Der Regen macht in Töging nicht nur die Erde nass. Er lässt auch unerklärliche Schmutzpartikel zurück, berichtete www.wochenblatt.de am 04.09.2012.

Herrn Johann Utz aus Töging fiel nämlich am 23. 06.2012 auf, dass der Boden mit kleinen, schwarzen Krümeln übersäht war. Nach einem weiteren Gewitter stellte Johann Utz diese Krümel erneut fest. In der unmittelbaren Nachbarschaft sowie im benachbarten Mühldorf seien sie ihm ebenfalls ins Auge gefallen. Der Töginger hatte sich daraufhin an das Landratsamt gewandt. Das Landratsamt gab jedoch Entwarnung. Schädliche Umwelteinwirkungen seien nicht gegeben.

Nachdem durch die Untersuchungen des Landratsamts ausgeschlossen werden kann, dass es sich bei den vorgefundenen Partikeln um industrielle Verbrennungsrückstände handelt, könnte es sein, dass in der Umgebung eine Holzheizung ihre Hackschnitzel oder Pellets nicht vollständig verbrennt. Rückfragen bei der Stadt Töging sowie beim Bezirkskaminkehrer erhärteten diesen Verdacht jedoch nicht.

Der Finder hat sich daraufhin an das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) gewandt. Von dort bekam er die Antwort, dass es sich bei den Partikeln um organische Fugenmasse handele, die das Gewitter aufgewirbelt habe. Für den Finder Johann Utz geht diese Erklärung jedoch an der Realität vorbei. Nun hat er dem LfU eine Probe geschickt.

Wir werden diesen Fall weiter beobachten.

Fazit:

Diese Geschichte erinnert uns an den blauen Glibber von Dorset. Eine Universität meinte damals anfänglich doch glatt, dass es sich bei dem vorgefundenen Glibber, der einen Grundstücksbesitzer aufschrecken ließ, um blaue Vogeleier handele, was sich jedoch nicht bestätigte. Bei der Substanz handelte es sich vielmehr um ein Natriumacrylat (Natriumsalz der Acrylsäure), was ein besonders starker Flüssigkeitsabsorbierer ist. Hydrogel wird „zufällig“ auch zur Wettermanipulation eingesetzt.