Als Aerotoxisches Syndrom wird eine Krankheit bezeichnet, die als relativ unerforscht gilt und die durch (häufiges Einatmen) der kontaminierten Kabinenluft im Flugzeug auftritt. Der Begriff wurde am 20. Oktober 1999 von Dr. Harry Hoffman, Professor Chris Winder und Jean Christophe Balouet Ph.D. eingeführt. Der intensive Flugverkehr begann nicht erst in jenem Jahr, doch scheinen Unfälle, so genannte „Fume-Events“, seitdem häufiger geworden zu sein.

Der Zufall will, dass sich gerade in diesem Zeitraum die persistenten Kondensstreifen über weite Teile der Welt auszubreiten begannen, anfangs in den USA und Kanada, etwas später dann auch in Europa.

„Aerotoxisches Syndrom – das bestgehütete Geheimnis der Luftfahrt“ war der Titel eines Beitrag im Nexus, den John Hoyte geschrieben hat. Hoyte war Pilot bei kommerziellen Fluggesellschaften und als Trainingskapitän im Einsatz. Er ist jetzt Vorsitzender der Aerotoxic Association, einer Selbsthilfegruppe für Menschen, die vom Aerotoxischen Syndrom betroffen sind. Die Webseite der Aerotoxic Association unter www.aerotoxic.org umfasst detaillierte Informationen zu diesem Thema.

Hoyte bezeichnete das Aerotoxischen Syndrom als bestgehütetes Geheimnis der Luftfahrt. Eine Anerkennung des Aerotoxischen Syndroms könnte die Luftfahrt- und Gesundheitsindustrie ruinieren. Auch würde dies viele Forschungsinstitute bloßstellen, die in Wahrheit lediglich einen Deckmantel für die Täuschung darstellten und höchstwahrscheinlich im Interesse verwandter Industriezweige handelten.

Kennen wir das nicht auch aus unserem Bereich?

Hoyte, der selbst Pilot war, sagt weiter:

„Wer je aus einem Flugzeug gestiegen ist und sich auf unerklärliche Weise krank gefühlt hat, hebe bitte die Hand. Viele Menschen leiden nach einem Flug über mehrere Zeitzonen hinweg verständlicherweise unter einem „Jetlag“, und die Umstellung kann mehrere Tage dauern. Was aber ist mit all jenen, die sich nach einem Kurzstreckenflug, auf dem es zu einem sogenannten „Fume Event“ kam, noch Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre später ernstlich krank fühlen?“

Damit nahm Hoyte Bezug auf das Aerotoxisches Syndrom, das durch die Verunreinigung der Atemluft in der Kabine von Passagierflugzeugen ausgelöst werden kann. Die Zapfluft-Anlage wird als mögliche Ursache für dieses Problem angesehen. Die Atemluft für die Kabine wird grundsätzlich nicht gefiltert, und wenn wir uns die chemischen Schwaden dort oben anschauen, taucht die Frage auf, was nun alles in die Kabine hereinschwappen könnte.

Eine Ursache des Aerotoxischen Syndroms wird wohl in diesem Hinweis für Flugzeugbesatzungen erklärt. Doch drängt sich die Frage auf, welchen sonstigen Gefahren die Passagiere in der Höhe ausgesetzt sind? Mit was wird die Frischluftzufuhr womöglich sonst noch angereichert?

Wie schön wäre es , wenn wir Daten von dieser wissenschaftlichen Mission erhalten dürften:

HALOs erste Mission – Deutsches Höhenforschungsflugzeug

Mehr Einzelheiten hierüber:

http://www.halo.dlr.de/news/

Es gab inzwischen TV-Sendungen zur Problematik des Aerotoxischen Syndroms, wie diese hier:

DasErste.de – Monitor – Ahnungslose Flugpassagiere: Nervengift in der Kabinenluft?

Weitere Nachrichten und Artikel.

Ausführliche Informationen finden Sie hier, auch einen Hinweis wie Sie sich ein wenig schützen können:

Offizielle Webpräsenz der Aerotoxic Association

In diesen Tagen findet eine Gesundheitskonferenz zu diesem Umfeld in London statt:

Aviation Health Conference, Tuesday 2nd October and Wednesday 3rd October 2012, London, UK

P.S.

Eigentlich müsste es in der Überschrift  das „zweitbestgehütete Geheimnis der Luftfahrt“ heißen, denn es gibt eines, das wird noch mehr behütet – und an dem arbeiten wir und viele andere.