem Delphine. Wir Menschen haben diesen nahezu verloren. Andernfalls würden wir uns – so wie der Delphin hier auch – gegen diese „Kreise“, die auch Sie und uns als sog. „profane“ Menschen jeden Tag verarschen, auflehnen und ihnen ihre Grenzen aufzeigen. Dies tut dieser Delphin ganz deutlich.

Delphine haben übrigens überhaupt keine Probleme mit Surfern. Im Gegenteil. Sowohl vor Ort als auch im Internet können Sie zahlreiche Berichte finden, wo Delphine Surfer bei Haiangriffen geschützt haben. Diese Haiangriffe sind jedoch allermeistens ein Versehen, weil der Surfer mit seinem Brett und dem Geplantsche mit seinen Armen aus dem „Blick“ der Tiefe optisch und akustisch (allerdings nicht geruchsmäßig, daher auch oft das zu beobachtende Zögern vor dem Angriff, da sich der Hai nicht sicher ist) exakt ins Beuteschema bestimmter Haiarten passt – ausgerechnet der Handvoll „gefährlichsten“, also derjenigen, die in der Lage sind, Pinguinen, Seehunden, sogar Seelöwen oder gar anderen Haiarten etc. nachzustellen: Der allgemein bekannte Weiße Hai, der ebenso große Tigerhai, die unberechenbaren und pfeilschnellen Makohaie (deren Hautstruktur ist Gegenstand von Forschungen bei Techniken, die den Luftwiderstand reduzieren sollen) und insbesondere der in der Tat „bullige“ Bull Shark, den man in Südafrika nach einem Fluss in Mosambik benannt hat („Huge Zambezi Shark“), da diese Haiart auf ihren Beutezügen gerne in die flachen Flüsse schwimmt (neuerdings sogar in Golfanlagen in Australien). Dies wollte ich den Einheimischen, die mich damals eindringlich warnten, zunächst nicht glauben. Dann musste bzw. durfte ich dies aber selbst erleben. Danach hatte ich an dieser verführerischen Stelle nicht mehr gebadet. Der Ruf des Weißen Haies ist nämlich vor allem deshalb so schlecht, weil die Surfer den im flachen Wasser angreifenden Bull Shark meistens für einen „Großen Weißen“ halten. Auch sind in den jeweiligen „Szenen“ meist nur Begegnungen mit dem „Great White“ ehrenhaft für Surfer. Meistens oder oft sind es aber eben diese Bull Sharks, die angreifen, ohne dieser Haiart einen Vorwurf machen zu wollen. Ihre Nahrung und damit auch ihre Beutezüge befinden sich eben zumeist genau dort, wo sich die auffällig plantschenden Surfer und Schwimmer aufhalten. Zudem nimmt man vor allem diesen Haien durch Baumaßnahmen an den Küsten ihren Lebensraum weg. Der Bull Shark ist zudem ein starker Beißer, der kaum mehr ablässt, wenn er einmal damit begonnen hat. Er scheint auch schmerzunempfindlicher zu sein als andere Haiarten. Überlebende berichteten, dass selbst ein Augenstechen den Hai nicht hätte beeindrucken können. Als ehemaliger Taucher bin ich – bis auf dem Weißen Hai – nahezu allen Haiarten unter Wasser begegnet – auch dem großen Tigerhai (diesem u.a. an der Wasseroberfläche, was man – siehe diese Meldung – vermeiden sollte. Einer meiner Tauchschüler in Südafrika konnte jedoch aus Angst vor dem plötzlich auftauchenden Hai nicht abtauchen. Dieser umrundete uns mehrfach, was eigentlich kein besonders gutes Zeichen ist, es kann aber auch nur reine Neugier oder eine Feststellung des Geruches sein, dann verschwand er jedoch so schnell, wie er gekommen war).

Beim Tauchen in einer gewissen Tiefe sind Haibegegnungen somit viel ungefährlicher als strampelnd an der Wasseroberfläche. Ich hatte meinen Tauchschüler daher auch umklammert, damit er bzw. sie in diesem Moment nicht wild um sich strampeln konnte – auch um sie zu beruhigen. Ebenso erscheint man auf diese Weise dem Hai gegenüber größer, und diese suchen sich in der Regel die einfachste „Beute“ aus. An der Wasseroberfläche wild bzw. unkontrolliert zu plantschen, wie es nicht nur beim Schwimmen, sondern auch z.B.  beim Bootbesteigen automatisch der Fall ist, impliziert aus Sicht dieser Tiere zumeist ein verletzter und damit leicht zu erbeutender Meeressäuger (Robben etc.) zu sein. In Südafrika, insbesondere um Durban herum, wo es quasi alle großen Haiarten und ebenso nahezu alle Meeressäuger an einer einzigen Küste gibt (darunter auch fast alle Walarten), da sich dort tropische mit kalten Gewässern mischen, gilt daher unter Tauchern die Regel, so schnell wie möglich abzutauchen, aber auch wieder ins Boot zu steigen. Surfer, Schnorchler, Taucher an der Wasseroberfläche und Schwimmer in dunkler Kleidung in Ufernähe und im Bereich von Flussmündungen, an denen sich ja auch gerne die „Beute“ von Haien aufhält (Seehunde, Pinguine etc.) sind somit am meisten gefährdet. Vor allem deren Beine, weil Haie meistens von schräg unten und hinten angreifen bzw. „testen“, was aus deren Sicht logisch ist (daher verklammerte ich mich auch mit meinem panischen Tauchschüler). Manchmal kommen sie auch seitlich im Bereich etwas oberhalb der Hüfte. Versuche, Haie zu vertreiben, und gleichzeitig ins Boot zu steigen, können somit fatal sein, wie es die oben verlinkte deutsche Meldung bereits gezeigt hat. In der New York Post heißt es sogar: But as they surfaced, the shark swam directly at Bhandari and began biting her legs“. Diese Tauchgruppe hatte somit vermutlich eine Kette von Fehlern begangen, was natürlich nicht in den Zeitungen steht (dazu unten noch mehr). Aber „Notsituationen“ wie diese – die vor allem deshalb eintreten, weil sensationslüsterne „Taucher“ Tigerhaie füttern und diese somit von Tauchern angezogen werden – kann man eben nur schwerlich üben. Man muss sie „bestehen“, wenn sie plötzlich „auftauchen“.

Mit Tauchanfängern begannen wir dort daher auch oft in einem – garantiert „Bull Shark-freien“ – See, damit diese nicht wie „absolute Beginner“ in dieses nicht ungefährliche Wasser steigen mussten, das ja zudem extrem strömungs- und wellenreich dort ist (die meisten Tauchtouristen wurden auf der Fahrt zu den Tauchgründen seekrank, die einzige „Medizin“ hiergegen ist „abtauchen“, da es unter Wasser ruhiger ist). Wie mein Fall gezeigt hat, macht man dies mit „Anfängern“ auch aus „Eigennutz“. Denn als verantwortlicher Taucher muss man immer mit dem „letzten“ Taucher „leiden“, manchmal auch mit dem „ersten“. Aus dem Staub machen, geht hier nicht. Andernfalls sollte man keine Verantwortung im bzw. unter Wasser übernehmen. Ich tat dies, obgleich der vielen Gefahren, gerne, und ich finanzierte dadurch meine eigenen Tauchgänge und Unterkunft. Und ich konnte dort gut – wie an fast keinem anderen Ort dieser Welt – jeden Tag lernen, die zahlreichen Gefahren des Meeres ernst zu nehmen („understanding“).

