Vom 30. Juli bis 3. August 2012 findet die 16. Internationale Konferenz zu Wolken und Niederschlag (ICCP 2012) in Leipzig statt. Gastgeber sind das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IfT) und das Leipziger Institut für Meteorologie (LIM) der Universität Leipzig. Erwartet werden rund 500 Teilnehmer aus 37 Ländern, die fast 650 verschiedene Beiträge präsentieren werden.

Die große Zahl der Konferenzteilnehmer spiegelt die wissenschaftliche Aktualität der Wolkenforschung wieder, heißt es.

Themen der Konferenz sind unter anderem die Grundlagen der Wolken- und Niederschlags-Physik, die Ursachen der Bildung von verschiedenen Wolkenarten, der Einfluss von Eiskernen und Wolkenkondensationskeimen bei der Entwicklung von Wolken sowie die Wolkenchemie.

Mit Spannung erwartet wird außerdem eine Podiumsdiskussion zum Thema „Geo-Engineering“.

David Mitchell (Desert Research Institute, Reno, Nevada, USA), Thomas Leisner (Karlsruhe Institute of
Technology), Jón Egill Kristjansson (University of Oslo, Norway) und Roland List (University of Toronto, Canada) werden dabei anwesend sein.

Der Physiker Thomas Leisner, Direktor am Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie, betonte gegenüber Focus Online, dass im Zentrum der Diskussionen über das so genannte Geo-Engineering derzeit die Methoden der Sonnenabschattung stünden, denn diese zeigten bereits innerhalb weniger Jahrzehnte Wirkung. So werde in Erwägung gezogen, künstliche Partikel mithilfe von Flugzeugen in der Stratosphäre weiträumig zu verteilen. Diese Teilchen würden dann das Sonnenlicht reflektieren, so dass weniger Energie Richtung Erdoberfläche dränge. Seiner Kenntnis nach werde somit erwogen, Chemtrails zu versprühen, weil diese Maßnahmen bereits innerhalb weniger Jahrzehnte Wirkung zeigten.

Homepage der Tagung: http://iccp2012.tropos.de/
Programm der Tagung: http://iccp2012.tropos.de/iccp_program.html

Die Tagung wird gefördert von der DFG (Deutschen Forschungsgemeinschaft), der WMO (World Meteorological Organization), der IUGG (International Union of Geodesy and Geophysics) und IAMAS (International Association of Meteorology and Atmospheric Sciences).