Eine Möwe namens Bouscoul

Bereits sein Leben lang war man Möwen zugeneigt. Boten der Meeresküste. Freiheitsapostel.
Gewandte Flieger. Hübsche Vögel. Nicht umsonst wurde dieses Video hier bereits gepostet:

Sie wirkte – anders wie heute (s.o. Bild) – wie ein Häufchen Elend, als man jene Möwe entdeckte. Erst auf dem Rückweg entlang eines erhöhten Felsenvorsprungs. Obwohl zunächst nur ihr Köpfchen hinter einem Felsen hervorsah, war einem sofort klar, dass sie verletzt sein musste. Indem sie andernfalls bereits weggeflogen wäre. Erwachsene Möwen dieser Größenordnung (Heringsmöwe) können durchaus dominant sein, sind jedoch überwiegend Fluchttiere, die dafür ihre Flügel verwenden. Dies alles an einem Abend, an dem man eigentlich zuhause bleiben wollte. Jedoch sah man mehrere Seehunde an dieser Stelle einen Tag zuvor, von denen einer recht nahe kam. Diese ließen sich den Tag darauf nicht mehr blicken.

Stattdessen konnte dort nachfolgender Naturablauf beobachtet werden:

Eine erwachsene Möwe bricht sich einen Flügel und rettet sich auf eine kleine Erhöhung. Damit fällt sie aus ihrer Natur-Rolle heraus. Kann sich nicht mehr ernähren. Wird dadurch gezwungen, ihren langjährigen Partner samt Brutgehege aufzugeben. Verliert darüber hinaus ihre Kolonie, die ihr Schutz gewährte. Zudem ist sie nun Füchsen, Mardern und anderen sog. Fressfeinden schutzlos ausgeliefert. Was jedoch wiederum deren logische Natur-Rolle ist, wie wir in dem Beitrag über Haie, Krokodile, Leoparden etc. gesehen haben.

Sollte man nun sein Herz verschließen und nicht eingreifen in diesen Natur-Prozess? D.h. die Möwe sich selbst überlassen, so wie sie von ihren Artgenossen der Natur überlassen wird? Was ihrem sicheren Tod gleichkäme. Der Natur-Logik nach. Indem Möwen keine Gnadenhöfe für verletzte Artgenossen betreiben (das können und machen nur Menschen, d.h. Verantwortung übernehmen für kranke Menschen oder Tiere). Würden dies Möwen unternehmen, also Verantwortung für verletzte Artgenossen übernehmen, könnten diese in ihrer Gesamtheit nicht überleben. Dies alles ging einem durch den Kopf, als man die hilflose Möwe sah und andere Möwen über sie hinwegflogen, um zu ihren sicheren Schlafplätzen zu gelangen. Auch da man erahnte, was auf einen zukommen könnte, wenn der Flügelbruch nicht mehr heilbar wäre. Wie es sich nun im Nachhinein herausgestellt hat (Diagnose von zwei Tierkliniken; eine davon spezialisiert auf Vögel).

Kurzum: Man entschied sich, die Möwe einzufangen. Immerhin suchte diese abends einen Ort am Rande eines Parkplatzes auf, der von Menschen benutzt wird (dort unter Umständen Futter wie Essensreste von Touristen und Sicherheit vor Füchsen etc. zumindest in der Dämmerung). Zudem hinterließ sie nicht den Eindruck, vor einem final fliehen zu wollen. Außerdem hatte man just ein paar Tage zuvor einen Platz kennengelernt, an dem sie in möglichst natürlicher Umgebung aufgepäppelt werden könnte. Zum Einfangen und für den Transport bedurfte es jedoch einem schließbaren Karton. Dieser musste erst besorgt werden. Ebenso die Zustimmung des vogelzugeneigten Grundeigentümers. Sollte die Möwe in dieser Zeitspanne nicht mehr auffindbar sein, würde die Natur ihren Lauf nehmen. Andernfalls würde man sie mitnehmen, d.h. die Verantwortung für ein wildes Tier übernehmen.