Viele Touristen unterschätzen das Meer oder „Abenteuer“ bzw. „Modetrends“ wie Tauchen etc.. Daher auch die vielen Unfälle. Zwischen Bildern in Prospekten und der vorhandenen Realität klaffen oft „Welten“. Obwohl ich Training und Erfahrung habe, wurde ich ja hier in der Bretagne auch vom Wasser wild überrascht, wie ich es kürzlich bereits geschildert hatte. Unerfahrene Schwimmer bzw. „Meergänger“ ertrinken genau in derartigen Situationen (sog. „Rippströmung“). Wenn die Touristen hier einströmen, komme ich mir gelegentlich vor wie ein unbezahlter beach guard“, wenn ich die leichtsinnigen Badegäste zwischen all diesen Felsen und Wellen beobachte – und manchmal schon innerlich bereit bin. Vor allem die Erwachsenen. Die Kinder wissen meist, was sie tun (Stichwort „emotionale Intelligenz“; auch ein Thema von uns sogar mit Verweis auf autistische Kinder und Delphine). Und die Mädels oft noch besser als die Jungs. Diese tauchen manchmal wie Delphine durch die großen Wellen, so dass ich fast „neidisch“ bin  🙂 (zum „Neid“ noch mehr ganz am Ende). Aber auch beim „Helfen“ sollte man seine Grenzen kennen. Mir sind Fälle bekannt, bei denen („nur“) der „Helfer“ ertrunken ist. Die „Notgeratenen“ haben sich nämlich manchmal schon etwas an die Situation anpassen können (müssen), wohingegen es den „Helfer“ oft zunächst unvorbereitet trifft. Diejenigen, die in der Bretagne am häufigsten ertrinken, sind die Angler. Wenn sie mit ihren warmen Gummistiefeln bei ereilender Flut von den Felsen fallen, da ein oder zwei Fische in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht genug wären (Gier), sagt man hier zumindest. Deren Stiefel laufen dann mit Wasser voll.  Das ist wie ein „Ticket“ in die Tiefe. Und an der hier abgebildeten Steilküste vom Cap Sizun gibt es zwar noch über ellenlange Fische, dafür aber eben keine schnelle Hilfe. Und selbst bei überfüllten Stränden sind Ertrinkende oft ganz alllein. „Beim Ertrinken ist man alleine“, sagt man daher auch.

Und genau dies konnte ich bei meiner Situation auch spüren; obgleich ich mir stets sicher war, dass ich nicht ertrinken werde, bei Kenntnis, dass es grenzwertig ist, also die Grenze zum Ertrinken, die ich – trotz Tigerhaie und riesiger Surfwellen in Südafrika – noch nicht kannte. Und ehrlich gesagt, war es meine größte Sorge gewesen, dass einer der Beobachter, es waren nur wenige bei diesem Wetter anwesend, auf die Idee gekommen wäre, mir zu helfen. Denn ohne Neoprenanzug, den ich aufgrund der Jahreszeit trug, hätte ich in dieser Situation vermutlich dem „Helfer“ helfen müssen. Und dann wäre es vielleicht für beide schief gegangen – wegen meiner Leichtsinnigkeit an diesem Tag, an dem nicht einmal die Surfer im Wasser waren (dieses Bild zeigt einen Surfer am Cap Sizun). Auch deshalb verhielt ich mich im Wasser so ruhig, d.h. auch um bei den Beobachtern Vertrauen zu erwecken. Dabei gab ich mir Mühe, eine Art von „Übung“ bzw. „Training“ zu imitieren, da an jenem Tag ja auch keine „gewöhnlichen“ Schwimmer ins Wasser gestiegen wären. Es geht einem somit viel durch den Kopf . Es dauert ja auch eine Weile (Geduld), bis man bei starken „Rippströmungen“ den Weg zurück zum Strand findet. Und jeder Ruf an die Küste wäre verlorene Luft, die man in solchen Situationen, in denen man automatisch viel Wasser schluckt, dringend benötigt. Ertrinken ist zunächst ein Mangel an Luft. Und ich denke, dass es in solchen Situationen am wichtigsten ist, Frieden mit dem Wasser zu schließen (auch wenn man genau in diesem Moment die Heftigkeit bzw. „Gewalt“ des Wassers erst richtig erkennen bzw. spüren kann). Sofern dieses nicht eiskalt ist oder man keinen sonstigen „Schock“ erleidet oder sich den Kopf nicht am Felsen anstößt (Kopf immer schützen, z.B. mit den Armen), bringt es einen nicht sofort um – und es trägt einen (natürlich nicht mit Gummistiefeln oder anderen „Tickets in die Tiefe“; diese im Wasser sofort ausziehen und loslassen). Wenn der Kopf von einer Welle unverhofft unter Wasser gedrückt wird, einfach Luft anhalten und warten, was passiert. Hier sofort die Atmung zu suchen bzw. die Luft, kann zu Wasserschlucken und Panik führen. Ruhe bzw. sogar eine Portion Gelassenheit ist daher in solchen Situationen äußerst wichtig. Aus meiner Sicht entscheidet dies sogar oft über Leben oder Tod.

Dieses Video zeigt eine ähnliche Situation, wobei hier die Wellen zum Strand zurückführen. In meinem Fall liefen die Wellen vom Strand weg. Also noch schlimmer. Und man sieht deutlich, wie schwer sich die beiden Männer im Wasser tun, obwohl sie Surfbretter haben:

Brandungsrückstrom bzw. Rippstrom nennt man so etwas. Wobei das etwas untertrieben ist, weil es schön wäre, wenn so etwas nur eine einzige Rückströmung wäre. Da arbeiten ganz viele Strömungen auf einmal. Wäre in diesem Fall die Strömung noch etwas stärker gewesen, hätte der zweite Surfer, obgleich er ein sehr starker ist, vermutlich auch seine Kraft verloren. Dies kann man am Ende deutlich erkennen. Den kürzesten Weg zurück zum Strand zu suchen, und damit dann auch meist gegen die Rippströmung anzukämpfen, ist daher in solchen Situationen zwar menschlich (wir sind schließlich keine Fische), jedoch meistens fatal. Stattdessen sollte man erst einmal ruhig bleiben und sehen, wo dieser Wirbel einen hinführt, um von dort aus den Weg zurück zum Strand, wo man ja ursprünglich auch hergekommen ist, zu eruieren. Gut kann man hier auch sehen, dass ein „Ausgang“ über die Klippen kaum möglich bzw. äußerst schmerzhaft ist. Und an den schlaffen Beinen des geretteten Surfers kann man erkennen, wie erschöpft dessen Körper ist. Steigen Sie mit diesen Beinen einmal über die Klippen aus. Sie werden von den Wassertürmen einfach abgeräumt. Hinzu kommt, dass diese weiße Gischt überwiegend aus Luft besteht. Man findet somit auch keinen ausreichenden Widerstand, um effektiv schwimmen – bzw. hier paddeln – zu können. Dies kann man ebenfalls in diesem Video erkennen. Ähnliches kann übrigens auch Ihnen beim Badeurlaub passieren. Entsprechende Verhaltensregeln sollte man daher kennen. Da dies aber oft nicht der Fall ist, ertrinken jedes Jahr unzählige Menschen im europäischen Atlantik. Ich hatte das damals recherchiert und war wirklich überrascht von der sehr hohen Zahl. Wichtig in derartigen Situationen ist zudem, seine Lunge als Schwimmweste zu benutzen. Je mehr Luft in der Lunge ist, desto stabiler liegt man auf dem Wasser. Aber selbst das vergessen viele Betroffene in solchen Situationen. Die wenigsten Strömungen ziehen einen unmittelbar unter das Wasser. Dies wird zwar oft behauptet, es sind jedoch zumeist ganz lapidare Dinge, warum so viele Menschen ertrinken.

Siehe auch: Erfahrungen mit einer „Rippströmung“

Ich suche derartige Extremsituationen, wie sie mich an dem hier abgebildeten Bereich wegen einer über Nacht neu aufgetauchten, seitlich wegknickenden Sandbank „überraschte“, nicht. Der Atlantik am Cap Sizun ist jedoch seit gewisser Zeit sehr unberechenbar und äußerst „wild“  geworden, wie man es auf diesem Bild ja auch gut erkennen kann – und dies sollte man unbedingt anerkennen. Vor allem, wenn man einen „Denkzettel“ erhält, was einen ja auch vor noch schlimmeren Dingen bewahren kann. Aber hier können Sie sehen, dass es Menschen gibt, welche die gefährlichsten Wasserstellen dieser Welt, in diesem Fall in Portugal ebenfalls am Atlantik, aufsuchen, um „Extremerlebnisse“ zu haben. Dies hier, das Surfer und zu Hilfe eilende Jetskier (die nur Krach an der Küste machen) betrifft, würde ich niemals freiwillig tun. Warum auch? Und dann macht der Jetskier ab Minute 1.07 auch noch einen großen Fehler (vielleicht sah er ja auch einen Hai oder Felsen vor sich oder ich übersah etwas), und dann geht das künstliche und glimpflich endende „Drama“ eben los (da sieht man auch recht gut die Rippströmung und dass man darin nur ein „Spielball“ des Wassers ist, und wie schnell aus einem „Helfer“ ein weiterer „Notleidender“ wird, nur weil er vom Jetski fällt, und obwohl dies alles „Red-Bull-Profis“ sind, die den ganzen Tag fast nichts anderes machen. Ab Minute 2.13 kann man besonders gut sehen, warum derartige Rippströmungen an den Klippen, so wie auch in meinem Fall, so gefährlich sind. Nicht nur wegen Strömungen, in denen man unkontrolliert zwischen Felsen herumschaukelt. Es ist die erhöhte Sequenz der Wellen. Diese kommen wegen der Klippen aus mehreren Richtungen, und man hat zwischen den vielen brechenden Wellen kaum Zeit, richtig Luft zu holen. Die Abstände sind zu kurz. Daher auch das viele Wasserschlucken; und gleichzeitig muss man bei jeder einzelnen Welle aufpassen, dass man nicht direkt an die Klippen gerät. Auch dieser zweite „Red-BullJetskier“ macht zunächst einen großen Fehler, indem er bei Minute 2.16 gleich in die erste brechende Welle hineinfährt. Das ging gerade noch gut. Dann ist er wach und wartet, bis es zwischendurch mal etwas nachlässt, und dies sollte man dann auch als „Schwimmer“ nutzen oder noch warten; das Orange zeigt meinen Umweg zurück zum Strand, ohne diesen landet man meist wieder dort, wo man gerade herkam, lernte ich dabei, und verliert dadurch natürlich viel Kraft und man ist enttäuscht; und da war mir klar, dass viele beim Ertrinken bestimmt auch irgendwann einfach aufgeben. Und dieses hier absichtlich für Werbezwecke und Nervenkitzel herbeigeführte Ereignis muss dann auch noch „The Big Ugly“ heißen. Das sagt eigentlich schon alles. Besser wieder zurück zu Delphinen & Co. (die übrigens kaum „Fehler“ im Wasser machen, der Mensch hingegen neigt hierzu oder provoziert diese sogar regelrecht, wie wir auch noch weiter sehen werden, und schiebt die Folgen dann gerne den Tieren, in deren Element wir uns doch freiwillig begeben, in die Schuhe).

…..  „pfeilschnell“ können Delphine sein. Dieser Surfer hat eine gute bzw. schnelle Reaktion, weil das von seiner Position direkt vor der Welle nur sehr kurzfristig zu erkennen ist. Zudem war er bereits darauf konzentriert, unter der kommenden Welle mit seinem Board durchzutauchen oder eben auf diese aufzusteigen. Wäre dies kein Delphin, sondern eine reale Gefahr, dann wäre es vielleicht schon zu spät. Daran sieht man, wie schnell Gefahren eintreten könnten und wie achtsam man daher sein sollte, ähnlich wie dieser Surfer, der das sofort erkennt. Es scheint fast so, als würden die beiden sich anblicken. Delphine mögen Surfer, da diese beim Surfen per se friedliche Absichten verfolgen und dabei auch noch mit den Wellen „spielen“, was die Delphine doch viel besser können und zeigen wollen. Als guter Surfer kann er dabei bereits im Reflex zwischen Delphin und Hai unterscheiden. Delphine „erschrecken“ gerne, ähnlich wie Kinder das tun.

Wir würden einem Delphin, der ernsthaft versuchen wollte, an Land  über Hürden zu springen, auch zeigen wollen, wie das funktioniert. Aber das will  jetzt bestimmt kein Surfer hören. Delphine können diese Wellen auch seitlich nehmen und entlang düsen bzw. fliegen. Das machen sie aber relativ selten, weil sie dadurch die Surfer in Gefahr bringen könnten. Da gab es hinterher schon zerbrochene Boards und vielleicht auch hier und da kleine Beulen:

Vielleicht wollte der Delphin den Surfer erschrecken und hat sich dabei etwas in der „Fluglänge“ verschätzt. Wobei er ihn nicht voll trifft, sondern eher seitlich daneben „einschlägt“. Vielleicht kam es auch vorher schon zu einer Begegnung mit diesem Surfer, die dem Delphin nicht gepasst hatte. Delphine beherschen nämlich in der Regel auch ihre Luftakrobatik“ in sensationeller Weise (und das hier schaut ein bisschen „gezielt“ aus). Zu „Zusammenstößen“ kann es in vielen Fällen nur kommen, indem sowohl Delphin als auch Surfer in voller Fahrt sind und sich nicht oder zu spät sehen. In den ersten Sekunden des Videos kann man erahnen, wie schnell so etwas in der Realität abläuft (siehe oben), und das war vom Delphin noch lange nicht „Vollgas“ bzw. „Voll(schwanz)flosse“. Die Schwanzflosse beim Delphin ist äußerst kräftig und dabei sehr elastisch und dadurch auch wendig. Ähnliches könnte auch passieren, wenn die Delphine von vorne kommen: 


Das war eindeutig Absicht vom Delphin (aber zärtlich fast in Zeitlupe und nicht in voller Fahrt, aber dennoch zu schnell für einen Menschen; siehe oben). Er hat den Paddle Boarder schnurstracks vom Board geholt. Unmittelbar danach sind die Delphine sogleich wieder geschlossen aus der Welle herausgegangen (daran sieht man, wie gut deren Kommunikation funktioniert, und auch, dass diese Aktion wohl allein dem anwesenden Menschen gewidmet und zuvor abgesprochen war). Vielleicht, damit dieser nicht mehr länger so steif im unsicheren Stand herumpaddelt, sondern endlich auf die Wellen steigt, um mit ihnen gemeinsam zu reiten (dieser Langweiler). Man kann auch schön sehen, wie die Delphine genau am rechten Fleck warten, um auf die Welle aufsteigen zu können. Bei Surfern kann das zuweilen eine halbe Ewigkeit dauern, bis die endlich mal passend auf einer Welle stehen, um sogleich wieder von dieser herunterzufallen. Manchmal ist es aber auch ein Genuss, Surfer zu sehen, die lange reiten können. Da steckt viel Arbeit dahinter, weil das nicht einfach ist. Da muss man meist schon als kleines Kind auf dem Board gestanden nnd mit diesem samt Welle quasi verheiratet gewesen sein — wie das bei manchen Surfern aus Hawaii, Kalifornien, Australien oder Südafrika der Fall ist. Bei Minute 00:03, also ganz am Anfang, schlägt ein Delphin vor den anderen mit der Schwanzflosse in die Luft. Das geschieht nur einmal. Das könnte als Zeichen für die anderen gedient haben, den Surfer vom Board zu holen. Könnte. Diese Delphine sehen noch etwas aus wie Jungspunde. Und diese haben viele Faxen im Kopf. Ähnlich wie bei Menschen. Als Jungtaucher lernt man auch, wie man Schwimmer oder Schnorchler erschrecken oder kleine Boote – z.B. von delphin-jagenden Piraten etc. –  versenken kann (Satire).