Damit nahm das Schicksal einer Möwe und eines Menschen seinen gemeinsamen Lauf. Eine Möwe, die in eine neue Rolle abseits ihres gewohnten Lebens mit ihren Artgenossen schlüpfen muss. Ein Mensch, der kurz davor war, sich von allem zu lösen, und nun an einen Vogel gebunden ist (neue Rolle). Denn die Möwe verblieb an jenem Ort und ließ sich nahezu freiwillig einfangen (das ließe sie heute nicht mehr mit sich machen).

Völlig unvergesslich der Augenblick, als die Möwe nach dem Transport gefüttert wurde. Trotz des Stresses und neuen Umgebung gabelte sie mit ihrem Schnabel den gesamten Fisch auf dem großen Teller auf und schluckte diesen in einem Satz herunter. So dass man zunächst daran denken konnte, dass sie an jenem Kloß im Hals ersticken würde. Derart ausgehungert und lebensbegierig war diese Möwe. Jedoch ließ sich die Möwe nach dem ersten Klinikbesuch, wozu man sie erneut einfangen musste, nicht mehr blicken. Sie verschanzte sich in einer Scheune, in der sie zunächst untergebracht wurde. Als man selbst daran dachte, aufzugeben, da die Möwe sich wohl nicht mit ihrem Schicksal zurechtfinden kann, kam sie pötzlich aus ihrem Versteck hervor, ass reichlich, trank hinterher genussvoll und putzte sich anschließend überergiebig nach dem Motto: “Schreibe mich bloß nicht ab”. Man ließ das Tor zur Scheune geöffnet. Die Möwe folgte einem aus der Scheune, so dass sie ihren neuen Lebensraum auf diesem Grundstück selbst entdecken durfte.

Eine Möwe namens Bouscoul. So getauft von einem Bretonen. Als bretonische Bezeichnung für diese Möwe.

Ein Vogel, der fast alles verlor, was er besaß, und dennoch das einzige wählte, was immanent in ihm verblieben war. Sein Leben, das ihm bis heute äußerst heilig ist.

Hatten wir es im letzten Beitrag nicht vom Leben und Tod? Und dass Menschen herrschen, die den Tod über das Leben stellen. Man beachte jedoch den Lebenswillen dieser Möwe. Sie würde an der Bruchwunde sterben. So zwei Kliniken, die sie aufgaben. Und dennoch hat sie die Wunde überstanden auf natürlichem Weg und lebt bis heute. Dann wurde im letzten Beitrag, der etwas abrupt endete, angesprochen, dass man getrost diese Welt verlassen könnte, wenn man Flügel besäße. Um aus einem irdischen “Gefängnis” für Menschen auszubrechen. Wie ähnlich das Schicksal dieser Möwe, die nun nicht mehr einfach davonfliegen kann, wenn ihr etwas nicht passt. Sie muss lernen, mit diesen Hindernissen zu leben, was sie auf eine äußerst vorbildliche Art und Weise unter “Aufsicht” eines ebenso erhabenen Lamas an der Seite von Gänsen und anderen Tieren bisher eindrucksvoll wie durch Wunder tut.

Durch geschicktes, vorausschauendes Ausweichverhalten hat es die Möwe geschafft, ihr Platzrecht auch oberhalb des Weihers durchzusetzen. Inzwischen wird die Möwe von allen anderen dort lebenden Tieren toleriert. Vorbildliches Verhalten in möglichen Konfliksituationen. Denn Gänse, Hühner und selbst Schafe machen ebenso Platzrechte geltend. Stille Dominanz auf ihren bevorzugten Felsen ohne sichtbare Machtansprüche. Das im Hintergrund ist ein Bär. Könnte man jedenfalls meinen. Eine äußerst korpulente Ziege, die ebenso Platzrechte dort besitzt. Äußerst zurückhaltend die Krähen, die stets warten, bis die Möwe fertiggespeist hat. Friedlich gesonnen ebenso die dort lebenden Katzen, die Beutegreifer abschrecken. All diese Tiere leben dort frei und dienen nicht menschlichen Ernährungszwecken (keine Nutztiere), was deren Charakter sehr positiv ausgeformt hat.

Damit hat diese Möwe einem stark geholfen. Indem man unter Gewissensbissen leiden würde, wenn sie stattdessen den Anschein erwecken würde, unglücklich zu sein (dann wäre sie wohl auch an der Wunde gestorben oder würde Futter allgemein verweigern). Da man nunmal entschieden hatte, sie einzufangen, d.h. die Verantwortung zu übernehmen, und von Anfang an klar war, dass man sie nicht flugunfähig aussetzen oder gar unmittelbar töten lassen würde (letzteres würde nach Erkundigungen in bretonischen Auffangstationen drohen, da diese überfüllt sind mit verletzten oder verschmutzten Wasservögeln und die Plätze für diejenigen Vögel benötigen, die wieder ausgewildert werden können). Stattdessen hat man ihr bis heute viel Zeit und Kraft geschenkt, damit der Übergang funktionieren kann, indem Vertrauen und Zuneigung bei gleichzeitiger Distanz (Freiheit) erzeugt wird. Es gab Fluchtversuche. Diese hat die Möwe inzwischen eingestellt, nachdem sie auf diesem Grundstück der Freiheit überlassen wurde. Ihr Wunsch war, selbstständig draußen zu nächtigen. Frei von menschlichen Zwängen und Zeiten zu sein. Dazu mussten auf dem Wasser erst Plätze geschaffen werden, die nun auch zwei Gänse als Schlafgelegenheiten nutzen, womit die Möwe nachts nicht alleine ist.

Großmöwen sind unter Menschen teils etwas in Verruf geraten, da diese Touristen Futter wie Pommes und Eiscreme stehlen etc., und dabei den Eindruck erwecken obergierig zu sein. Daran lässt sich jedoch erkennen, wie chronisch hungrig diese Möwen sind. Denn die Möwe Bouscoul rührt weder Brot noch Gebäck, weder Pommes noch Käse etc. an.

Nun hat sie gesichertes Futter, frisches Wasser (Grundwasser), Felsen und einen recht sicheren Schlafplatz samt wachsamen Mitbewohnern. Dazu einen treuen Zweibeiner, der mehr als regelmäßig nach ihrem Wohl schaut und dabei in der Regel mehr Futter heranschafft, als sie verzehren kann, obgleich man als Veganer selbst nicht an diesem Futter interessiert ist (im Gegenteil). Der Natur-Vernunft nach wäre es nicht geschickt für eine Möwe, diesen Platz ohne Flugmöglichkeiten zu verlassen. Das entspricht Natur-Logik, d.h. Vernunft, an der sich die Möwe orientiert und was ihre Freiheit ohne Gitter und Käfig ermöglicht hat. Sämtliches Futter wird zuvor in Meerwasser eingelegt (Salze, Mineralien etc.). Zudem steht mit Salzwasser gemischtes Süßwasser zum Trinken zur Verfügung. Möwen können Salzwasser trinken. Das überschüssige Salz wird hinterher über Drüsen ausgeschieden. Zu beobachten ist jedoch, dass Möwen gerne an Flussmündungen trinken (wo sich beide Wasser vermischen).

Im Vergleich zu Silbermöwen sind Heringsmöwen etwas filigraner gebaut und weniger dominant am Boden, dafür die besseren Flieger und Schwimmer (häufiger Offshore unter natürlichen Bedingungen). Obgleich diese Möwe nicht mehr fliegen kann, kann man ihre Freude entdecken beim ausgiebigen Schwimmen und Baden in dem Weiher. Neulich flüchtete sie vor einer ihr bis dahin noch unbekannten Katze. Überraschend war die Geschwindigkeit und Dynamik, welche die Möwe – unter Hilfenahme ihrer Flügel – entwickelte. So dass die Wunde gut verheilt sein muss. Großmöwen genießen einerseits Respekt unter vielen Tieren, da diese ihren Hals wie eine Gans ausfahren können mit einem wirksamen Schnabel. Auf der anderen Seite sind sie leicht gebaut wegen der erforderlichen Flugfähigkeiten, und spezielle Beutegreifer wissen, wie man Vögeln an den Hals geht. Möwen richten sich deshalb gerne rückwärts zur möglichen Gefahrenquelle in der Nacht aus, um den Hals zu schützen und wirksam nach hinten mit dem Schnabel agieren zu können. Deshalb ist deren Hals so elastisch. Ebenso, damit sie mit wenig Aufwand einen vollständigen Blick in alle Richtungen haben, um ihrer Rolle als vorausschauende Tiere unter teils erschwerten Bedingungen gerecht werden zu können. Mantelmöwen sind ähnlich gefärbt, jedoch deutlich größer. Insbesondere wegen deren noch stärker ausgeprägten Rolle als Aasvertilger (Meeressäuger). Somit ersichtlich, dass sich ebenso die Großmöwen die Aufgaben unter natürlichen Bedingungen aufteilen (Stichwort: “Natur-Logik”).