  Ein Grund, warum ich an dieser Küste bei Durban damals so lange beim Tauchen verweilte, war, dass ich dort praktisch jeden Tag Wale und Delphine gesehen hatte (sog. „Dolphins Coast“), und ich mir diesen Kindheitstraum nach meinem Studium erfüllen wollte. Die meisten (männlichen) Taucher kommen jedoch wegen der vielen Haie dorthin, und füttern sie auch, um sie anzulocken, und das geht dann eben auch manchmal schief. Und dann wird wieder alles den sog. „bösen Haien“ in die Schuhe geschoben – vor allem die ebenso sensationslüsternen Medien tun das. Auch ich wurde hiervon zunächst geblendet. Als ich zuvor in Indonesien meinen ersten Großhai beim Schnorcheln sah (einen Grundhai, der deutsche Name für „Bull Shark“, also den sog. „gefährlichsten“, und das auch noch ziemlich weit draußen am Außenriff), schwamm ich wie ein durchgehender „Blitz“ an den Strand zurück – aus Angst. Heute würde ich mich natürlich – aufgrund eigener Erfahrungen und da der Hai, wenn er will, eben auch viel schneller ist als man selbst – anders verhalten. Und ehrlich gesagt, vermute ich eines: Die Tauchgruppe, bei der dieser Unfall geschah, hat vielleicht sogar die im Vergleich harmloseren Riffhaie aufgrund der prominenten Touristen angelockt und gefüttert. Diese wollen dann in New York natürlich über Haibegegnungen im Rahmen des teuren und exklusiven Tauchurlaubs berichten. Und dann kam eben auch – vom Futter angelockt – der große Tigerhai vorbei. Danach hörte der „Touristen-Spaß“ natürlich sofort auf (ich denke, dass die Tigerhaie durchschnittlich größer als die „Weißen“ sind, da sie fast alles essen; die hier abgebildete Tauchgruppe setzt sich wohl auf den Boden, um die Beine zu schützen. sieht mir aber auch nach Fütterung aus). Man versuchte zunächst, ihn zu vertreiben. Dies funktionierte jedoch nicht. Dann brach man diese Aktion ab und stieg auf zum Boot mit den geschilderten Konsequenzen. Danach riecht es mir. Die abgelegenen Kokos-Inseln sind ja auch für exklusiven „Hai-Tourismus“ bekannt. Und gleich 18 Taucher in einer Gruppe? Das klingt mir nach „Kinovorstellung“ bei gleichzeitigem „Chaos“ und „Kohle“. Vielleicht täusche ich mich auch. Aber genau dies passiert eben oft. Und dann war es wieder der sog. „böse Tigerhai“, der übrigens trotz seiner enormen Größe sehr elegant wirkt und aufgrund der Musterung mit seinen Streifen im Wasser sogar ganz „hübsch“ ausschaut – vor allem wenn das Licht auf diese Musterung fällt. Ich unterliege aber mit Sicherheit keinem Zwang, diesem oder anderen Haiarten zu begegnen. Im Gegenteil.

Diese hier sind die fütternden „Taucher“, andernfalls käme nämlich eine derartige Situation mit dem Tigerhai normalerweise nicht zustande (das könnte – muss aber nicht – noch ein relativ junger Hai sein, die Musterung ist zumindest stark ausgeprägt und seine Haut scheint noch unverletzt,). Über das Futter soll der große Hai erst angezogen und dann für „Streicheleinheiten“ und „Pixel“ gebeugt werden. Und wenn man zufällig an eine solche Stelle kommt, an denen Tigerhaie regelmäßig gefüttert werden (was vielleicht in meinem Fall so war) und man hat natürlich kein Futter dabei, dann kann es sogar sein, dass der Hai aus Enttäuschung und natürlich auch aus Hunger zubeißt – auch weil er sich auf diese Futterstelle verlässt. No „understanding“! Haie zu füttern, ist ein absolutes Tabu. Und ausgerechnet viele der „gut ausgebildeten“ und erfahrenen Taucher tun genau dies. Und für den Fall, dass es schief geht, haben manche dieser Taucher dann die Harpune für den Hai dabei. Das sind keine Märchen, ich habe das alles mit eigenen Augen gesehen.

Kurzes update vom 05.09.2018: Sensationsgier auf SPIEGEL ONLINE (Tigerhai in Trance). Genau diese Taucher sind mitverantwortlich für das Interesse von Tigerhaien an Tauchern und somit auch an den damit verbundenen Angriffen.

Den oben abgebildeten Surfer hat vielleicht das Hellblau gerettet – oder der gesunde Geruchssinn des hier Weißen Haies. Nach einem Biss lassen diese Haiarten meistens wieder ab. Aber ein Haibiss im Wasser kann eben dramatisch sein. Auch nimmt man den Haien – ähnlich wie den Seehunden etc. – ihren Lebensraum weg, und stellt ihnen fast überall nach, was diese natürlich hin und wieder entartet-aggressiv macht. Also, auch die Haie gehören zum Meer dazu. Wäre dies nicht der Fall, dann hätten die Delphine und Tümmler zusammen mit ihren großen „Geschwistern“ unter den Orcas diese schon längst „weggeräumt“. 🙂 Wie man übrigens auf dem obigen Bild gut sehen kann, können die Surfer über die Delphine meistens nur staunen. Ein Grund, warum ich nicht surfe, ist, dass ich nicht durch ein Brett vom Wasser abgeschnitten sein möchte. Das ist allerdings Geschmackssache. Denn die Surfer sind auch oft – meist jedoch gezwungenermaßen – ohne Brett unter oder auf dem Wasser unterwegs und richtig „wasserverliebt“ – und dies wiederum mögen die Delphine, also Menschen, die sich ohne große Technik und Schnickschnack und vor allem ohne schlechte Absichten auf ihr Element, das Wasser, einlassen. Dieses Bild zeigt übrigens die Pointe de la Torche (dt. Spitze der Fackel), nicht weit entfernt vom Cap Sizun, ein Anziehungspunkt für Surfer und vor allem Windsurfer aus der ganzen Welt. Beim Windsurfen, d.h. mit Segel, gehören die Bretonen zu den weltweit besten. Beim blanken Wellensurfen, das ja nicht gerade in der Bretagne seinen Ursprung nahm, werden sie jedes Jahr besser. Die Wellen auch.

In dem nachfolgenden Video wurde sogar von Medien berichtet, wie ein „Marathonschwimmer“ von Delphinen vor einem Hai beschützt wurde. Hier sieht man auch: In den seltensten Fällen müssen Delphine Haie angreifen, um sie zu vertreiben. Die Haie verschwinden meist von selbst, allein durch die selbstbestimmte bzw. fast schon majestätisch wirkende Körpersprache der Delphine. Sie haben eine enorme Ausstrahlung. Das spüren natürlich auch, bzw. erst recht, die Haie.

Siehe auch: Das Zweite Leben von Jonathan

Und hier kommt ein Delphin zu einem Taucher, um sich helfen zu lassen wegen solcher menschlichen Utensilien wie scharfer Nylonschnüre und Hacken. Dazu braucht es Hände. Wie soll denn ein Delphin das ohne Hände schaffen können?

Ein ausgezeichneter Taucher. Besser geht es in dieser Situation nicht (und das unverhofft auch noch nachts, im Revier des großen Tigerhais vor Hawaii). Und man sieht, dass Delphine sogar wissen, dass so etwas nur Menschen beseitigen können. Und da der Taucher viel Erfahrung hat, sah er auch ziemlich schnell, dass der Delphin „angeschlagen“ war und sah bzw. fand dann auch das Problem und half sofort – intuitiv, ohne groß zu denken. Und vielleicht hatte der Delphin auch deswegen diesen Taucher ausgesucht und sich ihm anvertraut. Der Delphin war ziemlich angeschlagen. Hoffen wir, dass er es überlebt hatte. Hat er bestimmt! Er schwamm wohl dann nach oben, weil er Luft brauchte. Delphine sind keine Fische. Aufgrund der Lichter wusste er, dass dort Taucher, seine einzige Rettung, sein mussten. Und hat der Delphin am Anfang nicht die Mantarochen sogar etwas verscheucht, vielleicht damit er die ganze Aufmerksamkeit der Taucher erhielt und das bei Nacht notwendige Licht sämtlicher Lampen? Könnte sein. Delphine sind extrem schlau. Und dieses Video beweist einmal mehr, dass Delphine unsere Nähe sogar freiwillig suchen (aber nicht unbedingt in Europa). Anhand dieses Videos und dem gefühlvollen Verhalten der leitenden Taucher, die sofort von den Mantarochen abließen, obwohl sie deshalb diesen Nachttauchgang für die zahlenden Gäste durchführten, kann man gut sehen, welch hohen Stellenwert Delphine dort bei diesen Menschen genießen (ähnlich wie in Südafrika). Ab Minute 0.30 etwa kann man auch gut sehen, wie fasziniert die Gäste von dem Delphin sind bzw. wie sie ihn angaffen und dabei fast erstarren. Delphine stellen unter Wasser alles in den „Schatten“. In diesem Augenblick ab Minute 0.30 oder schon davor könnte man auch meinen, der Delphin hatte sich den geeigneten Taucher genau ausgesucht – und ihn auch gefunden.

Und obwohl der Taucher Hand anlegt bzw. anlegen muss, lässt er dem Delphin gleichzeitig Raum und die Richtung vorgeben (so langt auch nur ein Taucher sehr sorgfältig hin und nicht viele unsorgfältige Hände). Damit hatte er jede Form von Stress beim Delphin vermieden – und ihm damit wichtige und vielleicht sogar über Leben und Tod entscheidende Energie bzw. Kraftreserven belassen. „Hut ab“! Bzw. „understanding“.

Auch wenn es vielleicht viele nicht glauben mögen, so kann man Tauchen, wenn es anständig und nicht im entarteten Massengeschäft ausgeführt wird, als gelebten „Umwelt- und Tierschutz“ begreifen – zumindest in der heutigen Zeit der Überfischung und Zerstörung der Meere. Die Taucher kommen wegen der Unterwasserwelten und zahlen dafür oft viel Geld. Dort wo die Tauchreviere sind, gibt es daher auch ein Interesse, diese zu erhalten. Die Fischer können in diesen Revieren oft auch nicht machen, was sie wollen (allein schon, weil sie beobachtet werden). Natürlich beunruhigt kommerzielles Tauchen auch die Unterwasserwelt (vor allem auch wegen der vielen Anfänger, die wild strampeln), und der viele Verkehr mit den Tauchbooten, und neue Hotels für Taucher etc. Allerdings dürften heute manche Unterwasserwelten nicht mehr erhalten sein, wenn es die Taucher nicht gäbe. Und an dem Verhalten dieses Tauchers, der offenbar auch der „Chef“ war, sieht man eben gut, dass er ein „understanding“ hat. Und der Delphin wusste, dass er dort Hilfe bekommt, weil Taucher in der Regel Delphinen helfen und sie nicht töten. Die Bretagne zum Beispiel  zieht wegen der relativen Kälte des Wassers keine Taucher an. Es gibt dort so gut wie keine Tauchtouristen. Und das merkt man. Alles wird von der Fischerei bestimmt bzw. dominiert. Gäbe es dort ein bekanntes Tauchrevier, sähe es ganz anders aus. Die Tierwelt wäre viel größer und nicht alle Tiere würden flüchten vor den Menschen, da diese ständig Tiere töten. Wenn es an Orten mehr Boote für das Delphin-Watching gibt als Fischerboote, dann kippt so etwas. Und viele Fischer merken dann, dass sie mit „Delphin/Wal-Watching“ mehr Geld verdienen können als mit Fischen fangen. Der „Fischfang“ etc. zerstört komplett unsere Meere. Und da müssen bzw. sollten wir Menschen umdenken. Und wenn es heißt, man müsse Fisch essen, um gesund zu sein bzw. zu bleiben, dann ist das nicht wahr. Die Fette können wir auch über andere Öle beziehen. Ebenso das Eiweiß. Auch Fische wollen leben, und alles andere im Meer auch. Jetzt könnte man einwenden, Delphine essen auch Fisch. Das stimmt. Aber erstens ist es ihre natürliche Nahrung, zweitens lassen sie Fische übrig.  Und wir Menschen räumen komplett ab – und in den wenigen Lücken bzw. Nischen hocken die Angler mit ihren vielen Hacken und Nylondrähten (siehe Video oben) und ihrer paramilitärischen Kampfmontur oder die ebenso paramilitärischen Harpunierer. Und all dies nennt man dann auch noch irreführend „Meeresfrüchte“, als würden diese am Baum hängen, und man pflückt sie einfach nur ab, wenn sie erntereif sind. Was ist das für eine Einstellung? 

Als Verhaltensregel gegenüber wilden Tieren sollte generell gelten, dass man mit seinen Armen sehr behutsam umgeht. Denn die Arme des Menschen bringen den Tieren nun einmal meistens den Tod. Wenn man z.B. wilden Delphinen begegnet, dann sollte man seine Arme erst einmal an den Körper anlegen und sich zunächst extrem ruhig im Wasser verhalten, um zu beobachten, wie die Delphine auf diese Begegnung reagieren, ob sie Menschen schon kennen oder nicht. Ob sie Angst vor den Armen haben. Ob sie angelangt werden wollen, oder eben nicht etc. Wollen Sie von allen ungefragt angelangt werden?

Das auf diesem Bild bin nicht ich. Man kann hier übrigens bereits auf dem ersten Blick sehen, dass dieser Taucher Erfahrung mit Delphinen hat, gleichwohl der Große Tümmler hier deutlich zeigt, dass er sich nicht unterwerfen wird. Man sollte daher sehr respektvoll mit diesen Tieren umgehen. Ihre Selbstbestimmtheit ist ihr höchstes Gut.