Es wurde ein Parkour für die Möwe entwickelt, der zum Schlafplatz führt (ganz hinten) und selbst wasser- und klettergewandten Beutegreifern bei Unkenntnis dessen Verlaufes Schwierigkeiten bereiten könnte. Zumindest würde ein Beuteversuch Lärm erzeugen (Warnrufe der Möwe, Geschnattere der Gänse, Stürze ins Wasser etc.), was Beutegreifer in der Regel mit schnellen Zugriffen verhindern wollen. Gleichwohl die Möwe nun in der Nacht Beutegreifern ausgesetzt ist. Dafür ist sie frei, was ihr Wunsch war (s.o.). Wenn dies eines Tages geschehen sollte, hätte der Natur-Weg seinen Lauf genommen. Dieses Schicksal kann auch Gänsen und Hühnern drohen, die abends nicht komplett eingeschlossen werden. Wilden Vögeln ebenso. Ein ausreichender Wasserstand bei stets wachsendem Heimvorteil würde sie aufgrund ihrer Schwimmfähigkeiten (s.o.) am besten schützen. Deutlich sichtbar jedoch die Schäden dieser Dürre in der einst stets grünen Bretagne. Das ist ein Grundwasserteich. Bei gewohnten Wasserverhältnissen ist der rechts abgebildete Bereich eine Insel. Der höhere Teil des Teiches ist allerdings längst trocken. Frösche, Kröten und Fische leben dort. Diverse Reiher- und Entenarten sowie die bunten Eisvögel schauen täglich vorbei (letztere sind am wenigsten scheu, da sie nicht mit Bleiflinten bejagt werden). Wenn der Wasserpegel weiter sinkt, fällt nicht nur der nächtliche Schutz für die Möwe, sondern es bricht ein wichtiger Wasserbereich für Tiere weg, den viele zum Trinken in Notzeiten nutzen. Je stärker dieser Grundwasserspiegel fällt, desto schwieriger wird die Wasserversorgung und Ernährungssituation (Landwirtschaft) der Menschen. Sonne ohne Regen. Danach streben viele in ihren Ferien. Man selbst sehnt sich seit Monaten nach Regen.

Man hatte das wachsame Lama als Hüter der Schafe in einem geeigneten Moment angesungen, in der Nacht auch ein Auge auf die Möwe zu werfen. Als Reaktion ein deutliches Schütteln mit den Ohren. Und in der Tat thront das Lama seitdem nachts nicht weit von der Möwe entfernt. Hinter dem Weiher an der verwilderten Stelle sitzt meist die wildeste der Katzen in erhöhter Position und leckt sich gelassen die Tatzen. Die Gänse nahmen neben der Möwe Platz (bis dahin schliefen sie bei den Hühnern). All diese Tiere sind miteinander verbunden. Eine Gefahrengemeinschaft, die sich nicht auf Menschen verlassen möchte, womit man als Mensch Vertrauen statt Sorgen aufbauen sollte.

Jedenfalls hatte man hier viel über Tiere geschrieben. Dem folgte die Praxis auf dem Fuß, was nicht immer einfach war wegen der gravierenden Diagnose. Indem man wilde Tiere nur höchst ungern in menschlicher “Gefangenschaft” sieht (diese gehören in die Natur) und man die Möwe gerne wieder flugfähig freigelassen hätte. Und mangels Erfahrungen mit Großmöwen bis zu diesem Zeitpunkt. Zumal man einen starken Schutztrieb in solchen Angelegenheiten entwickelt, der bei einem selbst Sorgen auslösen und das Tier etwas unter Druck setzen könnte wegen der überhöhten Aufsicht. Was die Verbindung zur Natur in den letzten Wochen intensivierte und beeindruckte wegen der hohen Vernunft der Möwe, was zu den übrigen Beiträgen über vernünftige Tiere passt. Vernunft und Logik, die der im ständigen Takt redseligen Menschenwelt bisher fehlen. Vielleicht sollten wir allmählich anfangen, von Tieren zu lernen (bevor es zu spät ist), um untereinander und im Verhältnis zur Umwelt besser auszukommen. Dazu müssten Natur und Tierwelt zunächst realiter betrachtet und ausreichend verinnerlicht werden. Denn auch in diesem Bereich wurde die Menschheit grundlegend getäuscht:

Evolutionstheorie lebensfremd: Logik und nicht Zufall herrscht in der Natur – noch stärker verdeutlicht im wechselseitigen Verhältnis Hai und Krokodil als gemeinsame Gesundheitsapostel. 

Vielleicht interessiert Sie auch: Dohlen – gelebte Soziologie / Kleine Reise durch die Welt der Tiere

Bei einer Taube hatte man zuvor mehr Erfolg, was die Auswilderung nach einer Flügelverletzung betraf:

Fais-le bien, ma petite chérie – Von Tauben, Delpinen, Haien und Menschen

Vielleicht folgt eine Fortsetzung, indem noch eine andere Möwe den eigenen Weg kreuzte. Eine junge Silbermöwe, die ihren Eltern davonlief. Möwen sind Nestflüchter, was zum einen der Hygiene dient und zum anderen mehr Sicherheit bietet. Deshalb jene Färbung von Jungmöwen, die sich farblich von Felsenlandschaften kaum abheben. Derartiges kann passieren in Hafenortschaften, wo Möwen auf Dächern brüten. Da es für die Eltern schwierig ist, ihre noch flugunfähigen Kücken über Wochen in belebten Fußgängerzonen zu füttern. Jedenfalls wurde diese dort abgegeben und man übernahm deren Elternrolle parallel zur Pflege der verletzten Heringsmöwe. Bis sie eines Tages davonflog. Nicht alleine, sondern mit einer Gruppe von Silbermöwen, die just in diesem Moment über das Grundstück Richtung Meer flogen. Sie zögerte kurz, blickte einen nochmals an. Dann streckte sie ihren Kopf Richtung Himmel und hob gewandt mit ihren breiten Schwingen endgültig ab.

Sobald Möwen fliegen können, stellen die Eltern die Fütterungen in der Regel ein, so dass auch die anderen Jungmöwen, die Eltern besitzen, ihre Ernährung sichern müssen. Die Zeit der Geschenke ist dann vorbei. Durch ihren optimalen Ernährungszustand (überdurchschnittlich groß und kräftig) hatte sie geeignete Voraussetzungen, um selbstständig überleben zu können. Aufgeladen mit Energie und Selbstbewusstsein, so dass ihr selbst die Gänse großräumig aus dem Weg gingen. Mit jedem weiteren Tag in menschlicher Obhut hätte sie wertvolle Erfahrungen eingebüßt, die sie zum langfristigen Überleben benötigt. Auch jene Möwe legte eine hohe Vernunft an den Tag, so dass deren Aufzucht keine Schwierigkeiten bereitete. Mehrere Tage im Freien verwendete sie für Flugübungen, ohne dabei das Grundstück verlassen zu haben. Eine Silbermöwe aus der Nähe heranwachsen zu sehen, war für einen selbst äußerst beeindruckend und rührend zugleich, obgleich die Trennung zunächst etwas schmerzte.

Anm.: Dieser Beitrag angedacht zur geistigen Ablenkung und Wegfindung in einer menschengemachten Weltkrise, die ihren törichten, destruktiven Lauf nimmt, wie auf diesem Blog bereits vor Monaten samt Hintergründen beschrieben. Für einen selbst war es sinnvoller, sich mit Möwen zu beschäftigen statt sich vermummt in die nach wie vor genusssüchtige und oberflächliche Öffentlichkeit zu begeben. Den Ernst der Lage hat die Mehrheit der Menschen noch nicht erkannt. Eine Vielzahl von zivilisationsbedingten Verdrängungsmechanismen macht sich breit. Würden Tiere derart ignorant sein und handeln, hätten diese keinerlei Überlebenschancen in der Natur (Stichwort “Natur-Vernunft und Logik”; s.o.).