Auch jede Form von „Aqua-Show“ mit unfreien Delphinen etc. ist daher automatisch Tierquälerei. Wir sollten so etwas nicht unterstützen. Und ausgerechnet diese stolzen Tiere landen ständig in diesen heimtückischen Netzen, in denen sie qualvoll auf fremdbestimmte Art und Weise ertrinken bzw. ersticken bzw. verbluten bzw. sich mit ihrer unbändigen Kraft selbst erdrosseln, vor den Augen der ebenso hilflosen Familie, damit der Mensch Fisch essen kann, der übrigens nicht lebendig im Wasser, sondern nur unlebendig zu Land „stinkt“. Auch dieser Große Tümmler ist spurlos verschwunden. Und in den Bars erzählt man, weil dort auch die Fischer sind, dass man auch ihn aus Gier getötet hätte. Einen Tümmler, der an die Küste kam, um uns Menschen eine Freude zu bereiten.

Die hier abgebildete Bucht ist die bereits woanders auf diesem Blog erwähnte Stelle, wo ich es erleben durfte, einer riesigen Schule von Delphinen mit ihren Babys zu begegnen. Auch dieses obige Bild stammt aus jener Bucht. Das mag jetzt für manche wie ein Süßwassersee aussehen. Wenn man um das Eck schaut, erwartet ein jedoch die Pointe du Raz, also eines der tollkühnsten Gewässer weltweit (hier abgebildet mit der Insel Île de Sein im Hintergrund).

Hier stößt die Kraft des Ärmelkanals auf den noch stärkeren Atlantik. Und dieses Wasser muss dann zwischen einer Enge, also zwischen Insel und Festland, hindurch, was – je nach Wetterlage etc. – zu ozeanischen „Verwerfungen“ führen kann. Jeder Seemann hat Angst vor dieser Stelle. Die allermeisten davon umkurven sie – auch wegen der vielen Felsen und Riffe. Die gleich nebenan liegende Bucht mit Strand heißt nicht umsonst Baie des Trépassés, also „Bucht der Verschiedenen“. Hoch oben auf den Klippen befindet sich eine alte Kapelle für die hinterbliebenen Frauen (das vor der Kapelle ist übrigens junger Ginster, der so gelb blüht), oder diejenigen, die noch hofften, dass ihre Männer lebend vom Meer zurückkehrten. Diese sollen ja schon vor der Geburt von Cristoforo Colombo vor dem nordamerikanischen Kontinent regelmäßig Kabeljau gefischt haben. Das ist nach dieser Insel auch das nächste Ufer. Und die Bretonen waren damals und sind heute noch mit an der Spitze der besten Segler. Sie kennen die Winde und die Strömungen, die über den Atlantik führen, natürlich wesentlich besser als ein ortsfremder Italiener. Und ich bewundere diese Crew, die jeden Tag linienmäßig auf dem Schiff zu dieser Insel fährt – auch bei Sturm.

Obwohl diese bewohnte Insel dem Land unmittelbar vorgelagert ist, ist dieses Boot ein Hochsee(sicherheits)schiff. Eine Fähre kann in diesem tosenden Gewässer, in das sich auch die Delphine zurückziehen, zwischen all diesen Felsen nicht fahren. So gibt es auch keine Autos auf der Insel. Der Captain kennt natürlich alle Felsen und – wie man in diesem Video auch ab Minute 1:30 gut sehen kann – die schmale Zickzack-Rinne zur Insel selbst im größten Sturm haargenau (auf der sich früher auch Piraten zurückgezogen und auf ihre ortsunkundigen „Opfer“ gewartet haben). Auch mich müsste die Crew noch kennen. Wir kamen ins Gespräch. Ich war nämlich offenbar der erste Fahrgast überhaupt, der zur Insel fuhr und dort nicht ausstieg, sondern gleich wieder mitzurückfuhr. Das verstand die Crew zunächst nicht. Aber ich erklärte ihr dann, dass ich an diesem Tag Schiff fahren und nicht auf der Insel flanieren gehen wollte – auch wenn es zugegeben etwas frisch und windig am offenen Oberdeck war. Die Insulaner sitzen fast alle unten im geschlossenen und gewärmten Bereich. Aber angesichts derartiger Zustände, die auf dieser Insel herrschen können, ist das auch verständlich. Die Leute, die dort wohnen, benötigen keine künstlichen „Abenteuer“. Deren Leben ist ein Abenteuer.

Mir ist dort sofort aufgefallen, dass die Jugendlichen viel natürlicher sind als die auf dem Festland. Kein Handy in der Hand. Barfuß im Winter, dabei halb im Wasser. Niemals auf den Felsen ausgerutscht, obwohl sie ständig Streiche unternommen haben. Und alle haben sie gelacht und sich gefreut, als das Boot einlief. Sie haben sich alle am Schiff versammelt – natürlich auch die Erwachsenen. Schön war das. Und auch kein Lärm und Gestank von Autos. Und selbst die an der Festlandküste so scheuen Delphine suchen die Nähe zu den Insulanern, welche diese offenbar schätzen – und umgekehrt. Dazu passt: Lokale Informationen über die Delphine habe ich überwiegend von einem Bretonen erhalten, der direkt über den Klippen am Pointe du Raz aufgewachsen ist. Dieser Bereich wurde dann zum nationalen „Monument“ erhoben (die Tierwelt leider nicht). Seine Familie musste daher das Haus aufgeben und umsiedeln. Er erzählte mir, wie er sich als Kind an die Rückenflossen der Delphine heftete und mit ihnen gemeinsam durch das Wasser sprang. Und wer weiß, vielleicht machen dies einige der Insulaner noch heute.

Das nachfolgende Bild habe ich selbst gemacht mit einer einfachen Kamera. Daher kann man die Insel im Hintergrund leider nicht erkennen. Ist auch eine relativ große Entfernung. Man kann jedoch das Licht hinten rechts, wo die Sonne ebenfalls durchscheint, leicht erkennen. Und dass diese Insel zuweilen wie durch ein halbes Wunder erhellt wird von der Sonne, wohingegen fast alles andere dunkel ist, haben mir auch schon Einheimische berichtet. Ich habe es auch mehrmals selbst erlebt. An diesem Tag sah das alles ganz besonders aus – und plötzlich war der Himmel wieder zu und das Licht war weg.

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Nachtrag vom 22.05.2018:

Sie sehen vielleicht. Ich versuche dort die Probleme zu lösen, wo ich mich befinde. Und hier gibt es – wie natürlich überall – viele Probleme. Leider kann ich nichts tun, da mich die „Freimaurerei“ nicht lässt. Sie hat mich hier nicht nur aus einem Ort, der mir seit über 20 Jahren als Rückzugspunkt diente, vertrieben. Sie hat mir sogar, während sie mir mein Geld stiehlt, eine Ladenfläche weggemietet und halbleer stehen lassen, damit ich mich auch hier nicht entfalten kann (d.h. ich unterliege somit quasi einem grenzüberschreitenden „Berufsverbot“, auch z.B. einem „Partnerverbot“, weil das keine Frau aushalten würde bzw. ich das keiner Frau zumuten kann oder möchte) – nachdem diese „Zunft“, die offenbar „Rachegedanken“ hat (obwohl ich ihr nichts schulde), mich aus Deutschland, wo ich ja ein recht erfolgreicher Anwalt im Umweltbereich war, weggeekelt hatte. Und dies alles nur, weil ich mich geweigert hatte, Freimaurer zu werden, nachdem ich diese „Burschen“ aufgedeckt hatte. Dies bedeutet, ich habe mich geweigert, den sog. „profanen“ Menschen zu verarschen und auszubeuten. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Sie diesen Blog unterstützen würden. Mehr kann ich leider  – eben aus gewissen, armseligen Gründen – nicht tun. Auch meine damalige Vortragsreihe musste ich quasi einstellen. Und Sauberer Himmel hat eben „nur“ noch diesen Blog. Aber mir gefällt er. Life Force!

Als ich damals meine Freunde in Südafrika fragte, warum sie so anders sind als die Europäer, antworteten sie mit dem Wort „Life Force“ – und diese Leute (Musiker, Schauspieler etc.) kannten Europa gut. Sie empfanden es als steif und leblos (auch London).

Und eines kann durchaus sein. Für diesen Beitrag werde ich demnächst vielleicht ein schönes Erlebnis mit Delphinen haben (und die Haie werden mich für immer verschonen, vor Irland nicht weit gegenüber ist nämlich schon ein „Weißer Hai“ aufgetaucht, sie folgen den Seehunden; und zwei mittelgroße Makohaie wurden hier bei Stürmen leider tot angeschwemmt, Stichwort „Netze“). Und vielleicht zeigt sich ja auch endlich die Meerjungfrau. Oder war sie gar dieser Baum? 🙂

Gleichwohl ich längst aufgehört habe, derartiges, aber auch Delphinbegegnungen, alltäglich zu fordern. Diese „Bengel“ bzw. „Engel“ kommen nämlich stets unverhofft, und zwar dann, wenn sie wollen…, obgleich ich weiß, wo sich hier ein Teil von ihnen vor uns Menschen „versteckt“ und ausruht. Ich gehe jedoch dort nicht hin, auch weil Seehunde diesen unwegsamen Bereich, den man praktisch nur vom Wasser aus erreichen kann, zur Ruhe nutzen, die diese hier auch dringend benötigen, und spreche auch mit niemandem darüber.

Die Delphine hören uns im Wasser ja von ganz weit her hysterisch strampeln und wild herumfuchteln. Es liegt somit an ihnen, ob sie vorbeischauen wollen, oder eben nicht. Wenn sie kommen, dann sieht man sie in der Regel auch, oder man hört sie zumindest, oder man spürt eben nur die Druckwelle, die sie im Wasser hinterlassen, wenn sie mit ihrer Schwanzflosse Vollgas geben, wie sie es wollen….

Sie können sich nun auch sicherlich vorstellen, dass für mich, als ich erstmals von Fischern selbst erfuhr, dass hier tatsächlich auf Delphine, Tümmler und Seehunde geschossen wird, hier erst einmal eine „Welt“, d.h. „Illusion“ (übrigens ein Thema von uns), zusammenbrach. Natürlich hatte ich hier längst bemerkt, dass Delphine und Seehunde nicht gerade den engen Kontakt zum Menschen suchen. In Australien und Südafrika ist das ja anders. Aber dass man auf sie in Europa schießt, da sie ein paar Fische essen und ein paar unwichtige Bojen verrücken, war natürlich ein „Schock“ für mich. Auch kann es dieser kleine „Schaden“ doch nicht sein. Vor allem Neid wird daher die Ursache sein, denke ich mir. Die (steifen) Fischer meinen nämlich, das Wasser sei ihr Element (obwohl es ihre größte Angst ist, in dieses zu fallen). Aber die Delphine sind dort viel geschickter als sie, da es ihr Element ist. Sie haben daher auch keine Angst vor dem Wasser – welche die Fischer jeden Tag und in den Träumen plagt.

Und ist es nicht unglaublich, dass man ausgerechnet in Südafrika in Backpackern ganze Bücher über diese Großen Tümmler findet, die hier in der Bretagne hin und wieder an die Küste kommen. Hier selbst hatte ich zuvor nie etwas darüber gehört.

Und daher möchte ich diesen Beitrag noch einmal mit diesem Bild schließen. Ich möchte es allen Leserinnen und Lesern widmen, denen dieser Beitrag gefallen hat, und den Delphinen, die auch hier in Europa endlich ein „Understanding“ verdient haben – auch weil sie gerne in unserer Nähe wären.

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Unser Kommentar zum Höhlendrama in Thailand aus Sicht eines ehemaligen Tauchers (aktuelle Updates; FINAL)

 

Der Autor dieser Beiträge, Dominik Storr, war Tauchleiter und hat Höhlensysteme in Mexiko, die Cenoten von Yucatan u.a., betaucht. In einigen Bereichen dieser Höhlen „mischt“ sich das dort vorhandene Süßwasser mit dem Salzwasser der nahegelegenen Küste (siehe Grafik). Das besondere daran ist, dass dies zwei eigenständige Schichten bildet, da sich das Süßwasser auf dem Salzwasser „ablagert“ (sog. „Süßwasserlinse“). Dieses unterirdische Süßwasservorkommen, das eine gigantische Kulisse ist, sollen bereits die Maya als Brunnen benutzt haben. Cenote bedeutet „Heilige Quelle“. Dieses Süßwasser soll auch der Grund dafür gewesen sein, dass Yucatan in der Vergangenheit stets stark bewaldet war. Viele Teile dieser Höhlensystem sind noch quasi unerforscht. Erst jüngst soll dort eine Gruppe von Tauchern eine neue knapp 350 Kilometer lange Unterwasserhöhle entdeckt haben, berichtet der „Guardian“. Spezielle Taucherfahrungen erwarb der Autor zudem in Südafrika, wo er als Tauchleiter tätig war, und zuvor in Indonesien, wo er an den Drop-offs der Vulkaninseln zeitweise sehr tief getaucht ist, was eine gute Planung und ein besonders vernunftbasiertes Handeln unter Wasser voraussetzt. Da beim „tieferen Tauchen“ im Zuge des Aufstiegs mehrere sog. Dekompressionsstopps akribisch eingehalten werden müssen, sollten Tauchanfänger keine „Tieftauchgänge“ absolvieren.

 

Ein Mensch besuchte eine Bucht, die er „Bucht der Seehunde“ getauft hatte, weil sich dort gelegentlich Seehunde im Wasser tummeln. An diesem Tag konnte er jedoch keine sehen. Diese waren auch sehr scheu in dieser Gegend. Es wurde allmählich dunkel. Der Mensch war aufgrund des Regens von oben bis unten durchnässt. Dennoch entschied er sich spontan, noch einen kurzen Abstecher zu einem nahegelegenen Strand zu machen, wo er bisher noch keine Seehunde zu Gesicht bekommen hatte. Er stieg die Dünen herab und erschrak vollends. Vor ihm bewegte sich etwas im Sand, das in der Dämmerung zunächst wie ein angespülter Delphin aussah. Der Mensch dachte, wie soll er diesen alleine zurück zum Meer schleppen können. Es war Ebbe. Als er dem Tier näherkam, erkannte er jedoch, dass es sich um einen Seehund handelte, der dort lag. Der Mensch war unsicher, ob der Seehund vielleicht verletzt oder krank sein könnte, denn er zeigte keinerlei Scheu vor ihm. Ein anderer Mensch kam hinzu. Der Seehund stand blitzschnell auf und fauchte diesen wild an. Dieser Mensch verschwand daraufhin. Dem Seehund ging es also gut. Dieser legte sich wieder hin, und der verbliebene Mensch legte sich neben ihn in den Sand. Dabei streckte dieser seine Hand nach dem Seehund aus. Beide sahen sich eine Weile an. Dann streckte der Seehund ebenfalls seine Vorderpfote aus. Mensch und Seehund nahmen sich an den Händen. Aus Verlegenheit strich sich der Seehund mit der anderen Pfote über das Gesicht. Die Dunkelheit brach herein. Der Abschied viel beiden schwer.

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Wir Menschen können übrigens froh sein, dass es überhaupt noch Seehunde und Delphine gibt, nachdem wir unsere Meere zu Mülldeponien einerseits und Fischaufzucht- und Fischabfangbecken für den ausschließlich menschlichen Verzehr andererseits deklariert haben. Unzählige Meeressäuger, vor allem Delphine, landen tot an den Stränden wegen der Netzfischerei. Zitat eines französischen Fischers: „Delphine sind uns scheiß egal. Auf dem Meer gibt es keine Umweltregeln.

Wo ist Greenpeace? Wo ist der WWF? Aber hatten wir es davon nicht erst in dem letzten Beitrag?

Der WWF drehte übrigens in Indonesien, genauer gesagt auf Sulawesi, genüsslich einen Tierfilm über Papageienvögel, während nicht weit von den Dreharbeiten entfernt illegal Meeressäuger gefangen, geschlachtet und schockgefroren wurden für den exklusiven Feinkostverzehr in Japan. Dieses kommerzielle – aber streng illegale – Programm fand unter philippinischer Flagge in einem hochrangigen Schutzgebiet statt. Der WWF unternahm nichts dagegen! Es berührte ihn nicht einmal! Denn wir baten diesen damals um Hilfe. Wir waren vor Ort. Wir sind Zeuge! Die einzigen, die etwas dagegen unternahmen, waren die Einheimischen. Denen schloss sich eine Gruppe von verwegenen Tauchtouristen an, um die Netze bei Nacht unschädlich zu machen. Das Equipment hierzu sponserte eine Tauchbasis. Den Transport zu den Netzen übernahmen die Einheimischen auf ihren lautlosen Auslegerbooten. Ein gefährliches Unterfangen, denn die philippinischen „Piraten“ waren bewaffnet. Aber sie schliefen gut …

PS: Zu der Gruppe von Tauchern gehörte auch ein professioneller Triathlet aus Dänemark. Und dieser hatte kurz zuvor ein unglaubliches Erlebnis mit einer Gruppe von Orcas. Und zwar standen wir abends mit mehreren Leuten am Meer, um den Sonnenuntergang (damals noch ohne Chemtrails) und die großen Bartenwale in der planktonreichen Bucht zu bewundern. Diese waren ca. 1 bis 2 km von uns entfernt. Der Däne nahm plötzlich und ohne ein Wort zu uns zu sagen seine Flossen und seine Maske und schwamm bei beginnender Dämmerung über das offene Meer zu den großen Walen hinaus. Uns wurde bange. Schließlich sahen wir nur noch sein kleines Köpfchen hin und wieder im Wellengang auftauchen. Dann sahen wir völlig überraschend, wie von links und rechts mehrere Orcas auf den Dänen zurasten, und zwar kurz bevor dieser die Gruppe mit den Bartenwalen erreicht hatte. Uns wurde noch mehr bange. Wir holten die Einheimischen zur Hilfe, damit diese ein Boot vorbereiten konnten. Während das organisiert wurde, denn wir konnten den Dänen über einen längeren Zeitraum nicht mehr sehen, kam dieser dann doch zurückgeschwommen, stieg verdutzt aus dem Wasser aus und fragte uns, ob wir auch die Orcas gesehen hätten. Diese seien direkt bei ihm gewesen. Wir begegneten, dass wir das sehr wohl gesehen und nicht umsonst auf dem Boot bereit zur Abfahrt gestanden hätten.

Geschichten, die man nicht vergisst. Und ein weiterer Beweis dafür, dass Orcas keine Menschen angreifen und sich stattdessen für diese interessieren.

 

Auch wenn das nachfolgende Video etwas laut und sensationslüstern startet, zeigt es dann doch eine außergewöhnliche und uns tief rührende Beziehung zwischen einem Menschen und einer Gruppe von Orcas.

Der Mann beschreibt am Ende die Besonderheit dieser Beziehung, indem keine Seite von der anderen etwas erwartet. Sie basiert auf Freiwilligkeit und beinhaltet keine Vorurteile. Vielleicht fühlen sich deshalb so viele Menschen von Delphinen bzw. Walen angezogen. Und vielleicht können Delphine genau aus diesem Grund sogar autistischen und schwerstkranken Menschen helfen, gesund zu werden. Und wie viele glaubhafte Berichte gibt es, dass Delphine Schwimmer vor dem Ertrinken gerettet und Surfer vor Haiangriffen geschützt haben?

Sind Delphine und Wale unsere Engel zu Wasser?

Ja, das sind sie! Das behauptet zumindest ein alter Bretone, der in seiner Kindheit viel Zeit im Wasser mit freilebenden Delphinen verbracht hat. An deren Rückenflossen hätte er sich als kleiner Junge geheftet und sei mit ihnen durch das Wasser gerauscht. Dadurch hätte er ihnen zuweilen auch das Leben gerettet, weil Fischer die Delphine abknallen wollten. Weil sie – wie die dort heimischen Seehunde auch – zu viel Fisch stehlen, d.h. verzehren, würden …

Da wären wir wieder bei der Maximierung des Eigennutzes (siehe letzter Beitrag).

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Dieses Bild stammt nicht etwa aus einer Aquashow aus der Karibik oder aus SeaWorld. Nein, es hat eine Wanderin zufällig in der freien Natur aufgenommen, nämlich in der Bretagne am Cap Sizun. Es zeigt einen freilebenden Delphin (Großer Tümmler), den die Franzosen dort Jean-Louis getauft haben. Diese Tiere tauchen dort hin und wieder auf, um die Einwohner und Touristen an der Küste für eine Weile zu verzücken, so wie dieser hier:

Aber gerade die großen Meeressäuger haben unter den menschlichen Umwelteinflüssen stark zu leiden. Und dies ausgerechnet in dem vorgeblich so umweltbewussten Europa mit der schier endlosen Fülle von Umweltvorschriften. Tatsächlich gibt es jedoch zum Beispiel keine einzige Schwertwal-Schule (Orcas) mehr, die ganzjährig in der Nordsee lebt, und nur noch acht Individuen sollen vor der Westküste Englands leben, obwohl sie dort ausreichend Nahrung finden. Woran liegt das? Dies soll vor allem an der inzwischen verbotenen Chemikalie PCB (polychlorierte Biphenyle) liegen. Da Stoffe mit dieser Chemikalie kaum zu verbrennen sind, hat man diese in Europa offenbar auf Mülldeponien abgelagert, von wo aus sich das PCB langsam den Weg bis in die Meere gebahnt hat. Die Folgen für die Meeressäuger sind, ähnlich wie bei den Menschen, Unfruchtbarkeit und Organschäden. Gerade die Meeressäuger, die überwiegend Fische und Säugetiere wie Robben etc. essen und damit am Ende der Nahrungskette stehen, sind davon am stärksten betroffen, wie eben vor allem die Schwertwale, aber auch die Großen Tümmler.

Desto schöner ist es, noch gesunde und lebendige Tiere in der freien Natur beobachten zu können.

Und was das endlose Plastik und den sonstigen Schrott in den Meeren angeht, so nutzt es wohl mehr, den angeschwemmten Müll am Strand aufzusammeln (damit ihn die Flut nicht mehr zurück ins Meer tragen kann), wie es vielerorts durch die Bevölkerungen geschieht, als in klimatisierten Konferenzräumen zu tagen, wie es zum Beispiel Politik und Umweltverbände gerne unter dem Blitzlichterhagel der Medien tun. Auch in diesem Bereich kommen Politik und Verbände ihrer Verantwortung nicht nach. Inzwischen soll es nämlich wesentlich mehr Plastik als Plankton in den Meeren geben. Dafür sind aber auch wir alle verantwortlich, indem wir zumeist hemmungslos Plastik in unserem Alltag verwenden und uns keine Gedanken darüber machen, wo dieses Plastik am Ende landen kann. Etliche Inhaltsstoffe von Plastik sind zudem in der Lage, unserer Gesundheit zu schaden.

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